SEO-Strategie entwickeln
Eine SEO-Strategie legt fest, für welche Suchen Ihre Firma gefunden werden soll und welche Seiten dafür nötig sind. Sie beginnt beim Geschäft, nicht beim Keyword-Tool.

Was ist eine SEO-Strategie?
Eine SEO-Strategie ist der Plan, mit dem eine Firma entscheidet, bei welchen Suchanfragen sie in Google erscheinen will, mit welchen Seiten und in welcher Reihenfolge. Sie leitet sich aus den Geschäftszielen ab, also aus den Leistungen mit dem höchsten Wert und den Fragen, die Kunden vor dem Kauf stellen. Dazu gehören die technische Grundlage, Belege für Vertrauen und eine Messung, die Anfragen zählt und nicht nur Besucher. Eine gute Strategie sagt auch, was Sie bewusst weglassen.
Grundlage sind der SEO-Startleitfaden von Google (Stand 10. Dezember 2025), Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte (Stand 5. Oktober 2026) und der Leitfaden für generative KI in der Google-Suche (Stand 10. Juli 2026). Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Strategie, Konzept, Massnahmen
Die drei Begriffe werden oft gleich verwendet. Für die Planung hilft es, sie zu trennen.
| Begriff | Was er beantwortet |
|---|---|
| SEO-Strategie | Wofür wollen wir gefunden werden, von wem und warum lohnt sich das für das Geschäft? Sie ändert sich selten, meist nur mit dem Angebot. |
| SEO-Konzept | Welche Seiten braucht es dafür, wie hängen sie zusammen und welche Inhalte gehören auf welche Seite? Es ist die Architektur der Website. |
| Massnahmenplan | Was wird wann von wem umgesetzt? Er wird laufend angepasst, je nachdem, was die Messung zeigt. |
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
SEO-Strategie in sechs Schritten
Diese Schritte gelten für ein Schweizer KMU genauso wie für eine grössere Firma. Die Reihenfolge ist wichtig, denn jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
- 1. Ziele und Wert klären
- Welche Leistungen sollen mehr Anfragen bekommen, und was ist ein Auftrag im Schnitt wert?
- Für welche Region und welche Sprachen soll die Firma sichtbar sein?
- Was zählt als Erfolg, etwa Anrufe, Offertanfragen oder Termine?
- 2. Suchen und Fragen sammeln
- Suchbegriffe mit echtem Suchvolumen für die Schweiz, nicht für Deutschland.
- Fragen aus Verkaufsgesprächen und E-Mails, denn sie zeigen, was Kunden wirklich wissen wollen.
- Suchanfragen, für die Sie schon erscheinen, aus dem Leistungsbericht der Search Console.
- 3. Eine Seite pro Absicht
- Jede Suchabsicht bekommt genau eine Seite. Synonyme und Teilfragen gehören als Abschnitt auf diese Seite.
- Zuerst Leistungsseiten, dann Vergleiche und Kostenfragen, dann Ratgeber.
- Keine Kopien pro Ortschaft. Google nennt Textblöcke mit Städten, für die eine Seite ranken soll, ausdrücklich als Spam.
- 4. Technik sichern
- Die wichtigen Seiten sind im Google-Index und mobil gut nutzbar.
- Ladezeit und Stabilität liegen in den Werten, die Google als gut beschreibt.
- Seitentitel und Beschreibungen sind pro Seite eindeutig.
- 5. Belege und Bekanntheit
- Autor, Datum, Quellen und eigene Projekte auf den Seiten, wie unter E-E-A-T beschrieben.
- Echte Bewertungen und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil.
- Erwähnungen in Verbänden, Fachmedien und bei Partnern, die tatsächlich etwas mit Ihnen zu tun haben.
- 6. Messen und nachschärfen
- Klicks und Impressionen pro Seite aus der Search Console.
- Anfragen mit Herkunft im CRM, damit Sie sehen, welche Seite Umsatz bringt.
- Nach einigen Wochen prüfen, was gewirkt hat, und den Plan anpassen.
