B2B-SEO für Schweizer KMU
Im B2B suchen wenige Menschen, aber jede Anfrage kann viel wert sein. B2B-SEO sorgt dafür, dass alle, die über einen Kauf mitentscheiden, bei Ihnen die richtige Antwort finden.

Was ist B2B-SEO?
B2B-SEO ist Suchmaschinenoptimierung für Firmen, die an andere Firmen verkaufen. Die Technik ist dieselbe wie im B2C, die Ausgangslage aber nicht. Es gibt wenige Suchanfragen, mehrere Personen entscheiden mit, der Verkauf dauert oft Monate und ein einzelner Auftrag ist viel wert. Gutes B2B-SEO richtet sich deshalb nach den Fragen dieser Entscheider und misst Erfolg an Anfragen, nicht an Besucherzahlen.
Grundlage sind der SEO-Startleitfaden von Google (Stand 10. Dezember 2025), Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte (Stand 5. Oktober 2026) und die Übersicht der indexierbaren Dateitypen (Stand 3. Februar 2026). Die Quellen stehen am Ende der Seite.
B2B- und B2C-SEO im Vergleich
Google bewertet B2B-Seiten nicht nach eigenen Regeln. Der Unterschied liegt beim Markt und damit bei dem, was Sie planen und messen.
| Merkmal | Im B2B |
|---|---|
| Suchvolumen | Oft nur wenige Suchen pro Monat für einen Begriff in der Schweiz. Ein Begriff kann trotzdem viel wert sein, wenn ein Auftrag gross ist. |
| Wer sucht | Mehrere Personen mit verschiedenen Fragen, vom Anwender über die Technik bis zum Einkauf und zur Geschäftsleitung. |
| Dauer bis zum Kauf | Oft Wochen bis Monate. Dieselbe Firma sucht mehrmals und mit anderen Begriffen. |
| Was überzeugt | Technische Details, Referenzen aus derselben Branche, Normen, Lieferfähigkeit und eine klare Ansprechperson. |
| Messgrösse | Qualifizierte Anfragen und daraus entstandene Offerten. Besucherzahlen allein sagen im B2B wenig. |
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Inhalte für jeden Entscheider
Im B2B entscheidet selten eine Person allein. Wer die Fragen jeder Rolle beantwortet, wird von allen gefunden, die mitreden. Mehr zu den Rollen unter Buying Center.
- 1 Anwender
- Sucht nach dem Problem, nicht nach Ihrem Produktnamen. Er braucht Seiten zu Anwendungen und Problemen, in seinen eigenen Worten.
- 2 Technik
- Prüft, ob es passt. Er sucht Datenblätter, Normen, Schnittstellen und Masse, gut lesbar auf der Seite und als PDF.
- 3 Einkauf
- Vergleicht Anbieter. Er sucht Kostenbestandteile, Lieferzeiten, Mindestmengen und Alternativen.
- 4 Geschäftsleitung
- Will wissen, ob sich die Investition lohnt und ob die Firma verlässlich ist. Sie liest Referenzen, Über-uns und Fallstudien.
Seiten, die B2B-Firmen brauchen
Mit diesen Seitentypen beantworten Sie die Fragen aller Entscheider. Sie gelten für einen Industriezulieferer genauso wie für einen IT-Dienstleister oder ein Ingenieurbüro.
- Leistungs- und Lösungsseiten
- Eine Seite pro Leistung oder Anwendung, nicht eine Sammelseite für alles.
- Für wen sie passt, wie sie funktioniert und wo die Grenzen liegen.
- Branchenseiten
- Nur für Branchen, in denen Sie echte Projekte haben.
- Mit den Begriffen und Normen, die in dieser Branche üblich sind.
- Technische Unterlagen
- Die wichtigsten Angaben als Text auf der Seite, das PDF als Ergänzung.
- PDFs mit sprechendem Dateinamen und Titel, damit sie auch einzeln gefunden werden.
- Referenzen und Fallstudien
- Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis, nur mit Freigabe des Kunden.
- Zahlen nur, wenn sie belegt sind.
- Kosten und Vergleich
- Wovon der Preis abhängt, auch wenn Sie keine Preise nennen.
- Ehrlich, wann eine andere Lösung besser passt.
