KI im Marketing

KI beschleunigt Entwürfe, Recherche und Auswertungen. Was Ihr Marketing unterscheidbar macht, also eigenes Wissen, echte Projekte und belegte Aussagen, muss weiterhin von Ihnen kommen.

Konstantin Malt
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG · geprüft am 28. Oktober 2026
KI als WerkzeugThema dieser Seite Sichtbar in KI-AntwortenGEO-SEO Werbung in KIAnzeigen in ChatGPT

Was ist KI im Marketing?

KI im Marketing bedeutet, dass Werkzeuge wie ChatGPT, Gemini oder die automatischen Gebotsstrategien in Google Ads einzelne Marketingaufgaben übernehmen oder vorbereiten. Gut eignet sie sich für Entwürfe, Zusammenfassungen, Varianten und Auswertungen. Google erlaubt KI-Inhalte ausdrücklich, verlangt aber, dass sie richtig und nützlich sind und vor der Veröffentlichung von Menschen geprüft werden. Wer dagegen viele austauschbare Seiten mit KI erzeugt, verstösst gegen Googles Spamrichtlinien.

Grundlage sind Googles Leitfaden zu KI-generierten Inhalten (Stand 7. Oktober 2026), die Spamrichtlinien von Google (Stand 2. September 2026) und die Hinweise von EDÖB und BACS zu KI am Arbeitsplatz (16. Oktober 2026).

Drei Bedeutungen von KI-Marketing

Der Begriff wird für drei verschiedene Dinge verwendet. Diese Seite behandelt das erste.

BedeutungWorum es gehtMehr dazu
KI als WerkzeugSie nutzen KI, um Marketing schneller oder besser zu machen, etwa Texte, Bilder, AnalysenDiese Seite
Sichtbar in KI-AntwortenIhre Firma wird genannt, wenn Kunden ChatGPT oder die KI-Übersicht von Google fragenGEO-SEO und LLMO
Werbung in KIBezahlte Anzeigen innerhalb von KI-AssistentenChatGPT-Werbung in der Schweiz

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.

Wofür KI sich eignet

Unsere Einschätzung aus der Arbeit für Schweizer KMU, ergänzt um die Regeln von Google und den Schweizer Behörden.

AufgabeEinschätzung
Entwürfe für Texte, Mails und PostsGut geeignet. Schneller Start, aber jeder Text wird gegen die Fakten geprüft und in Ihre Tonalität gebracht.
Recherche und ZusammenfassungenGut geeignet. Lange Dokumente, Gesprächsnotizen oder Kundenfeedback lassen sich schnell verdichten. Quellen trotzdem selbst öffnen.
Auswertung von KampagnenGut geeignet. Muster in Daten aus Google Ads, Meta oder dem CRM erkennen. Die Schlussfolgerung bleibt Ihre.
Automatische Gebote in Google AdsMit Vorsicht. Funktioniert nur so gut wie die Conversion-Daten. Ohne sauberes Tracking optimiert das System auf das Falsche.
Übersetzungen in Französisch oder ItalienischMit Vorsicht. Brauchbarer Entwurf, aber vor der Veröffentlichung liest jemand mit Muttersprache.
Bilder und GrafikenMit Vorsicht. Für Illustrationen ja. Für Team, Projekte und Referenzen nein, dort sind echte Fotos der Beleg.
Chatbot auf der WebsiteMit Vorsicht. Nur mit eng begrenztem Wissen aus Ihren eigenen Seiten und einem klaren Weg zu einem Menschen. Für falsche Auskünfte haftet die Firma, nicht das Werkzeug.
Personalisierte E-Mails und SegmenteGut geeignet. Wenn das CRM sauber gepflegt ist und die Empfänger eingewilligt haben. Ohne gute Daten personalisiert die KI ins Leere.
Lead-Scoring mit KIMit Vorsicht. Ein Modell lernt aus abgeschlossenen Aufträgen. Wer im Jahr wenige Dutzend Abschlüsse hat, fährt mit einfachen Regeln wie Branche, Grösse und Anfragegrund oft besser.
Hunderte SEO-Seiten auf einmalNicht geeignet. Google nennt das Missbrauch mit in grossem Umfang generierten Inhalten.
Bewertungen oder Kundenstimmen erzeugenNicht geeignet. Erfundene Stimmen sind irreführend und können gegen das UWG verstossen.