Welche Seiten zuerst kommen
Nicht jeder Inhalt ist gleich viel wert. Für KMU mit wenig Zeit empfehlen wir diese Reihenfolge. Sie ist unsere Einschätzung, keine Regel von Google.
| Seitentyp | Wofür und wann |
|---|---|
| Leistungsseite | Für Suchen nach Ihrer Leistung, oft mit Ort. Sie steht nahe am Kauf und kommt deshalb zuerst. |
| Kosten und Vergleich | Für Suchen wie «Kosten» oder «A oder B». Wer so sucht, ist meist schon in der Entscheidung. |
| Standortseite | Nur für echte Standorte oder Einsatzgebiete, mit eigenem Inhalt wie Projekten vor Ort. |
| Ratgeber | Für Fragen vor dem Kauf. Sinnvoll, wenn Sie etwas erklären können, das andere nicht so gut können. |
| Eigene Daten | Auswertungen aus eigenen Projekten oder Messungen. Sie sind schwer zu kopieren und werden gern verlinkt und zitiert. |
Den Wettbewerb in Google lesen
Ihr Wettbewerb in der Suche ist nicht immer Ihr Wettbewerb im Markt. Oft stehen Verzeichnisse, Portale oder Ratgeber vorne. Bevor Sie eine Seite planen, lohnt sich deshalb ein Blick auf die ersten Treffer für jeden wichtigen Suchbegriff.
- Welcher Seitentyp vorne steht
- Stehen oben Ratgeber, will der Suchende zuerst verstehen. Eine reine Leistungsseite hat dann wenig Chancen, auch wenn sie gut gemacht ist.
- Stehen oben Anbieter und die Kartenansicht, sucht er einen Anbieter in der Nähe. Dann zählen Leistungsseite und Google-Unternehmensprofil.
- Was die Seiten vorne beantworten
- Notieren Sie die Fragen, die alle ersten Treffer behandeln. Sie sind die Mindestanforderung.
- Notieren Sie, was allen fehlt, etwa Preise in Franken, Schweizer Recht oder ein echtes Beispiel. Dort liegt Ihre Chance.
- Wer vorne steht
- Grosse Portale und Verbände lassen sich bei allgemeinen Begriffen selten überholen. Genauere Begriffe mit Leistung, Branche oder Ort sind für ein KMU oft realistischer.
- Wie aktuell die Treffer sind
- Veraltete Seiten mit alten Preisen oder Gesetzen sind ein Zeichen, dass sich ein besserer Inhalt lohnt.
Mehrsprachig in der Schweiz
Wer Kunden in der Romandie oder im Tessin gewinnen will, braucht dafür eigene Seiten in der Landessprache und eigene Suchbegriffe. Eine wörtliche Übersetzung trifft oft nicht, was dort gesucht wird. Google empfiehlt für jede Sprachversion eine eigene URL und hreflang-Angaben, damit die richtige Version erscheint.
Google rät ausserdem davon ab, Besucher automatisch nach vermuteter Sprache umzuleiten, weil der Googlebot dann womöglich nicht alle Versionen sieht. Ein sichtbarer Sprachwechsler ist besser. Auch Deutsch ist nicht gleich Deutsch. Schweizer Kunden suchen nach Offerte, Velo oder Treuhand, nicht nach Angebot, Fahrrad oder Steuerberater.
Bestehende Seiten zuerst
Die schnellsten Fortschritte liegen meist in dem, was schon da ist. Im Leistungsbericht der Search Console sehen Sie Seiten, die bereits Impressionen haben, aber selten geklickt werden, oder knapp hinter der ersten Seite stehen. Ein besserer Titel, eine klarere Kurzantwort oder ein fehlender Abschnitt bringt dort oft mehr als eine neue Seite.
Prüfen Sie zugleich, ob mehrere Ihrer Seiten dieselbe Suche bedienen. Dann konkurrieren sie gegeneinander. Besser ist es, sie zu einer starken Seite zusammenzulegen und die alte Adresse mit einer Weiterleitung auf die neue zu führen.