- Über uns und Kontakt
- Echte Ansprechpersonen mit Foto, Funktion und direktem Kontakt.
- Firmenname, Standort und Gründungsjahr wie im Handelsregister.
Suchbegriffe im B2B finden
Für viele B2B-Begriffe zeigen Keyword-Tools in der Schweiz kein Suchvolumen. Laut Google kann der Keyword-Planer Begriffe mit sehr wenigen Suchen gar nicht anzeigen. Die besten Begriffe stehen deshalb oft nicht im Tool, sondern in Ihren eigenen Unterlagen.
| Quelle | Was sie Ihnen liefert |
|---|---|
| Offertanfragen und E-Mails | Die Worte, mit denen Kunden ihr Problem beschreiben, bevor sie Ihre Produktnamen kennen. Lesen Sie die letzten zwanzig Anfragen und markieren Sie wiederkehrende Begriffe. |
| Verkauf und Technik | Die Fragen, die in fast jedem Gespräch kommen, und die Einwände, an denen Offerten scheitern. Jede dieser Fragen ist eine mögliche Seite oder ein Abschnitt. |
| Search Console | Suchanfragen, bei denen Ihre Seiten bereits erscheinen, auch mit wenigen Impressionen. Filtern Sie Ihren Firmennamen heraus, dann sehen Sie, wofür Sie ohne Bekanntheit gefunden werden. |
| Suche auf der eigenen Website | Was Besucher auf Ihrer Website suchen und nicht finden. Das zeigt Lücken im Angebot oder in der Navigation. |
| Google selbst | Die Vorschläge beim Tippen und die Fragen, die Google zu einem Begriff anzeigt. Sie zeigen, wie andere das Thema formulieren. |
| Keyword-Planer und SEO-Tools | Grössenordnungen für die häufigeren Begriffe. Für Nischenbegriffe sind die Werte oft leer oder ungenau und eignen sich nicht als alleiniges Kriterium. |
Achten Sie auf die Schweizer Sprache. Kunden suchen nach «Offerte», «Unterhalt» oder «Occasion», deutsche Websites schreiben «Angebot», «Wartung» und «gebraucht». Wer die Schweizer Begriffe verwendet, trifft die Suche genauer. Das ist unsere Einschätzung aus der Arbeit mit Schweizer Firmen.
Die richtige Reihenfolge
Viele B2B-Firmen beginnen mit einem Blog. Wirksamer ist es, von der Anfrage her zu arbeiten. Zuerst die Seiten, die nahe am Kauf liegen, dann alles andere.
- 1 Technik prüfen
- In der Search Console nachsehen, welche Seiten im Index stehen und welche nicht. Typische B2B-Ursachen sind ein vergessenes noindex, Inhalte hinter einem Login und Produktfilter, die unzählige Adressen erzeugen. Google empfiehlt, Filteradressen, die nicht gefunden werden sollen, vom Crawlen auszuschliessen.
- 2 Leistungsseiten
- Eine Seite pro Leistung oder Anwendung, mit einem eigenen Seitentitel und einer eigenen Beschreibung. Google bildet den Titel im Suchergebnis vor allem aus dem title-Element, also lohnt sich hier ein klarer, beschreibender Text statt «Startseite» oder «Produkte».
- 3 Belege
- Referenzen, Branchenseiten und technische Angaben, die zeigen, dass Sie es schon gemacht haben. Ohne sie wirken Leistungsseiten wie Behauptungen.
- 4 Entscheidungsinhalte
- Kostenfaktoren, Vergleiche und Auswahlkriterien. Diese Fragen stellt der Einkauf kurz vor der Anfrage, und kaum ein Mitbewerber beantwortet sie offen.
- 5 Fachartikel
- Erst dann allgemeinere Artikel zu Problemen und Anwendungen, jeweils mit einem Link auf die passende Leistungsseite.
- 6 Weitere Sprachen
- Französisch und Italienisch für die Seiten, die in der Deutschschweiz Anfragen bringen, jeweils von Fachleuten geprüft und mit hreflang verbunden.
