LLMO einfach erklärt
LLMO ist ein neuer Name für ein altes Ziel. Ihre Firma soll dort richtig vorkommen, wo Kunden Fragen an ChatGPT, Gemini oder Perplexity stellen.

Was ist LLMO?
LLMO steht für Large Language Model Optimization, auf Deutsch LLM-Optimierung. Gemeint ist alles, was dazu beiträgt, dass Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini eine Firma kennen, richtig beschreiben und bei passenden Fragen nennen oder verlinken. LLMO ist kein Fachbegriff eines KI-Anbieters, sondern ein Name aus der Marketingbranche. Inhaltlich meint er fast dasselbe wie GEO. Google schreibt dazu, dass die Optimierung für die KI-Suche aus Sicht der Google-Suche weiterhin SEO ist.
Grundlage sind Googles Leitfaden für generative KI in der Suche (Stand 10. Juli 2026), Googles Hinweise zu SEO-Ratschlägen von Dritten (Stand 5. Juni 2026) sowie die Crawler-Dokumentationen von OpenAI, Anthropic und Google. Die Quellen stehen am Ende der Seite.
GEO, AEO, LLMO und AI SEO
Vier Begriffe, die oft durcheinandergehen. Wer eine Agentur beauftragt, sollte im Vertrag festhalten, was genau gemeint ist.
| Begriff | Was er meint |
|---|---|
| SEO, Search Engine Optimization | Sichtbarkeit in den normalen Ergebnissen von Google und Bing. Die Grundlage für alles Weitere. |
| GEO, Generative Engine Optimization | Sichtbarkeit in KI-Antworten mit Quellen, etwa in der KI-Übersicht von Google, in ChatGPT oder Perplexity. Der Begriff wurde 2023 durch eine gleichnamige Forschungsarbeit bekannt. |
| AEO, Answer Engine Optimization | Optimierung für direkte Antworten. Der Begriff ist älter und meinte zuerst hervorgehobene Snippets und Sprachassistenten, heute meist dasselbe wie GEO. |
| LLMO, LLM-Optimierung | Der Blick auf das Sprachmodell selbst. Wie eine Firma im Wissen des Modells und in seinen Antworten mit Websuche vorkommt. |
| AI SEO oder KI-SEO | Uneinheitlich. Manche meinen SEO mit Hilfe von KI-Werkzeugen, andere SEO für KI-Suchen. Immer nachfragen. |
Den Unterschied zwischen GEO und SEO erklären wir ausführlicher im Ratgeber GEO vs. SEO.
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Zwei Wege in eine KI-Antwort
Ein Sprachmodell kann eine Firma auf zwei Arten kennen. Beide werden über verschiedene Crawler gesteuert, und viele Ratgeber werfen sie in einen Topf.
Aus dem Training
Das Modell hat Texte über Ihre Firma beim Training gesehen. Welche Quelle dahintersteht, lässt sich nicht nachvollziehen, und das Wissen ist so alt wie die Trainingsdaten. Beeinflussen lässt sich das nur langfristig, über das, was im Netz über Sie steht.
Aus der Live-Suche
Das Modell sucht während der Antwort im Netz und nennt Quellen. Fachleute nennen das Retrieval-Augmented Generation. Google bestätigt, dass seine KI-Funktionen dafür den Suchindex nutzen. Hier wirkt eine gute, indexierte Seite direkt.
In der Live-Suche zerlegt das System eine Frage oft in mehrere Teilfragen und sucht sie gleichzeitig. Google nennt das Query Fan-out. Wer fragt, welcher Treuhänder in Winterthur sich mit Immobilien auskennt, löst vielleicht Suchen nach Fachgebiet, Ort, Bewertungen und Preisen aus. Ihre Seite kann deshalb über eine einzelne Teilfrage in die Antwort kommen, auch wenn sie beim Hauptbegriff nicht vorne steht. Welche Quelle am Schluss als Link erscheint, legt kein Anbieter offen. Eine Seite kann genutzt werden, ohne verlinkt zu sein.
| Crawler | Wofür er laut Anbieter dient |
|---|---|
| Googlebot | Google-Suche, auch KI-Übersicht und KI-Modus. Wer ihn sperrt, fehlt in beiden. |
| Google-Extended | Kein eigener Crawler, sondern ein Steuerzeichen für das Training und die Antworten von Gemini-Apps und Vertex AI. Laut Google ohne Einfluss auf die Google-Suche und kein Ranking-Signal. |
| OAI-SearchBot | Suche in ChatGPT. Laut OpenAI unabhängig vom Training steuerbar. |
| GPTBot | Training der Modelle von OpenAI. Eine Sperre betrifft laut OpenAI nicht die Suche. |
| Claude-SearchBot und Claude-User | Suche in Claude und Abrufe auf Anfrage von Nutzern. Eine Sperre kann laut Anthropic die Sichtbarkeit in den Suchantworten verringern. |
| ClaudeBot | Training der Modelle von Anthropic. |
Was belegt ist und was nicht
Wir ordnen jede verbreitete LLMO-Empfehlung in drei Klassen ein. Offiziell heisst, ein Anbieter schreibt es in seiner Dokumentation. Einschätzung heisst, plausibel und aus der Praxis, aber nicht bestätigt.
