Landingpage einfach erklärt
Eine Landingpage hat eine einzige Aufgabe. Wer auf Ihre Anzeige klickt, soll genau das finden, was er gesucht hat, und den nächsten Schritt ohne Umweg machen können.

Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist die Seite, auf der Besucher nach einem Klick landen, etwa auf eine Google-Anzeige, einen Social-Media-Beitrag oder einen Link in einer E-Mail. Im engeren Sinn ist es eine eigens gebaute Seite für ein Angebot und ein einziges Ziel, zum Beispiel eine Anfrage, einen Anruf oder einen Download. Sie verzichtet auf alles, was davon ablenkt. Google Ads nennt jede Zielseite einer Anzeige Landingpage und bewertet, wie relevant und hilfreich sie für die Besucher ist.
Grundlage sind die Hilfeartikel von Google Ads zum Qualitätsfaktor und zu den Anforderungen an Ziele (abgerufen am 28. Oktober 2026) sowie die Schweizer Gesetze zu Impressum und Datenschutz. Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Landingpage oder Website
Beides hat seinen Platz. Die Website stellt die ganze Firma vor, die Landingpage führt eine bestimmte Besuchergruppe zu einem bestimmten Schritt.
| Thema | Website und Landingpage im Vergleich |
|---|---|
| Ziel | Die Website informiert über alles, was Sie anbieten. Die Landingpage verfolgt genau ein Ziel. |
| Besucher | Auf die Website kommen alle, von Bewerbern bis zu Lieferanten. Auf die Landingpage kommen Menschen mit einer bestimmten Absicht, meist über eine Kampagne. |
| Navigation | Die Website hat ein vollständiges Menü. Die Landingpage hat oft kein oder nur ein reduziertes Menü, damit niemand vom Ziel abgelenkt wird. |
| Inhalt | Die Website deckt alle Leistungen ab. Die Landingpage behandelt eine Leistung für eine Zielgruppe, dafür vollständig. |
| Messung | Auf der Website zählen viele Kennzahlen. Auf der Landingpage zählt vor allem, wie viele Besucher den gewünschten Schritt machen. |
| Google-Suche | Die Website soll organisch gefunden werden. Eine Kampagnen-Landingpage ist oft von der Suche ausgeschlossen. Eine gute Leistungsseite kann beides sein. |
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Die häufigsten Arten
Die Art richtet sich nach dem Schritt, den Besucher machen sollen. Je grösser der Schritt, desto mehr Vertrauen muss die Seite aufbauen.
- 1 Anfrage-Seite
- Für Leistungen, bei denen jeder Auftrag anders ist, etwa eine Badsanierung oder eine Beratung. Ziel ist ein Formular oder ein Anruf.
- 2 Termin-Seite
- Besucher buchen direkt einen Termin oder ein Erstgespräch. Passt, wenn das Gespräch selbst der nächste logische Schritt ist.
- 3 Download-Seite
- Besucher erhalten einen Leitfaden oder eine Checkliste gegen ihre E-Mail-Adresse. Sinnvoll, wenn Kunden lange recherchieren, bevor sie anfragen.
- 4 Bewerbungs-Seite
- Für eine offene Stelle, beworben über Social Media. Kurze Bewerbung statt langer Unterlagen, mehr dazu unter Social Recruiting.
Aufbau einer Landingpage
Diese Punkte prüfen wir bei jeder Landingpage, die wir für eine Kampagne bauen oder überarbeiten. Sie folgen der Reihenfolge, in der Besucher die Seite lesen.
- Oberer Bereich
- Eine Überschrift, die das Versprechen der Anzeige wieder aufnimmt.
- In einem Satz, was Sie für wen und in welcher Region anbieten.
- Der Knopf für den nächsten Schritt ist ohne Scrollen sichtbar, auch auf dem Handy.
- Nutzen
- Drei bis fünf Gründe aus Sicht des Kunden, nicht eine Liste Ihrer Leistungen.