Häufige Annahmen im B2B
Einige Ratschläge zu B2B-SEO halten einer Prüfung an Googles eigener Dokumentation nicht stand.
| Annahme | Was stimmt |
|---|---|
| «Google kann PDFs nicht richtig lesen.» | Nein. Google führt PDF ausdrücklich als indexierbaren Dateityp. Trotzdem gehören die Kerninformationen auf die Seite selbst, weil Besucher sie dort schneller finden. |
| «Begriffe mit wenig Suchvolumen lohnen sich nicht.» | Kommt darauf an. Im B2B kann ein Begriff mit wenigen Suchen pro Monat mehr wert sein als einer mit tausend, wenn er zu Ihren grössten Aufträgen passt. Das ist unsere Einschätzung. |
| «Lange Texte ranken besser.» | Nein. Laut Google spielt die Länge allein keine Rolle. Entscheidend ist, ob die Fragen vollständig beantwortet sind. |
| «Französische Seiten brauchen eine eigene Domain.» | Nein. Google akzeptiert Sprachversionen auch in Unterordnern. Wichtig ist, dass die Versionen über hreflang aufeinander verweisen. |
| «Besucher automatisch auf ihre Sprache umleiten.» | Nein. Google rät ausdrücklich davon ab, Nutzer anhand der vermuteten Sprache automatisch auf eine andere Sprachversion umzuleiten. Besser sind gut sichtbare Links zu den anderen Sprachen. |
| «Die Meta-Description bestimmt das Ranking.» | Nein. Google nutzt sie oft als Text im Suchergebnis, wenn sie die Seite besser beschreibt als der Inhalt. Sie beeinflusst damit vor allem, ob jemand klickt. Eine Wirkung auf den Platz beschreibt Google nicht. |
| «Ein Fachartikel pro Woche ist Pflicht.» | Nein. Google nennt keine Frequenz. Eine starke Leistungsseite bringt im B2B oft mehr als zehn allgemeine Blogartikel. |
Einkäufer fragen auch die KI
Einkäufer recherchieren heute auch in ChatGPT oder in der KI-Übersicht von Google. Für Google gilt laut eigener Dokumentation, dass eine Seite im Index stehen und mit Snippet angezeigt werden darf, um dort als Quelle zu erscheinen. Zusätzliche Anforderungen oder eine spezielle Datei braucht es nicht.
Für B2B-Firmen heisst das in unserer Einschätzung, dass genaue technische Angaben, echte Referenzen und eine klare Beschreibung, was Sie für wen tun, doppelt zählen. Die KI kann nur zitieren, was auf Ihrer Website steht. Mehr dazu unter GEO-SEO.
1'071 Antworten auf 55 Fragen aus der Schweiz, im Schnitt 16,4 Durchgänge pro Frage. Methode und Grenzen in der Studie zur KI-Sichtbarkeit.
Woran Sie B2B-SEO messen
Die Search Console von Google zeigt kostenlos, bei welchen Suchanfragen Ihre Seiten erscheinen und wie oft sie angeklickt werden. Das ist die Grundlage. Im B2B reicht das aber nicht, weil zwischen Klick und Auftrag oft Monate liegen.
Halten Sie deshalb bei jeder Anfrage fest, über welche Seite sie kam, und führen Sie das im CRM weiter bis zur Offerte. Erst dann sehen Sie, welche Seiten Umsatz bringen. Mehr dazu unter CRM für KMU.
Die häufigsten Fehler
- Nur der Firmenname rankt
Die Website wird gefunden, wer Sie schon kennt, aber nicht bei Suchen nach der Leistung.
- Interne Fachsprache
Produktnamen statt der Begriffe, die Kunden wirklich eingeben.
- Alles in einem PDF
Die Website ist leer, das Wissen steckt im Katalog.
- Keine Ansprechperson
Nur ein Formular, kein Name, keine Telefonnummer.
Wann B2B-SEO nicht passt
SEO ist im B2B oft sinnvoll, aber nicht immer der erste Hebel.
- Sehr kleiner Markt
Wenn Sie nur wenige Dutzend mögliche Kunden haben, ist die direkte Ansprache über Account-based Marketing oft wirksamer.
- Niemand sucht die Lösung
Neue Produkte, nach denen noch niemand sucht, brauchen zuerst Bekanntheit, etwa über LinkedIn oder Fachmessen.