KI einführen in fünf Schritten

Die häufigste Ursache für enttäuschende Ergebnisse ist nicht das Werkzeug, sondern die Reihenfolge. So gehen wir bei Schweizer KMU vor.

  • 1. Eine Aufgabe wählen
    • Eine wiederkehrende Arbeit, die heute Zeit kostet und deren Ergebnis Sie gut beurteilen können, etwa Anzeigentexte, Gesprächsnotizen oder den Monatsbericht.
    • Nicht mit dem schwierigsten Thema beginnen, sondern mit dem häufigsten.
  • 2. Wissen bereitstellen
    • Ein kurzes Dokument mit Positionierung, Zielkunden, Tonalität, Begriffen, die Sie nie verwenden, und guten Beispielen aus der Vergangenheit.
    • Dieses Dokument macht den Unterschied zwischen austauschbaren und eigenen Texten, nicht der einzelne Befehl.
  • 3. Regeln festhalten
    • Welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten nie hineingehören, etwa Gesundheitsdaten oder vertrauliche Offerten, und wer was freigibt.
    • Schweizer Schreibweise festlegen, also ss statt ß und Schweizer Begriffe wie Offerte statt Angebot, wo es passt.
  • 4. Vorher und nachher messen
    • Zeitaufwand pro Aufgabe und Qualität, zum Beispiel Korrekturschlaufen oder Anfragen aus einer Anzeige.
    • Erst wenn eine Aufgabe sauber läuft, die nächste dazunehmen.
  • 5. Ausbauen oder stoppen
    • Nach einigen Wochen ehrlich entscheiden, ob die Aufgabe bei KI bleibt. Manches geht von Hand schneller, als man denkt.

Was Google zu KI-Texten sagt

Google bewertet Inhalte nach ihrem Nutzen, nicht danach, wie sie entstanden sind. Im Leitfaden zu KI-generierten Inhalten weist Google aber darauf hin, dass generative Modelle keine Fakten abrufen, sondern eine wahrscheinliche Wortfolge vorhersagen. Deshalb sollen alle KI-Inhalte vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit geprüft werden, auch Seitentitel, Beschreibungen und Bildtexte.

Google empfiehlt ausserdem, Lesern zu erklären, wie ein Inhalt entstanden ist, wo das sinnvoll ist. Für Shops im Merchant Center gilt mehr. KI-generierte Bilder brauchen dort eine Kennzeichnung in den Bildmetadaten, KI-generierte Produkttexte müssen als solche markiert werden.

Was in der Schweiz gilt

Datenschutz. Das Datenschutzgesetz gilt laut EDÖB direkt für KI. Kundendaten gehören nur in Werkzeuge, deren Datenverwendung geregelt ist.

Gefälschte Bilder und Stimmen. Werden Gesichter oder Stimmen echter Personen verändert, muss das laut EDÖB deutlich erkennbar sein.

Urheberrecht. Rein KI-generierte Inhalte sind laut BACS nicht urheberrechtlich geschützt, weil das Gesetz nur menschliche Schöpfungen schützt. Eine Revision des Urheberrechts ist laut BACS in Arbeit.

Werbeaussagen. Unrichtige oder irreführende Angaben sind nach Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG unlauter, egal ob ein Mensch oder eine KI sie formuliert hat.

Daten im Ausland. Viele KI-Werkzeuge verarbeiten Daten in den USA. Werden Personendaten ins Ausland bekanntgegeben, gehört das nach Art. 19 Abs. 4 DSG mit dem Staat in die Datenschutzerklärung.

Gesetzgebung. Ein eigenes KI-Gesetz hat die Schweiz nicht. Der Bundesrat hat am 12. Februar 2025 entschieden, die KI-Konvention des Europarats zu übernehmen und bestehende Gesetze gezielt anzupassen. Wer Kunden in der EU anspricht, sollte zusätzlich die Transparenzpflichten der KI-Verordnung der EU in Art. 50 kennen, etwa für Deepfakes.

So arbeiten wir mit KI

Das Wissen kommt vom Menschen, die KI ordnet und formuliert, ein Mensch prüft und verantwortet das Ergebnis.