Kennzahlen pro Phase
Nicht jede Kennzahl ist zu jedem Zeitpunkt aussagekräftig. Diese Reihenfolge hilft, Fortschritt richtig zu lesen und nicht zu früh aufzugeben.
| Phase | Was Sie messen | Wo |
|---|---|---|
| Grundlage | Sind die wichtigen Seiten indexiert, und gibt es technische Fehler? | Search Console, Bericht zur Seitenindexierung |
| Sichtbarkeit | Impressionen und durchschnittliche Position pro Seite und Suchbegriff | Search Console, Leistungsbericht |
| Interesse | Klicks und Klickrate. Viele Impressionen ohne Klicks deuten auf einen schwachen Titel oder die falsche Absicht. | Search Console, Leistungsbericht |
| Anfragen | Anrufe, Formulare und Termine aus organischer Suche | Webanalyse und CRM mit Herkunft |
| Umsatz | Offerten und Aufträge, die auf eine Seite zurückgehen | CRM |
Unsere Einschätzung aus der Praxis. Bei kleinen Schweizer Suchvolumen schwanken die Zahlen stark, darum lohnt der Vergleich über mehrere Monate statt über einzelne Wochen.
Was Google selbst dazu sagt
Viele SEO-Strategien bauen auf Annahmen, die Google in seiner Dokumentation widerlegt. Diese Punkte lohnt es sich vor der Planung zu kennen.
| Annahme | Was Google schreibt |
|---|---|
| «Es braucht eine Mindestzahl an Wörtern.» | Nein. Laut Google spielt die Länge eines Inhalts allein für das Ranking keine Rolle. |
| «Das Meta-Keywords-Feld muss gefüllt sein.» | Nein. Google verwendet das Meta-Tag «keywords» nicht. |
| «Backlinks sind das Einzige, was zählt.» | Nein. Links fliessen über PageRank ein. Google schreibt aber, dass es viele Faktoren gibt und PageRank nur einer davon ist. |
| «Eine .ch-Domain ist für die Schweiz sinnvoll.» | Ja. Google nennt die Länderendung als sinnvoll, wenn Sie sich an Nutzer in einem bestimmten Land richten, die Wirkung sei aber meist gering. |
| «Änderungen wirken sofort.» | Nein. Manche Änderungen wirken nach Stunden, andere nach Monaten. Google rät, einige Wochen zu warten, bevor man die Wirkung beurteilt. |
| «Für KI-Suche braucht es eine eigene Strategie mit llms.txt.» | Nein. Laut Google gelten für die generative KI-Suche dieselben SEO-Grundlagen. Eine llms.txt oder spezielles Markup ist nicht nötig. |
SEO-Strategie und KI-Suche
Damit eine Seite in der KI-Übersicht von Google als Quelle erscheinen kann, muss sie laut Google im Index stehen und mit einem Snippet angezeigt werden dürfen. Zusätzlich empfiehlt Google Inhalte, die nicht austauschbar sind, etwa eigene Erfahrungen oder eigene Auswertungen. Eine eigene KI-Strategie neben der SEO-Strategie braucht es deshalb nicht.
Unsere Einschätzung lautet so. In der Strategie sollten Sie heute stärker gewichten, was nur Ihre Firma zeigen kann. Allgemeines Wissen fasst die KI selbst zusammen, Ihre Projekte und Zahlen kann sie nur von Ihnen übernehmen. Mehr dazu auf der Seite GEO-SEO.
1'071 Antworten auf 55 Fragen aus der Schweiz, im Schnitt 16,4 Durchgänge pro Frage. Methode und Grenzen in der Studie zur KI-Sichtbarkeit.
Fragen an eine SEO-Agentur
Google gibt in seiner Dokumentation Fragen vor, die Sie jeder Agentur stellen sollten. Drei davon sind für eine Strategie besonders wichtig. Und Google schreibt klar, dass niemand einen ersten Platz garantieren kann.
Welche Ergebnisse in welchem Zeitraum?
Eine seriöse Antwort nennt eine realistische Einschätzung und wie gemessen wird, aber keine Garantie auf Plätze.
Erfahrung in Branche und Land?
Der Schweizer Markt ist kleiner und mehrsprachig. Suchvolumen aus Deutschland führen hier oft in die Irre.
Werden alle Änderungen offengelegt?
Sie sollten jede Änderung an Ihrer Website kennen und verstehen, warum sie empfohlen wird.
