Website erstellen Kosten: was eine KMU-Website in der Schweiz kostet
Die Kosten, eine Website erstellen zu lassen, reichen in der Schweiz von einigen hundert bis zu mehreren zehntausend Franken. Öffentlich genannte Einstiegspreise Schweizer Anbieter beginnen bei rund CHF 500 für eine Vorlage mit einer Seite. Die meisten Agenturen nennen gar keine Preise. Dieser Ratgeber zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt, rechnet ein Beispiel durch, listet die laufenden Kosten über drei Jahre und gibt Ihnen eine Checkliste für den Vergleich von Offerten.
Preisstufen am Schweizer Markt
Wir haben im Oktober 2026 öffentlich genannte Preise auf Websites Schweizer Anbieter angeschaut. Das Ergebnis ist eine grobe Einordnung, keine Statistik. Die Spalte rechts ist unsere Einschätzung, was in der jeweiligen Stufe üblicherweise enthalten ist.
| Stufe | Grössenordnung | Was meist dahintersteht |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst gemacht | Abo von wenigen bis rund 40 Franken pro Monat | Sie bauen und pflegen alles selbst. Ihre Zeit ist der grösste Kostenpunkt. |
| Vorlage oder Onepager vom Anbieter | ab rund CHF 500, oft unter CHF 2'000 | Wenige Seiten auf einer fertigen Vorlage. Texte und Bilder liefern Sie. |
| Einfache Firmenwebsite | tiefer vierstelliger Bereich | Mehrere Seiten, angepasste Vorlage, Kontaktformular, Grundlagen für Google. |
| Website, die Anfragen bringen soll | mittlerer vierstelliger bis tiefer fünfstelliger Bereich | Konzept, Texte, eine Seite pro Leistung, eigenes Design, saubere Technik. |
| Mehrsprachig, Shop oder Schnittstellen | meist fünfstellig | Funktionen wie Buchung, Shop, Kundenlogin oder Anbindung an Ihre Software. |
Quelle: eigene Stichprobe öffentlich genannter Preise Schweizer Anbieter, Oktober 2026, sowie PCtipp-Test von sechs Schweizer Website-Baukästen (Januar 2025, Preise ohne Gratisversion rund Fr. 6.45 bis 39.90 pro Monat). «Ab»-Preise sagen wenig darüber aus, was ein konkretes Projekt am Ende kostet.
So entsteht ein Preis, ein Rechenbeispiel
Fast jede Offerte beruht auf geschätzten Stunden mal Stundensatz, auch wenn am Ende ein Pauschalpreis steht. Wenn Sie diese Logik kennen, verstehen Sie, warum zwei Offerten für «eine Website mit acht Seiten» um ein Vielfaches auseinanderliegen können. Das folgende Beispiel ist frei angenommen und kein Angebot.
| Arbeitsschritt | Variante A, Vorlage | Variante B, auf Anfragen ausgerichtet |
|---|---|---|
| Gespräch, Ziele, Seitenstruktur | 2 Stunden | 8 Stunden |
| Texte für 8 Seiten | 0, Sie liefern | 20 Stunden |
| Design | 4 Stunden, Vorlage anpassen | 14 Stunden, eigenes Design |
| Umsetzung und mobile Darstellung | 8 Stunden | 16 Stunden |
| Grundlagen für Google, Ladezeit, Weiterleitungen | 1 Stunde | 6 Stunden |
| Korrekturen, Abstimmung, Schulung | 3 Stunden | 8 Stunden |
| Total Stunden | 18 Stunden | 72 Stunden |
| Bei angenommen CHF 150 pro Stunde | CHF 2'700 | CHF 10'800 |
Rechenbeispiel mit frei gewählten Annahmen. Stundensätze, Aufwand und Pauschalen unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich. Fragen Sie bei jeder Offerte nach, mit wie vielen Stunden pro Arbeitsschritt gerechnet wurde.
Das Beispiel zeigt den wichtigsten Punkt. Der Unterschied liegt fast nur bei Texten, Struktur und Design. Wenn Variante A günstiger wirkt, weil Sie die Texte selbst schreiben, dann rechnen Sie Ihre eigenen Stunden dazu. Acht gute Leistungsseiten zu schreiben, ist für die meisten Inhaber eine Arbeit von mehreren Tagen.