Wissen

Sie liefern, was nur Sie wissen

Fragen aus Verkaufsgesprächen, echte Projekte, eigene Zahlen und Fotos. Das ist der Teil, den kein Modell aus dem Internet kennt.

Entwurf

KI strukturiert und formuliert

Gliederung, erste Fassung, Varianten für Titel und Anzeigen. Schnell und günstig, aber noch nicht veröffentlichungsreif.

Prüfung

Ein Mensch gibt frei

Jede Zahl gegen die Quelle, jeder Name gegen die Website, jeder Satz gegen Ihre Tonalität. Erst dann geht etwas online.

Eine KI-Marketing-Agentur wählen

Diese Fragen helfen, seriöse Anbieter von reinen Textfabriken zu unterscheiden.

  • Prüfung
    • Wer liest jeden Text, bevor er veröffentlicht wird, und gegen welche Quellen?
  • Ihr Wissen
    • Wie kommt Ihr Fachwissen in die Inhalte, etwa über Gespräche mit Ihnen oder Ihrem Team?
  • Daten
    • Welche Werkzeuge werden genutzt, und werden Ihre Daten zum Training verwendet?
  • Menge
    • Wie viele Seiten pro Monat sind geplant, und warum genau so viele?
  • Messung
    • Woran wird Erfolg gemessen, an Anfragen und Aufträgen oder nur an Klicks?
90 %der ChatGPT-Antworten nannten in unserer Messung Quellen, im Schnitt 4,2 Websites pro Antwort.

1'071 Antworten auf 55 Fragen aus der Schweiz, im Schnitt 16,4 Durchgänge pro Frage. Methode und Grenzen in der Studie zur KI-Sichtbarkeit. Wer genannt werden will, braucht Inhalte, die eine KI als Quelle nutzen kann, mehr unter GEO-SEO.

Was KI im Marketing nicht kann

KI macht gutes Marketing schneller. Schwaches Marketing macht sie nicht gut.

  • Sie ersetzt keine Positionierung

    Wenn unklar ist, für wen Sie was anbieten, schreibt auch KI nur austauschbare Texte. Mehr unter Markenpositionierung.

  • Sie ersetzt keine Belege

    Referenzen, Fotos von echten Projekten und eigene Zahlen kann kein Modell erfinden, ohne dass es unseriös wird.

  • Sie macht jeden gleich

    Wenn alle Mitbewerber dieselben Werkzeuge mit denselben Fragen nutzen, klingen die Ergebnisse ähnlich. Unterschied entsteht durch Ihr Wissen.

  • Sie ist nicht fehlerfrei

    Sprachmodelle können falsche Fakten liefern. Wer ungeprüft veröffentlicht, riskiert seinen Ruf.

  • Sie nimmt Ihnen die Haftung nicht ab

    In Kanada musste Air Canada 2024 für eine falsche Auskunft ihres Chatbots einstehen. Das Gericht hielt fest, dass die Firma für alle Angaben auf ihrer Website verantwortlich ist, auch für die des Chatbots.

  • Sie braucht gute Daten

    Automatische Gebote und Auswertungen sind nur so gut wie die Messung dahinter. Zählt das Tracking falsche Conversions, optimiert die KI zuverlässig in die falsche Richtung.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting

Wer diese Seite geschrieben hat

Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung. Diese Seite ist mit Unterstützung von KI recherchiert und entworfen und von ihm gegen die Quellen unten geprüft.

  • AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
  • ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
  • Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Quellen unten

«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»

Kundenstimme auf maltconsulting.ch

«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»

Kundenstimme auf maltconsulting.ch

Häufige Fragen zu KI im Marketing

Kurz beantwortet, mit dem Stand Oktober 2026.

Bestraft Google Texte, die mit KI geschrieben sind?

Nein, nicht wegen der KI. Google bewertet den Nutzen eines Inhalts. Gegen die Spamrichtlinien verstösst, wer viele Seiten ohne Mehrwert vor allem zur Beeinflussung der Rankings erzeugt, egal mit welchem Werkzeug.

Muss ich KI-Inhalte kennzeichnen?

