Ratgeber · Webflow · WordPress

Webflow vs. WordPress, was passt für Ihr KMU?

Kurz erklärtBei Webflow vs. WordPress gilt zuerst, beide Systeme eignen sich für eine gute Firmenwebsite. Webflow bringt Hosting, Sicherheit und Updates aus einer Hand und braucht im Alltag kaum Wartung. WordPress ist offen, mit Plugins für fast jede Funktion und frei wählbarem Hosting, auch in der Schweiz, braucht dafür regelmässige Updates. Für eine KMU-Website, die vor allem informieren und Anfragen bringen soll, passt Webflow oft besser. Wer viele Zusatzfunktionen, einen grossen Shop oder Hosting in der Schweiz braucht, ist mit WordPress gut bedient.

Der Unterschied liegt nicht darin, mit welchem System die schönere Website entsteht, sondern in Pflege, Sicherheit, laufenden Kosten und darin, wie frei Sie später sind. Wir bauen Websites mit beiden Systemen. Hier steht ehrlich, wann welches besser passt.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG, über 120 Projekte mit Schweizer KMU seit 2023. Stand 27. Oktober 2026.
Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede

ThemaWebflowWordPress
GrundprinzipAlles aus einer Hand. System, Hosting und Sicherheit kommen von Webflow.Freie Software. Hosting, Theme und Plugins wählen Sie selbst.
VerbreitungDeutlich kleiner, vor allem bei Agenturen und Designteams verbreitet.Laut W3Techs auf rund 40 Prozent aller Websites, bei Websites mit bekanntem System auf knapp 60 Prozent.
WartungKeine Plugin-Updates nötig. Webflow hält das System aktuell.Regelmässige Updates von System, Theme und Plugins nötig.
SicherheitWeniger Angriffsfläche, weil keine fremden Plugins auf dem Server laufen.Gut, wenn gepflegt. Veraltete Plugins sind eine häufige Schwachstelle.
DesignSehr frei, pixelgenau umsetzbar. Gut, wenn das Design vorher sauber entworfen wird.Abhängig vom Theme oder Page-Builder. Sehr frei mit eigener Entwicklung.
Selbst ändernTexte und Bilder direkt auf der Seite ändern, ohne das Layout zu beschädigen.Vertrauter Editor, viele kennen ihn schon.
Lernkurve für EntwicklerDer Designer ist mächtig, aber anspruchsvoll. Wer ihn nicht kennt, braucht Einarbeitung.Schnell installiert, viele Anleitungen und Fachleute verfügbar.
ZusatzfunktionenWeniger Erweiterungen, manches nur über externe Dienste.Für fast alles gibt es ein Plugin, etwa Buchungen, Mitgliederbereiche oder Formulare.
ShopEigene E-Commerce-Pläne, gut für kleine Sortimente.Mit WooCommerce auch für grosse Sortimente, mehr Aufwand in der Pflege.
HostingIm Webflow-Abo enthalten, über ein weltweites Netzwerk. Ein Standort in der Schweiz ist nicht wählbar.Frei wählbar, auch bei einem Schweizer Anbieter.
Laufende KostenMonatliches Webflow-Abo in US-Dollar, dafür kaum Wartungsaufwand.Hosting oft günstig, dazu Aufwand oder Kosten für Wartung und allfällige Plugin-Lizenzen.
SEO und KISauberer Code, Titel, Weiterleitungen und strukturierte Daten gut steuerbar.Mit guten Plugins ebenso stark, Qualität hängt von der Umsetzung ab.
Kosten

Womit Sie laufend rechnen müssen

Bei Webflow zahlen Sie ein Abo pro Website. Laut Preisseite von Webflow kostet der Plan für einfache Websites ohne CMS im Oktober 2026 15 US-Dollar pro Monat, der Plan mit CMS für Websites mit Blog, Referenzen oder vielen Unterseiten 25 US-Dollar pro Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung. Die Preise ändern sich gelegentlich und werden in US-Dollar verrechnet. Prüfen Sie den aktuellen Stand direkt bei Webflow.

Bei WordPress ist die Software kostenlos. Dazu kommen Hosting, je nach Bedarf Lizenzen für Theme oder Plugins und vor allem die Wartung. Wer Updates nicht selbst macht, braucht jemanden, der das zuverlässig übernimmt.

Für eine typische KMU-Website liegen die laufenden Kosten beider Systeme oft in einer ähnlichen Grössenordnung. Den grösseren Unterschied macht meist der einmalige Aufbau. Was eine Website insgesamt kostet, zeigen wir unter Website-Kosten in der Schweiz.

Schweiz

Mehrsprachigkeit und Datenschutz

Mehrsprachigkeit. Viele Schweizer Firmen brauchen ihre Website auf Deutsch und Französisch, manche auch auf Italienisch oder Englisch. WordPress löst das mit bewährten Plugins. Webflow bietet eine eigene Lokalisierungsfunktion, die je nach Plan zusätzlich kostet. Beides funktioniert, sollte aber vor dem Projekt eingeplant werden, weil es Struktur und Budget beeinflusst.