Wann SEO nicht passt
SEO ist nicht für jede Firma der richtige erste Schritt. Diese Fälle sollten Sie vorher ehrlich prüfen.
- Niemand sucht danach
Bei sehr neuen oder sehr speziellen Leistungen gibt es oft kaum Suchanfragen. Dann bringen Empfehlungen, LinkedIn oder Direktansprache mehr.
- Sie brauchen sofort Anfragen
SEO wirkt über Wochen und Monate. Für kurzfristige Nachfrage ist Google Ads der direktere Weg.
- Das Angebot ist unklar
Wenn nicht feststeht, was Sie wem verkaufen, lässt sich auch nicht sagen, wofür Sie gefunden werden sollen. Zuerst kommt die Positionierung.
- Niemand pflegt die Seiten
Eine Strategie ohne Zeit für Inhalte, Bewertungen und Messung bleibt ein Dokument in der Schublade.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und prüft für Kunden, wie sie in Google und in KI-Antworten erscheinen.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Google-Quellen unten
«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
Häufige Fragen zur SEO-Strategie
Kurz beantwortet, mit dem Stand von Googles eigener Dokumentation.
Wie lange dauert es, bis eine SEO-Strategie wirkt?
Das lässt sich nicht garantieren. Google schreibt, dass manche Änderungen nach wenigen Stunden wirken und andere erst nach mehreren Monaten. Planen Sie deshalb in Monaten und prüfen Sie die Wirkung frühestens nach einigen Wochen.
Kann ich eine SEO-Strategie selbst erstellen?
Ja, mit den sechs Schritten oben und der kostenlosen Search Console von Google. Am schwierigsten ist meist nicht die Technik, sondern die ehrliche Entscheidung, welche Leistungen Vorrang haben und welche Seiten Sie weglassen.
Was gehört in eine SEO-Analyse vor der Strategie?
Der Stand im Google-Index, die Suchanfragen, für die Sie heute schon erscheinen, die Seiten der Mitbewerber auf den ersten Plätzen und die Technik Ihrer Website. Google rät, dass eine Analyse realistische Verbesserungen und den nötigen Aufwand nennt.
Welche Kennzahlen zeigen, ob die Strategie funktioniert?
Impressionen und Klicks pro Seite aus der Search Console zeigen die Sichtbarkeit. Entscheidend sind aber die Anfragen, die über diese Seiten kommen. Deshalb sollte im CRM stehen, woher eine Anfrage stammt.
Braucht es für ChatGPT und die KI-Übersicht eine andere Strategie?
Für Google nein. Google schreibt, dass für die generative KI-Suche dieselben SEO-Grundlagen gelten. Was sich verschiebt, ist die Gewichtung hin zu eigenen, überprüfbaren Inhalten.
Weiterlesen
Quellen
- Google Search Central, «SEO Starter Guide», Abschnitte zu Wartezeit, Inhaltslänge, Meta-Keywords, PageRank und Domainendung, Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/fundamentals/seo-starter-guide
- Google Search Central, «Do you need an SEO?», Fragen an eine Agentur und Hinweis zu Garantien, Stand 5.6.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/do-i-need-seo
- Google Search Central, «Spam policies for Google web search», Abschnitt zu Brückenseiten, Stand 28.8.2026. developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies
- Google Search Central, «Creating helpful, reliable, people-first content», Stand 5.10.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/creating-helpful-content
- Google Search Central, «Optimizing your website for generative AI features on Google Search», Stand 10.7.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/ai-optimization-guide
- Google Search Central, «Managing multi-regional and multilingual sites», Abschnitte zu eigenen URLs pro Sprache, hreflang und automatischer Weiterleitung, abgerufen am 29.10.2026. developers.google.com/search/docs/specialty/international/managing-multi-regional-sites
- Google Search Central, «Get started with Search Console», Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/monitor-debug/search-console-start
- Malt Consulting, Studie zur KI-Sichtbarkeit Schweiz, eigene Messung 2026. maltconsulting.ch/ki-sichtbarkeit-studie-schweiz
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Im Erstgespräch klären wir, welche Anfragen Ihrem Geschäft am meisten bringen, und sagen Ihnen offen, ob sich eine SEO-Strategie dafür lohnt.
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