Ratgeber · Google Ads · Kosten

Google Ads Kosten in der Schweiz

Google Ads hat keinen Fixpreis. Sie bezahlen pro Klick, und der Preis eines Klicks hängt davon ab, wie viele andere Firmen für denselben Suchbegriff werben. In der Schweiz liegen die Gebote für einen Platz oben auf der Seite je nach Suchbegriff zwischen unter einem und über 30 US-Dollar. Auf dieser Seite zeigen wir echte Werte aus Google-Daten, wie Sie Ihr Budget berechnen und was eine Betreuung zusätzlich kostet.

Kurz erklärtDie Kosten für Google Ads setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Dem Werbebudget, das Sie direkt an Google zahlen und das pro Klick abgerechnet wird, und der Betreuung, falls eine Agentur die Kampagnen führt. Wie hoch der Klickpreis ist, hängt von Branche, Region und Wettbewerb ab. Entscheidend ist, was eine Anfrage am Ende kostet und was ein Auftrag wert ist.
Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG, über 120 Projekte mit Schweizer KMU seit 2023. Stand 27. Oktober 2026.

Was ein Klick in der Schweiz kostet

Die folgende Tabelle zeigt Werte aus den Google-Ads-Daten für die Schweiz, abgerufen im Oktober 2026 über DataForSEO. Angegeben sind die monatlichen Suchen und die Gebotsspanne, die Werbetreibende für einen Platz oben auf der ersten Seite zahlten. Die Werte sind in US-Dollar ausgewiesen, wie sie die Datenquelle liefert.

SuchbegriffSuchen pro MonatGebot oben (USD)
umzugsfirma zürich4'4009.69 bis 30.90
schlüsseldienst zürich1'0001.70 bis 32.57
it support kmu209.78 bis 22.80
immobilienbewertung5907.11 bis 20.71
fahrschule zürich1'3004.01 bis 18.52
sanitär notfall3904.05 bis 17.78
buchhaltung kmu506.56 bis 17.54
badsanierung3904.62 bis 12.53
küchenbau3903.29 bis 12.38
maler zürich7202.67 bis 11.76
treuhand zürich1'6003.59 bis 11.21
schädlingsbekämpfung8801.92 bis 10.76
rechtsanwalt zürich4801.61 bis 9.17
fensterersatz703.30 bis 9.06
steuerberatung2'4003.09 bis 9.02
reinigungsfirma zürich1'3002.23 bis 9.03
elektriker zürich7201.99 bis 6.33
wärmepumpe6'6002.04 bis 6.23
dachdecker2'4001.49 bis 6.21
heizungsersatz701.93 bis 5.66
unternehmensberatung7203.04 bis 5.65
architekt zürich1'0001.52 bis 4.80
gartenbau zürich3901.44 bis 4.32
hotel zürich4'4000.93 bis 4.10
coiffeur zürich5'4000.80 bis 3.54
scheidungsanwalt3901.12 bis 3.45

Quelle: Google-Ads-Keyword-Daten Schweiz, Sprache Deutsch, via DataForSEO, Abruf Oktober 2026. Suchvolumen sind von Google gerundete Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Kosten in Ihrem Konto hängen von Qualität, Region, Tageszeit und Konkurrenz ab und können abweichen.

Was auffällt: Hohe Klickpreise gibt es vor allem dort, wo ein Auftrag viel wert ist oder schnell entschieden wird, etwa beim Umzug oder beim Notfall-Sanitär. Und auch Begriffe mit nur 20 oder 50 Suchen pro Monat können teuer sein, wenn viele Anbieter um dieselben Kunden werben.

Was Schweizer Firmen im Schnitt zahlen

Die Tabelle oben zeigt Gebote für einzelne, oft umkämpfte Suchbegriffe. Über ein ganzes Konto gerechnet liegt der Durchschnitt meist tiefer, weil auch günstige Klicks auf den eigenen Firmennamen und auf sehr spezifische Begriffe dazugehören. Die einzige neutrale Schweizer Erhebung dazu stammt vom Preisüberwacher. Er hat Schweizer Werbetreibende befragt und die Ergebnisse im April 2023 veröffentlicht.