Datenschutz. Webflow ist ein Anbieter aus den USA, Daten wie Formulareingaben werden dort bearbeitet. Das ist nach dem Schweizer Datenschutzgesetz nicht verboten, gehört aber korrekt in die Datenschutzerklärung. Ob ein US-Anbieter unter dem Swiss-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert ist, lässt sich auf der offiziellen Liste prüfen. Wenn Ihre Branche verlangt, dass Daten in der Schweiz bleiben, etwa bei sensiblen Formularen, ist WordPress mit Schweizer Hosting die einfachere Lösung.

Abhängigkeit. Eine Webflow-Website läuft nur bei Webflow. Es gibt einen Code-Export, aber keine Möglichkeit, das System mit allen Funktionen bei einem anderen Anbieter weiterzubetreiben. Eine WordPress-Website können Sie zu jedem Hoster umziehen.

Entscheidungshilfe

Wann welches System passt

Webflow passt, wenn

  • Sie eine hochwertige Firmenwebsite wollen, die lange gut aussieht.
  • Sie sich nicht um Updates und Sicherheit kümmern möchten.
  • Sie Texte und Bilder selbst ändern wollen, ohne Angst, etwas zu zerstören.
  • Die Website vor allem informieren und Anfragen bringen soll.

WordPress passt, wenn

  • Sie bereits mit WordPress arbeiten und Ihr Hosting behalten möchten.
  • Sie spezielle Funktionen brauchen, etwa komplexe Buchungen, einen Mitgliederbereich oder einen Shop mit vielen Artikeln.
  • Ihre Daten in der Schweiz gehostet sein müssen.
  • Jemand die regelmässige Wartung zuverlässig übernimmt.
Wechsel

Von WordPress zu Webflow, ohne Google-Positionen zu verlieren

  1. Bestand erfassen. Alle Seiten, die bei Google gefunden werden oder Anfragen bringen, mit ihrer Adresse auflisten.
  2. Adressen planen. Wo möglich gleiche Adressen behalten, sonst jede alte Adresse auf die passende neue umleiten.
  3. Inhalte mitnehmen. Titel, Beschreibungen und Texte, die gut funktionieren, übernehmen statt neu erfinden.
  4. Formulare und Tracking prüfen. Anfragen, Bestätigungen und Messung vor dem Start testen.
  5. Nach dem Start kontrollieren. In der Search Console Fehler und Rankings in den ersten Wochen beobachten.

Ein Systemwechsel ist ein guter Moment, die ganze Website zu verbessern. Mehr dazu unter Website-Relaunch.

Unsere Sicht

Warum wir für viele KMU zu Webflow raten

Bei den meisten Firmenwebsites von KMU geht es darum, Leistungen klar zu zeigen, Vertrauen aufzubauen und Anfragen zu bekommen. Dafür braucht es keine fünfzig Plugins. Webflow hat hier zwei Vorteile. Das Design lässt sich sehr genau umsetzen, und die Website braucht im Alltag kaum Wartung.

Ein Webflow-Projekt dauert in der Regel etwas länger und kostet etwas mehr, weil das Design zuerst sauber entworfen und dann exakt umgesetzt wird. Dafür sparen Sie über die Jahre Zeit und Ärger mit Updates.

Wenn Ihre Website schon auf WordPress läuft und gut funktioniert, gibt es keinen Grund, nur wegen des Systems zu wechseln. Dann verbessern wir Struktur, Inhalte und Technik auf WordPress. Mehr dazu unter Website-Betreuung.

Häufige Fragen

Fragen zu Webflow und WordPress

Ist Webflow oder WordPress besser für SEO?

Beide sind gut geeignet. Entscheidend sind die Inhalte, die Struktur und die saubere Umsetzung, nicht das System. Webflow macht es etwas einfacher, technisch sauber zu bleiben, weil weniger fremde Erweiterungen im Spiel sind.

Ist Webflow teurer als WordPress?

Das Abo ist bei Webflow höher als ein einfaches Hosting. Rechnet man die Wartung für WordPress dazu, liegen die laufenden Kosten oft nah beieinander. Der Aufbau ist bei Webflow meist etwas teurer, weil das Design genauer umgesetzt wird.

Kann ich von WordPress zu Webflow wechseln, ohne Google-Positionen zu verlieren?

Ja, wenn der Wechsel sauber geplant wird. Wichtig sind gleiche oder weitergeleitete Adressen, übernommene Titel und Beschreibungen und eine Kontrolle nach dem Start.

Kann ich bei Webflow mein bisheriges Hosting behalten?

Nein, bei Webflow ist das Hosting im Abo enthalten. Ihre Domain bleibt aber Ihre, und E-Mails laufen unabhängig davon weiter wie bisher.

Arbeiten Sie als Webflow-Agentur oder als WordPress-Agentur?

Beides. Wir empfehlen das System, das zu Ihrem Betrieb passt, und bauen die Website damit.

Quellen

Belege auf dieser Seite

  • Webflow, Preisseite der Site-Pläne, webflow.com/pricing, geprüft 27.10.2026
  • W3Techs, Nutzung von WordPress, Stand Oktober 2026, w3techs.com
  • EDÖB, Swiss-U.S. Data Privacy Framework, Mitteilung vom 15.8.2024, edoeb.admin.ch

Unsicher, welches System passt?

Im Erstgespräch klären wir in einer Viertelstunde, welches System für Ihre Website und Ihr Team sinnvoll ist. Wir bauen mit beiden und haben keinen Grund, Ihnen das falsche zu empfehlen.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Stand: 27. Oktober 2026 · Malt Consulting, Winterthur