- Konkret statt allgemein, etwa «Festpreis nach Besichtigung» statt «faire Preise».
- Belege
- Echte Referenzen und Bewertungen, nur mit Freigabe der Kunden.
- Eigene Fotos von Team und Arbeit statt Bildarchiv.
- Zertifikate, Verbände oder Garantien des Herstellers, wenn es sie gibt.
- Ablauf
- Was nach der Anfrage passiert, in drei oder vier Schritten.
- Wovon der Preis abhängt oder ein ehrlicher Preisrahmen.
- Einwände
- Antworten auf die Fragen, die Kunden vor einer Anfrage stellen, etwa zu Dauer, Kosten und Region.
- Formular
- Nur die Felder, die Sie für den ersten Kontakt wirklich brauchen.
- Telefonnummer als Alternative, auf dem Handy mit einem Tipp anrufbar.
- Eine klare Bestätigung nach dem Absenden und eine Messung als Conversion.
- Rechtliches
- Impressum mit Firma und Kontaktadresse inklusive E-Mail.
- Datenschutzerklärung, die sagt, was mit den Formulardaten geschieht.
- Ein Cookie-Hinweis, wenn Sie Tracking einsetzen, siehe Cookie-Banner in der Schweiz.
Landingpage für Google Ads
Google Ads zeigt für Suchkampagnen einen Qualitätsfaktor von 1 bis 10. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen, der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung mit der Landingpage. Laut Google ist der Qualitätsfaktor ein Diagnosewerkzeug und wird in der Auktion selbst nicht verwendet. Die Qualität von Anzeige und Landingpage kann sich laut Google aber auf Kosten und Anzeigenposition auswirken.
Für die Landingpage empfiehlt Google vor allem drei Dinge. Besucher sollen genau das finden, wonach sie gesucht haben, die Botschaft soll von der Anzeige bis zur Seite einheitlich sein, und die Seite soll auf dem Handy gut funktionieren und schnell laden. Die Suchanfrage muss laut Google nicht wörtlich auf der Seite stehen. Mehr zur Betreuung von Kampagnen unter Google-Ads-Betreuung.
Was Google ablehnt
- Ziel funktioniert nicht
Die Seite lädt nicht oder gibt dem Google-Crawler einen Fehler zurück.
- Abweichendes Ziel
Die Adresse in der Anzeige passt nicht zur Seite, auf der Besucher landen.
- Nicht erreichbar
Der Crawler von Google Ads wird ausgesperrt, etwa durch einen Bot-Schutz.
- Zu wenig eigener Inhalt
Die Seite bietet kaum eigenen Nutzen und leitet nur weiter.
Technik, die Anfragen kostet
Viele Landingpages scheitern nicht am Text, sondern an Details, die man beim Testen am eigenen Computer nicht bemerkt. Diese Punkte sollten vor dem Start geprüft sein.
| Punkt | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Ladezeit | Google empfiehlt für eine gute Nutzererfahrung, dass der grösste sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden lädt, die Seite innerhalb von 200 Millisekunden auf Eingaben reagiert und sich das Layout kaum verschiebt (CLS höchstens 0,1). Messen Sie auf dem Handy, nicht im Büro-WLAN. Mehr unter Core Web Vitals. |
| Klick-Kennung erhalten | Google Ads hängt eine Kennung an die Adresse. Gehen sie oder UTM-Parameter durch eine Weiterleitung verloren, lässt sich die Anfrage nicht mehr der Anzeige zuordnen. Ein verstecktes Feld im Formular kann sie mit der Anfrage ins CRM übernehmen. |
| Bestätigungsseite | Die Conversion sollte erst nach erfolgreichem Absenden zählen, etwa auf einer eigenen Danke-Seite. Wer schon den Klick auf den Knopf zählt, misst auch abgebrochene und fehlerhafte Versuche. |
| Spamschutz | Ein Schutz gegen Spam ist nötig, darf aber weder echte Besucher abschrecken noch den Crawler von Google Ads aussperren. Sonst lehnt Google die Anzeige ab. |
| Preise | Wer Konsumenten Preise nennt, muss nach der Preisbekanntgabeverordnung für Waren und viele Dienstleistungen den tatsächlich zu bezahlenden Preis in Franken angeben, inklusive Mehrwertsteuer. |
| Sprache | Für die Romandie eine eigene Seite auf Französisch mit eigener Anzeige, nicht eine automatische Übersetzung der deutschen Seite. |
Landingpage-Beispiele
Die drei Muster unten zeigen, wie sich gute Landingpages je nach Branche unterscheiden. Es sind Muster, keine Kundenprojekte, und sie zeigen, warum dieselbe Vorlage nicht für jede Branche passt.