Woraus sich der Preis einer Website zusammensetzt
| Bestandteil | Was dazugehört | Einfluss auf den Preis |
|---|---|---|
| Konzept und Struktur | Ziele, Zielgruppe, Seitenstruktur, Nutzerführung. | Mittel bis hoch, oft unterschätzt. |
| Texte | Leistungsbeschreibungen, Über uns, Referenzen, häufige Fragen. | Hoch, wenn der Anbieter schreibt. Tief, wenn Sie liefern. |
| Design | Vorlage oder eigenes Design, Anpassung an Ihre Marke. | Tief bei Vorlage, hoch bei eigenem Design. |
| Fotos und Videos | Eigene Aufnahmen oder lizenzierte Bilder. | Ein Fotoshooting kostet extra, wirkt aber stärker als jedes Stockbild. |
| Umfang | Anzahl Seiten, Sprachen, Blog, Referenzen. | Jede Sprache und jede eigene Seite erhöht den Aufwand. |
| Funktionen | Formulare, Terminbuchung, Shop, Kundenlogin, Schnittstellen. | Von tief bis sehr hoch, je nach Funktion. |
| Grundlagen für Google | Seitentitel, Beschreibungen, Struktur, Ladezeit, strukturierte Daten. | Sollte immer dabei sein, Umfang variiert stark. |
| Recht und Barrierefreiheit | Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Lösung, gute Lesbarkeit. | Klein, wenn von Anfang an mitgeplant, teuer, wenn nachträglich. |
Laufende Kosten über drei Jahre
Viele vergleichen nur den einmaligen Preis. Über drei Jahre machen die laufenden Kosten aber einen spürbaren Teil aus. Fragen Sie bei jeder Offerte nach diesen Positionen und rechnen Sie sie auf drei Jahre hoch.
| Position | Richtwert | Worauf achten |
|---|---|---|
| Domain .ch | CHF 15 pro Jahr, Normalpreis bei einem grossen Schweizer Anbieter | Muss auf Ihre Firma registriert sein, nicht auf die Agentur. |
| Baukasten-Abo | rund Fr. 6.45 bis 39.90 pro Monat laut PCtipp-Test | Formulare, Shop und mehr Speicher kosten oft extra. |
| Hosting | je nach Anbieter und System | Standort der Server, Backups und Support klären. |
| Wartung und Sicherheit | je nach Anbieter | Updates, Backups, Überwachung. Bei WordPress besonders wichtig. |
| Lizenzen | je nach Erweiterung | Kostenpflichtige Erweiterungen, Schriften, Bilder, Cookie-Lösung. |
| Änderungen | Stundensatz oder Pauschale | Können Sie selbst ändern oder braucht jede Anpassung den Anbieter? |
Eine einfache Rechnung hilft beim Vergleich. Gesamtkosten über drei Jahre sind einmaliger Preis plus 36 Monate Hosting oder Abo plus drei Jahre Wartung plus geschätzte Änderungen. Eine Offerte mit tiefem Einstiegspreis und teurem Wartungsvertrag ist so oft nicht günstiger als eine mit höherem Einstieg und tiefen laufenden Kosten. Was zur laufenden Pflege gehört, beschreiben wir auf der Seite Website-Betreuung.
Baukasten, Freelancer oder Agentur
| Weg | Passt, wenn | Grenze |
|---|---|---|
| Baukasten | Sie schnell online sein wollen, Zeit haben und die Website vor allem gefunden werden soll, wenn jemand Ihren Namen sucht. | Struktur, Texte und Google-Grundlagen bleiben bei Ihnen. Ein späterer Wechsel bedeutet oft Neubau. |
| Freelancer | Der Umfang klar ist und Sie das Projekt selbst steuern können. | Hängt an einer Person. Klären Sie Vertretung, Wartung und Zugänge. |
| Agentur oder Berater | Die Website Anfragen bringen soll und Konzept, Texte und Technik aus einer Hand kommen sollen. | Höherer Preis. Lohnt sich nur, wenn Sie die zusätzliche Arbeit an Inhalt und Struktur auch brauchen. |
Welches System technisch dahintersteht, ist für die Kosten zweitrangig, für den Betrieb aber nicht. Einen Vergleich der zwei verbreiteten Systeme finden Sie unter Webflow oder WordPress.
Welche Website wofür
Digitale Visitenkarte. Für Betriebe, die fast nur über Empfehlungen arbeiten. Wichtig ist, dass man Sie findet und dass Sie seriös wirken. Ein Baukasten oder eine einfache Vorlage kann genügen.
Website, die Anfragen bringen soll. Für Unternehmen, die über Google oder Werbung neue Kunden gewinnen wollen. Hier lohnt sich der Aufwand für Struktur, Texte und eine Seite pro Leistung, weil genau das über Anfragen entscheidet. Beispiele dazu auf den Seiten Website für Handwerker und Website-Relaunch.
Website mit Shop oder besonderen Funktionen. Onlineshop, Buchungssystem oder Schnittstellen zu Ihrer Software. Der Preis hängt hier stark von den Funktionen ab und sollte immer auf einer schriftlichen Anforderungsliste beruhen.
Versteckte Kosten und Kostenfallen
Diese Punkte fehlen in vielen Offerten und tauchen erst später als Rechnung auf. Fragen Sie gezielt danach.
- Domain und Zugänge gehören der Agentur. Wenn Sie wechseln wollen, wird es teuer oder unmöglich. Prüfen Sie im Whois-Eintrag, auf wen Ihre Domain läuft.
- Geschlossenes System. Manche Anbieter bauen auf eigener Software, die sich nicht mitnehmen lässt. Ein Wechsel heisst dann Neubau.