JahrDurchschnittlicher Klickpreis (CHF)
20170.53
20180.50
20190.64
20200.67
20210.85

Quelle: Preisüberwacher, Bericht Umfrage zur Online-Werbung vom 27.4.2023, Angaben von 17 Unternehmen. Für die fünf teuersten Suchbegriffe der einzelnen Firmen lag der Durchschnitt beim teuersten Begriff bei CHF 19.48, der höchste genannte Wert bei CHF 83.87.

Zwei Dinge lassen sich daraus ablesen. Erstens stieg der durchschnittliche Klickpreis innerhalb von vier Jahren um rund 60 Prozent. Zweitens liegen zwischen dem Durchschnitt eines Kontos und dem Preis für die wirklich umkämpften Begriffe Welten. Die Stichprobe ist klein und besteht vor allem aus grösseren Werbetreibenden, die Werte sind darum ein Orientierungspunkt und kein Richtpreis für Ihr KMU.

Wie Google abrechnet

Ein Google-Ads-Konto zu eröffnen kostet nichts, und Google verlangt kein Mindestbudget. Sie legen pro Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Dabei gelten laut Google drei Regeln, die viele Inhaber überraschen.

  • Der Tag ist ein Durchschnitt. An Tagen mit viel Suchverkehr kann Google bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, an ruhigen Tagen weniger.
  • Der Monat hat eine feste Obergrenze. Mehr als das Tagesbudget mal 30,4 wird pro Monat nicht verrechnet. Bei CHF 50 pro Tag sind das höchstens CHF 1'520. Was darüber hinausgeht, schreibt Google gut.
  • Sie zahlen pro Klick, nicht pro Einblendung. Das gilt für Suchkampagnen. Der tatsächliche Klickpreis liegt oft unter Ihrem Höchstgebot, weil Google nur so viel verrechnet, wie für die erreichte Position nötig ist.

Je nach Land und Zahlungsmittel wird automatisch nach Verbrauch abgebucht oder im Voraus bezahlt. Welche Steuern anfallen, richtet sich nach Land der Rechnungsadresse und Kontowährung. Rechnungen und Steuerbelege finden Sie im Konto unter Abrechnung und Dokumente. Prüfen Sie dort, dass die Firma mit korrekter Adresse und Steuerstatus hinterlegt ist.

Wovon der Klickpreis abhängt

Google versteigert jeden Anzeigenplatz in dem Moment, in dem jemand sucht. Der Preis, den Sie zahlen, ergibt sich aus mehreren Faktoren.

Wettbewerb

Je mehr Firmen auf denselben Begriff bieten, desto teurer wird der Klick. In Städten wie Zürich ist der Wettbewerb meist höher als in ländlichen Regionen.

Qualität Ihrer Anzeige und Zielseite

Die Position einer Anzeige hängt nicht nur vom Gebot ab. Google bewertet auch, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suche passen und wie wahrscheinlich ein Klick ist. Im Konto sehen Sie das als Qualitätsfaktor von 1 bis 10. Eine bessere Qualität kann den Klickpreis senken, eine schwache Zielseite erhöht ihn. Der Qualitätsfaktor ist aber ein Hinweis, kein Ziel an sich.

Suchabsicht

«Sanitär Notfall» ist teurer als «Badezimmer Ideen», weil hinter der ersten Suche ein Auftrag steht und hinter der zweiten meist nur Inspiration.

Region, Gerät und Zeitpunkt

Klickpreise schwanken je nach Ort des Suchenden, Smartphone oder Computer und Tageszeit. Auch Saisonalität spielt mit, etwa bei Heizung im Herbst.

So berechnen Sie Ihr Google-Ads-Budget

Statt mit einem Wunschbudget zu beginnen, rechnen wir rückwärts von dem, was ein Kunde für Sie wert ist. Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten.

SchrittAnnahme im BeispielErgebnis
Durchschnittlicher KlickpreisCHF 8
Anteil der Klicks, die anfragen5 ProzentKosten pro Anfrage CHF 160
Anteil der Anfragen, die Auftrag werden25 ProzentKosten pro Auftrag CHF 640
Ziel4 neue Aufträge pro MonatWerbebudget rund CHF 2'560 pro Monat

Alle Werte sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Erfahrungswerte für Ihre Branche. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Entscheidend ist, ob die Kosten pro Auftrag deutlich unter dem Deckungsbeitrag eines Auftrags liegen.