Handwerk mit grösseren Aufträgen
Überschrift mit Leistung und Region, etwa Badsanierung im Raum Winterthur. Darunter eigene Projektfotos mit Ort, der Ablauf von der Besichtigung bis zur Übergabe und ein kurzes Formular mit der Möglichkeit, Fotos mitzuschicken.
Arztpraxis oder Klinik
Behandlung, Ärztin oder Arzt mit Facharzttitel, Ablauf des ersten Termins und Hinweise zur Kostenübernahme. Werbung für Gesundheitsberufe unterliegt eigenen Regeln, Heilversprechen sind tabu. Mehr unter Website für Arztpraxen.
B2B-Dienstleistung
Ein klar beschriebenes Problem der Zielgruppe, die Vorgehensweise in Schritten, Referenzen mit Namen und als Ziel ein Erstgespräch statt eines Kaufs. Oft ergänzt durch einen Leitfaden zum Herunterladen.
Landingpage erstellen
In dieser Reihenfolge entsteht eine Landingpage für eine Kampagne. Der grösste Teil der Arbeit passiert vor dem Design.
- 1 · Ziel festlegen
- Welcher eine Schritt zählt, und was eine Anfrage für Sie wert ist.
- 2 · Zielgruppe verstehen
- Welche Fragen und Bedenken Kunden vor einer Anfrage haben, am besten aus echten Gesprächen.
- Mit welchen Worten sie suchen, aus der Keyword-Recherche oder den Suchbegriffen im Google-Ads-Konto.
- 3 · Text schreiben
- Zuerst der Text, dann das Design. Überschrift, Nutzen, Belege, Ablauf, Einwände.
- 4 · Gestalten und bauen
- Mobil zuerst, mit klarer Lesbarkeit und einem gut sichtbaren Knopf.
- Im Website-System, etwa Webflow oder WordPress, oder mit einem Landingpage-Baukasten.
- 5 · Messung einrichten
- Formular und Anrufe als Conversion erfassen, mit Einwilligung, wo sie nötig ist.
- 6 · Prüfen und starten
- Auf mehreren Handys testen, Formular absenden, Ladezeit prüfen, Rechtstexte kontrollieren.
Landingpage optimieren
Optimieren heisst zuerst messen. Google nennt die Conversion-Rate einen guten Hinweis auf die Nutzererfahrung mit der Landingpage. Erst wenn Sie wissen, wie viele Besucher den gewünschten Schritt machen, lohnt sich eine Änderung.
Ändern Sie dann eine Sache nach der anderen, damit Sie die Wirkung zuordnen können, etwa die Überschrift, die Zahl der Formularfelder oder die Reihenfolge der Belege. Bei wenig Besuchern dauert ein sauberer Vergleich zweier Varianten lange. Dann helfen oft Gespräche mit Kunden mehr, die angefragt haben, und mit solchen, die es nicht getan haben.