Eine allgemeine Pflicht für Marketingtexte nennen weder Google noch der EDÖB. Google empfiehlt aber, Lesern zu erklären, wie ein Inhalt entstanden ist, wo das sinnvoll ist. Pflicht ist die Kennzeichnung bei veränderten Bildern oder Stimmen echter Personen und bei KI-Bildern und KI-Produkttexten im Merchant Center.

Welche KI-Tools brauche ich für das Marketing?

Für die meisten KMU reicht ein allgemeiner KI-Assistent in der Business-Version und die KI-Funktionen in Werkzeugen, die Sie ohnehin nutzen, etwa Google Ads oder das CRM. Einen Überblick gibt die Seite KI-Tools.

Was macht eine KI-Marketing-Agentur anders?

Der Begriff ist nicht geschützt. Manche Agenturen meinen damit, dass sie selbst KI einsetzen, andere, dass sie Ihre Sichtbarkeit in ChatGPT verbessern. Fragen Sie nach, was genau gemeint ist, wer die Inhalte prüft und woran Erfolg gemessen wird.

Wie messe ich, ob KI etwas bringt?

Messen Sie pro Aufgabe zwei Dinge, die Zeit bis zum fertigen Ergebnis und dessen Wirkung, etwa die Klickrate einer Anzeige oder die Zahl der Anfragen aus einem Text. Halten Sie den Stand vor der Einführung fest, sonst lässt sich später nichts vergleichen.

Darf ich Kundendaten in ChatGPT eingeben?

Nur, wenn die Datenverwendung geregelt ist, etwa in einer Business-Version mit Vertrag zur Auftragsbearbeitung und ohne Training mit Ihren Daten. Besonders schützenswerte Daten wie Gesundheitsangaben gehören nicht in allgemeine KI-Werkzeuge. Im Zweifel anonymisieren Sie die Daten vorher.

Gehören mir Texte und Bilder, die eine KI erstellt hat?

Rein KI-generierte Inhalte sind laut BACS nach Schweizer Urheberrecht nicht geschützt, weil nur menschliche Schöpfungen geschützt sind. Bearbeiten Sie Inhalte stark selbst, kann das anders sein. Im Einzelfall hilft das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum weiter.

Weiterlesen

Quellen

  1. Google Search Central, «Leitfaden der Google Suche zur Verwendung von KI-generierten Inhalten auf deiner Website», Stand 7.10.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/using-gen-ai-content
  2. Google Search Central, «Spamrichtlinien für die Google Websuche», Stand 2.9.2026. developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies
  3. EDÖB, «Update. Geltendes Datenschutzgesetz ist auf KI direkt anwendbar», Stand 8.5.2025. edoeb.admin.ch/de/update-geltendes-datenschutzgesetz-ist-auf-ki-direkt-anwendbar
  4. Bundesamt für Cybersicherheit BACS mit EDÖB, «KI im Berufsalltag. Chancen nutzen, Daten schützen», Abschnitt zum Urheberrecht, Stand 16.10.2026. bacs.admin.ch/de/csm26-s3-de
  5. Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), SR 241, Art. 3 Abs. 1 lit. b. fedlex.admin.ch, SR 241
  6. Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), SR 235.1, Art. 19 Abs. 4. fedlex.admin.ch, SR 235.1
  7. Bundesamt für Justiz, «Künstliche Intelligenz», Entscheid des Bundesrats vom 12.2.2025, abgerufen am 29.10.2026. bj.admin.ch/de/kuenstliche-intelligenz
  8. Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz, Art. 50. eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj
  9. Civil Resolution Tribunal British Columbia, Moffatt v. Air Canada, 2024 BCCRT 149, 14.2.2024. canlii.org, 2024 BCCRT 149
  10. Malt Consulting, Studie zur KI-Sichtbarkeit Schweiz, eigene Messung 2026. maltconsulting.ch/ki-sichtbarkeit-studie-schweiz

Wo passt KI in Ihr Marketing?

Im Erstgespräch schauen wir Ihr Marketing an und sagen offen, wo KI Ihnen Arbeit abnimmt und wo eigenes Wissen und echte Belege nicht zu ersetzen sind.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Zuletzt geprüft am 28. Oktober 2026 von Konstantin Malt · Malt Consulting, Winterthur