- Bildrechte. Bilder aus der Google-Bildersuche oder ohne passende Lizenz können zu Forderungen der Rechteinhaber führen.
- Mehrsprachigkeit. Eine zweite Sprache verdoppelt fast den Aufwand für Texte und Pflege, nicht nur die Übersetzung.
- Datenschutz und Cookies. Statistik, Werbe-Pixel und eingebettete Karten brauchen je nach Fall eine Cookie-Lösung. Mehr dazu unter Cookie-Banner in der Schweiz.
- Relaunch ohne Weiterleitungen. Wer eine bestehende Website ersetzt und alte Adressen nicht weiterleitet, kann Google-Positionen verlieren, die über Jahre aufgebaut wurden.
- Korrekturschleifen. Ist die Zahl der Korrekturrunden begrenzt, kostet jede weitere Runde extra.
Checkliste: Website-Offerten richtig vergleichen
- 01
Wer schreibt die Texte?
Wenn Sie die Texte liefern müssen, ist eine günstige Offerte oft gar nicht günstiger. Ihre Zeit kostet auch.
- 02
Wie viele Seiten, Sprachen und Korrekturschleifen?
Ein genau beschriebener Umfang verhindert Nachverrechnungen.
- 03
Wem gehören Website und Domain?
Domain, Zugänge und Inhalte sollten auf Ihr Unternehmen laufen, nicht auf den Anbieter.
- 04
Können Sie selbst Änderungen machen?
Fragen Sie nach einer Einführung in das System und danach, was eine Änderung durch den Anbieter kostet.
- 05
Was kostet der Betrieb über drei Jahre?
Hosting, Wartung, Lizenzen und Änderungen gehören in den Vergleich.
- 06
Was ist für Google enthalten?
Seitentitel, Beschreibungen, Ladezeit, mobile Darstellung und bei einem Relaunch die Weiterleitungen alter Seiten.
- 07
Wie viele Stunden stecken in der Offerte?
Lassen Sie sich den Aufwand pro Arbeitsschritt zeigen. So sehen Sie, wo zwei Offerten wirklich unterschiedlich sind.
Fragen zu Website-Kosten
Was kostet eine einfache Website für ein KMU in der Schweiz?
Einfache Websites auf Basis einer Vorlage beginnen bei Schweizer Anbietern ab rund CHF 500, wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern. Sobald Konzept, Texte und ein eigenes Design dazukommen, liegt der Preis meist im vier- bis fünfstelligen Bereich.
Warum sind manche Websites so viel teurer als andere?
Der Unterschied liegt selten in der Technik, sondern in Konzept, Texten, Fotos und Beratung. Eine Website, die gezielt auf Anfragen ausgerichtet ist, braucht deutlich mehr Stunden als eine befüllte Vorlage.
Lohnt sich ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder ein Schweizer Anbieter?
Für eine einfache digitale Visitenkarte kann ein Baukasten reichen. Die Abos kosten laut einem PCtipp-Test von sechs Schweizer Baukästen rund Fr. 6.45 bis 39.90 pro Monat. Wenn die Website über Google neue Kunden bringen soll, fehlt oft die Zeit, Struktur und Texte selbst sauber zu erarbeiten.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Domain, Hosting oder Baukasten-Abo, Wartung und gegebenenfalls Lizenzen. Dazu kommen Änderungen und, wenn gewünscht, Massnahmen für mehr Sichtbarkeit wie SEO oder Werbung. Eine .ch-Domain kostet bei einem grossen Schweizer Anbieter CHF 15 pro Jahr.
Wird eine Website dank KI günstiger?
Teilweise. KI beschleunigt Routinearbeiten wie erste Textentwürfe oder Bildbearbeitung. Die Entscheidungen, welche Leistungen vorne stehen, welche Fragen Kunden haben und welche Belege Vertrauen schaffen, nimmt sie Ihnen nicht ab. Genau diese Arbeit macht eine Website wirksam.
Nennen Sie Ihre Preise öffentlich?
Nein, weil der Umfang je nach Ziel sehr unterschiedlich ist. Nach einem kurzen Gespräch erhalten Sie eine Offerte mit klar beschriebenem Umfang und allen laufenden Kosten.
Belege auf dieser Seite
- PCtipp, «Website blitzgeschwind», Test von sechs Schweizer Website-Baukästen, 9.1.2025, pctipp.ch
- Preisliste Domains eines grossen Schweizer Anbieters (hostpoint.ch), Normalpreis .ch für Registrierung und Erneuerung, abgerufen am 27.10.2026
- SRF Kassensturz Espresso, «Wie eine KMU zur Homepage kommt», Hinweise zu Domain-Eigentum und Plattformwahl, srf.ch
- Eigene Stichprobe öffentlich genannter Website-Preise Schweizer Anbieter, Oktober 2026. Rechenbeispiel mit frei gewählten Annahmen.
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