Gutes Landingpage-Design
Gutes Design macht die Seite leicht lesbar und führt den Blick zum Ziel. Grosse, gut lesbare Schrift, genug Kontrast, kurze Absätze und ein Knopf, der sich klar vom Rest abhebt. Echte Fotos wirken glaubwürdiger als Bildarchiv. Auf dem Handy muss alles mit dem Daumen bedienbar sein, und die Seite muss schnell laden. Eine schöne Seite, die das Angebot nicht klar sagt, bringt trotzdem keine Anfragen.
Wann es keine braucht
Nicht jede Kampagne braucht eine eigene Seite. Diese Fälle sollten Sie kennen, bevor Sie eine bauen lassen.
- Die Leistungsseite ist schon gut
Beantwortet Ihre bestehende Seite die Fragen der Kunden, kann die Anzeige direkt dorthin führen.
- Es gibt keine Kampagne
Ohne Anzeigen, E-Mail oder Beiträge findet kaum jemand eine reine Kampagnenseite.
- Das Angebot ist unklar
Eine Landingpage verstärkt ein klares Angebot. Ein unklares macht sie nicht besser.
- Die Website hat Grundlücken
Wer nach der Landingpage Ihre Website prüft und dort eine alte Seite findet, fragt trotzdem nicht an. Dann zuerst ein Relaunch.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er baut mit seinem Team Websites und Landingpages für inhabergeführte Schweizer Unternehmen und betreut die zugehörigen Google-Ads- und Meta-Kampagnen.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Google-Ads-Hilfe und die Gesetzestexte unten
Häufige Fragen zur Landingpage
Kurz beantwortet, für Schweizer KMU.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
So lang, wie es für die Entscheidung braucht. Für einen Download reicht oft eine kurze Seite. Für einen grösseren Auftrag braucht es mehr Belege, einen Ablauf und Antworten auf Einwände. Eine ideale Länge gibt es nicht.
Braucht eine Landingpage ein Menü?
Meist nicht. Ohne vollständiges Menü bleibt der Blick beim Ziel. Ein Link zum Impressum und zur Datenschutzerklärung gehört aber immer dazu.
Kann eine Landingpage bei Google gefunden werden?
Ja, wenn sie indexiert ist und eine Suchfrage gut beantwortet. Viele Kampagnenseiten werden aber bewusst von der Suche ausgeschlossen, weil sie einer Leistungsseite zu ähnlich sind. Für die organische Suche ist eine starke Leistungsseite meist der bessere Weg.
Wie viele Landingpages brauche ich für Google Ads?
Eine pro Leistung und Zielgruppe, die sich wirklich unterscheiden. Wer Badsanierung und Heizungsersatz anbietet, braucht zwei Seiten. Für jede Variante eines Suchbegriffs eine eigene Seite zu bauen, lohnt sich nicht.
Was kostet eine Landingpage?
Das hängt davon ab, ob Text, Fotos und Messung schon vorhanden sind und ob die Seite in eine bestehende Website eingebaut wird. Einen Überblick über Kostenfaktoren gibt die Seite Website-Kosten in der Schweiz.
Weiterlesen
Quellen
- Google Ads Hilfe, «Qualitätsfaktor für Suchkampagnen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/6167118
- Google Ads Hilfe, «Fünf Möglichkeiten, die Leistung mithilfe des Qualitätsfaktors zu verbessern», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/6167130
- Google Ads Hilfe, «Qualitätsfaktor, Definition», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/140351
- Google Ads Richtlinien, «Anforderungen an Ziele», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/adspolicy/answer/6368661
- Google, web.dev, «Web Vitals», Schwellenwerte für LCP, INP und CLS, abgerufen am 29.10.2026. web.dev/articles/vitals
- Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen (PBV), SR 942.211, abgerufen am 29.10.2026. fedlex.admin.ch, SR 942.211
- Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), SR 241, Art. 3 Abs. 1 lit. s, abgerufen am 28.10.2026. fedlex.admin.ch/eli/cc/1988/223_223_223/de
- Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), SR 235.1, Art. 19, abgerufen am 28.10.2026. fedlex.admin.ch/eli/cc/2022/491/de
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