- Verkauf nur über Ausschreibungen
Wer fast nur über öffentliche Ausschreibungen verkauft, gewinnt mit SEO wenig direkte Aufträge.
- Kurzfristiger Bedarf
SEO wirkt über Monate. Für schnelle Gespräche sind Outbound oder Anzeigen der direktere Weg.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und prüft für Kunden, wie sie in Google und in KI-Antworten erscheinen.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Google-Quellen unten
«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
Häufige Fragen zu B2B-SEO
Kurz beantwortet, mit dem Stand von Googles eigener Dokumentation.
Was ist der Unterschied zwischen B2B- und B2C-SEO?
Die Technik ist gleich, Google hat keine eigenen Regeln für B2B. Anders sind der Markt und die Kaufentscheidung. Es gibt weniger Suchen, mehr Entscheider, längere Verkaufszyklen und höhere Auftragswerte. Daraus folgen andere Seiten und andere Kennzahlen.
Lohnt sich SEO bei so wenig Suchvolumen?
Oft ja, wenn die wenigen Suchen genau zu Ihren Leistungen passen und ein Auftrag viel wert ist. Rechnen Sie mit dem Wert einer Anfrage, nicht mit der Zahl der Besucher. Wenn für Ihre Leistung praktisch niemand sucht, sind andere Kanäle besser.
Sollen technische Datenblätter als PDF oder als Seite online sein?
Am besten beides. Google kann PDFs indexieren, aber die wichtigsten Angaben gehören zusätzlich als Text auf die Seite. So finden Besucher sie schneller und Sie können von dort direkt zur Anfrage führen.
Wie lange dauert es, bis B2B-SEO wirkt?
Das lässt sich nicht garantieren. Google schreibt, dass manche Änderungen nach Stunden und andere erst nach Monaten wirken. Im B2B kommt die lange Entscheidungszeit der Kunden dazu. Planen Sie deshalb in Quartalen.
Welche Tools brauche ich für B2B-SEO?
Für den Anfang genügt die kostenlose Search Console von Google. Sie zeigt Suchanfragen, Klicks und Probleme mit dem Index. Ein Crawler wie Screaming Frog hilft, technische Fehler auf grösseren Websites zu finden. Kostenpflichtige SEO-Tools liefern Grössenordnungen für häufigere Begriffe, für Nischenbegriffe im B2B sind ihre Werte oft leer. Die wichtigste Quelle bleiben die Anfragen und Gespräche Ihres Vertriebs.
Braucht eine Schweizer B2B-Website mehrere Sprachen?
Wenn Sie in der Romandie oder im Tessin verkaufen, ja. Google empfiehlt für Sprachversionen eigene URLs und hreflang-Angaben, die gegenseitig aufeinander verweisen. Eine maschinelle Übersetzung ohne Prüfung reicht im B2B selten.
Weiterlesen
Quellen
- Google Search Central, «SEO Starter Guide», Abschnitte zu Inhaltslänge und Wartezeit, Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/fundamentals/seo-starter-guide
- Google Search Central, «File types indexable by Google», Stand 3.2.2026. developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/indexable-file-types
- Google Search Central, «Managing multi-regional and multilingual sites», Abschnitt zu automatischen Weiterleitungen, Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/specialty/international/managing-multi-regional-sites
- Google Search Central, «Tell Google about localized versions of your page», Stand 21.9.2026. developers.google.com/search/docs/specialty/international/localized-versions
- Google Ads Hilfe, «Use Keyword Planner», Hinweis zu Begriffen mit sehr geringem Suchvolumen, abgerufen 29.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/7337243
- Google Search Central, «Managing crawling of faceted navigation URLs», Stand 18.12.2025. developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/crawling-managing-faceted-navigation
- Google Search Central, «Influencing your title links» und «Control your snippets in search results», abgerufen 29.10.2026. developers.google.com/search/docs/appearance/title-link
- Google Search Central, «Creating helpful, reliable, people-first content», Stand 5.10.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/creating-helpful-content
- Google Search Central, «AI features and your website», Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features
- Google Search Central, «Get started with Search Console», Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/monitor-debug/search-console-start
- Malt Consulting, Studie zur KI-Sichtbarkeit Schweiz, eigene Messung 2026. maltconsulting.ch/ki-sichtbarkeit-studie-schweiz
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