Welchen Klickpreis Ihr Geschäft tragen kann

Dieselbe Rechnung lässt sich umdrehen. Der höchste Klickpreis, den Sie sich leisten können, ergibt sich aus den Kosten, die ein Auftrag höchstens verursachen darf, mal Abschlussquote mal Anfragequote. Ein Beispiel mit angenommenen Werten. Darf ein Auftrag höchstens CHF 600 Werbekosten verursachen, werden 25 Prozent der Anfragen zu Aufträgen und fragen 5 Prozent der Besucher an, dann liegt die Grenze bei CHF 600 × 0,25 × 0,05 = CHF 7.50 pro Klick. Liegen die Gebote für Ihre wichtigsten Suchbegriffe deutlich darüber, rechnet sich Google Ads erst mit einer besseren Zielseite oder anderen Begriffen.

Wenn die Rechnung nicht aufgeht, gibt es drei Stellschrauben. Den Anteil der Besucher erhöhen, die anfragen, etwa mit einer besseren Zielseite. Teure, unpassende Suchbegriffe ausschliessen. Oder einen anderen Kanal wählen, wenn in Ihrer Region schlicht zu wenig gesucht wird. Den Effekt auf den Umsatz können Sie mit unserem ROI-Rechner durchspielen.

Was eine Betreuung zusätzlich kostet

Neben dem Werbebudget, das direkt an Google geht, fallen Kosten für Aufbau und Betreuung an, wenn Sie das nicht selbst machen. Agenturen rechnen dabei meist auf eine von drei Arten ab.

ModellSo funktioniert esWorauf achten
Monatliche PauschaleFester Betrag pro Monat für eine definierte Leistung.Klar planbar. Prüfen, was genau enthalten ist und wie oft optimiert wird.
Prozent vom WerbebudgetEin Anteil der Werbeausgaben, oft mit Mindestbetrag.Die Agentur verdient mehr, wenn Sie mehr ausgeben. Das muss nicht schlecht sein, sollte aber bewusst sein.
Einmaliger Aufbau plus BetreuungSetup-Gebühr für Struktur und Tracking, danach laufende Betreuung.Fair bei Neuaufbau. Darauf achten, dass das Konto in Ihrem Besitz bleibt.

Ob Sie Google Ads selbst führen oder eine Agentur beauftragen, ist vor allem eine Frage von Zeit und Erfahrung. Ein kleines Konto mit wenigen Suchbegriffen kann ein Inhaber nach einer Einarbeitung selbst betreuen, wenn er regelmässig die tatsächlichen Suchanfragen prüft und unpassende ausschliesst. Aufwendig und fehleranfällig sind vor allem der Aufbau des Conversion-Trackings mit Cookie-Einwilligung, die Struktur der Kampagnen und die Auswertung, welche Anfragen am Ende zu Aufträgen wurden.

Unabhängig vom Modell sollten drei Dinge selbstverständlich sein. Das Konto gehört Ihnen, Sie sehen jederzeit die echten Ausgaben, und das Reporting zeigt Anfragen, nicht nur Klicks. Wie wir das umsetzen, steht auf der Seite Google Ads Betreuung.

Wo bei KMU am meisten Budget verloren geht

  • Fehlende Ausschlüsse. Klicks von Jobsuchenden, Do-it-yourself-Suchen oder Gratis-Anfragen.
  • Falsche Region. Anzeigen werden in Regionen ausgespielt, die Sie gar nicht bedienen.
  • Fehlende Messung. Ohne sauberes Conversion-Tracking kann niemand sagen, welche Begriffe sich lohnen.
  • Startseite als Ziel. Wer nach einer bestimmten Leistung sucht und auf der allgemeinen Startseite landet, fragt seltener an.
  • Vergessene Kampagnen. Kampagnen, die seit Monaten laufen und nie eine Anfrage gebracht haben.
  • Google-Empfehlungen ungeprüft übernommen. Automatisch angewendete Empfehlungen können Budget erhöhen oder die Ausrichtung auf Suchbegriffe ausweiten. Google kennt Ihre Marge und Ihre Kapazität nicht.
  • Zu viele Kampagnen für zu wenig Budget. Bei kleinem Budget bringt eine saubere Suchkampagne mehr als fünf Kampagnenarten, die alle zu wenig Daten sammeln.

Wann sich Google Ads nicht lohnt

Google Ads fängt Nachfrage auf, die schon da ist. Es schafft keine Nachfrage für ein Angebot, nach dem niemand sucht. In diesen Fällen raten wir eher ab oder zu einem anderen Kanal.

  • Zu wenig Suchen in Ihrer Region. Wenn Ihre wichtigsten Begriffe im Einzugsgebiet nur wenige Dutzend Mal pro Monat gesucht werden, bleibt auch mit viel Budget wenig übrig.
  • Kleiner Auftragswert, teure Klicks. Wenn der tragbare Klickpreis aus der Rechnung oben deutlich unter den Geboten liegt.
  • Keine Kapazität. Wer schon ausgebucht ist und Anfragen nicht innert ein, zwei Tagen beantwortet, bezahlt für Kontakte, die zur Konkurrenz gehen.
  • Keine Messung. Ohne Conversion-Tracking lässt sich nicht beurteilen, was funktioniert. Das sollte vor dem Start stehen, nicht danach.

Google Ads und SEO schliessen sich nicht aus. Anzeigen bringen sofort Besucher, solange Sie zahlen. Organische Plätze brauchen Monate, kosten danach aber nicht pro Klick. Für viele KMU ist die Kombination sinnvoll, mit Anzeigen als Brücke, bis die Website organisch gefunden wird. Mehr dazu auf der Seite SEO für KMU.

Häufige Fragen

Fragen zu den Kosten von Google Ads

Was kostet Google Ads pro Monat?

Konto und Einrichtung bei Google sind kostenlos, und es gibt keinen Mindestbetrag. Das sinnvolle Budget hängt von den Klickpreisen Ihrer Suchbegriffe, dem Suchvolumen in Ihrer Region und Ihren Zielen ab. Rechnen Sie rückwärts von den Kosten, die ein neuer Kunde verursachen darf.

Was kostet ein Klick bei Google in der Schweiz?

Je nach Suchbegriff von unter einem bis über 30 US-Dollar für einen Platz oben auf der Seite. Für viele Dienstleistungen liegen die Werte im einstelligen bis tiefen zweistelligen Bereich.

Bezahle ich, wenn meine Anzeige nur angezeigt wird?

Bei Suchkampagnen in der Regel nicht. Sie bezahlen, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Bei anderen Kampagnenarten, etwa Display oder Video, gibt es auch Abrechnung nach Einblendungen.

Kann ich Google Ads mit kleinem Budget starten?

Ja, aber das Budget sollte reichen, um in einigen Wochen genug Klicks und Anfragen zu sammeln, damit man beurteilen kann, was funktioniert. Mit sehr kleinem Budget lohnt es sich, auf wenige, besonders kaufnahe Suchbegriffe zu fokussieren.

Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget?

Ja, an einzelnen Tagen bis zum Doppelten. Über den Monat gerechnet verrechnet Google aber höchstens das Tagesbudget mal 30,4. Bei CHF 30 pro Tag sind das maximal CHF 912 im Monat.

Sind die Klickpreise in der Tabelle verbindlich?

Nein. Es sind Gebotsspannen aus Google-Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die tatsächlichen Kosten in Ihrem Konto hängen von Anzeigenqualität, Region und Wettbewerb ab und liegen über ein ganzes Konto gerechnet oft tiefer.

Quellen

Belege auf dieser Seite

  • Google-Ads-Keyword-Daten Schweiz, Sprache Deutsch, abgerufen über DataForSEO im Oktober 2026 (Tabelle Klickpreise)
  • Preisüberwacher, Bericht Umfrage zur Online-Werbung, 27.4.2023, preisueberwacher.admin.ch
  • Google Ads Hilfe, Ausgabenlimits und durchschnittliches Tagesbudget, support.google.com
  • Google Ads Hilfe, Steuern in Ihrem Land, support.google.com
  • Google Ads Hilfe, Qualitätsfaktor, support.google.com

Welches Budget ist für Sie realistisch?

Wir schauen uns Ihre wichtigsten Suchbegriffe und Ihre Region an und rechnen gemeinsam durch, welches Budget sinnvoll ist und ab wann sich Google Ads für Sie rechnet.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Stand: 27. Oktober 2026 · Malt Consulting, Winterthur