| Empfehlung | Beleglage |
|---|---|
| Die Seite muss im Index stehen und als Snippet erscheinen dürfen. | Offiziell. Google nennt das als Voraussetzung für die KI-Übersicht und den KI-Modus. Zusätzlich darf die Website in der Search Console nicht von den generativen KI-Funktionen ausgeschlossen sein. |
| Eigene Erfahrung und Inhalte, die nicht austauschbar sind. | Offiziell. Google empfiehlt ausdrücklich Inhalte von Fachleuten, die über Allgemeinwissen hinausgehen. |
| Such-Crawler der KI-Anbieter nicht aussperren. | Offiziell. OpenAI und Anthropic beschreiben, dass eine Sperre der Such-Crawler die Sichtbarkeit in ihren Suchantworten verhindert oder verringert. |
| Kerninhalte als Text im HTML statt nur per JavaScript. | Einschätzung. Google rendert JavaScript, andere Crawler nach Praxisbeobachtung deutlich weniger zuverlässig. |
| Gleiche Firmendaten auf allen Profilen. | Einschätzung. Hilft Menschen und Maschinen, die Firma eindeutig zuzuordnen. Eine Gewichtung ist nicht veröffentlicht. |
| Eine llms.txt-Datei anlegen. | Für Google ein Mythos. Google schreibt, dass man solche Dateien für die Google-Suche ignorieren kann. Mehr unter llms.txt. |
| Texte in kurze Häppchen zerlegen. | Kein Muss. Google nennt das Zerlegen als Taktik, die man für die Google-Suche ignorieren kann. |
| Erwähnungen in Foren und Verzeichnissen streuen. | Wenig wirksam. Laut Google bringen unechte Erwähnungen weniger, als man denkt. |
| Für jede mögliche Frage eine eigene Seite. | Riskant. Google wertet das als Spam durch skalierte Inhalte, wenn es vor allem der Beeinflussung dient. |
| Spezielles Schema-Markup für KI. | Nicht nötig. Strukturierte Daten helfen beim Verständnis einer Seite, sind laut Google aber keine Voraussetzung für die KI-Funktionen. |
Was Sie konkret tun können
Die Liste folgt der Reihenfolge, in der wir bei Kunden arbeiten. Jeder Punkt baut auf dem vorherigen auf.
- Zugang prüfen
- Ihre wichtigsten Seiten im Google-Index, ohne versehentliches noindex.
- In der robots.txt Googlebot, OAI-SearchBot und Claude-SearchBot nicht gesperrt.
- Ob Sie das Training erlauben, ist eine eigene Entscheidung und hat mit der Suche nichts zu tun.
- Fragen beantworten
- Pro Leistung eine Seite, die in wenigen Sätzen sagt, was Sie für wen und in welcher Region anbieten.
- Ablauf, Eignung, Kosten oder Preislogik und Grenzen auf derselben Seite.
- Eigenes zeigen
- Eigene Fotos, Referenzen mit Freigabe, Erfahrungswerte aus echten Projekten.
- Autor mit Foto und Qualifikation, Datum der letzten Prüfung, siehe E-E-A-T.
- Firmendaten angleichen
- Name, Adresse, Telefon und Leistungen auf Website, Google-Unternehmensprofil, local.ch, search.ch und LinkedIn identisch.
- Messen
- Die wichtigsten Kundenfragen mehrfach in ChatGPT, Perplexity und Google stellen, jeweils in neuen Unterhaltungen.
- Den Search-Console-Bericht für generative KI auswerten, siehe KI-Bericht in der Search Console.
Was Sie messen sollten
«Kommen wir in ChatGPT vor?» ist zu ungenau. Diese fünf Fragen trennen wir bei jeder Messung, weil sie unterschiedliche Ursachen haben.
| Messpunkt | Frage dahinter | Wenn es fehlt |
|---|---|---|
| Erwähnt | Kommt die Firma in der Antwort überhaupt vor? | Meist fehlt eine Seite, die genau diese Frage beantwortet, oder die Seite ist nicht auffindbar. |
| Richtig beschrieben | Stimmen Angebot, Ort, Gründungsjahr und Ansprechpersonen? | Widersprüchliche oder veraltete Angaben im Netz. Zuerst die eigenen Profile und Verzeichnisse korrigieren. |
| Positiv eingeordnet | Wird die Firma als passende Wahl genannt oder nur aufgezählt? | Es fehlen Belege wie Referenzen, Fachinhalte und echte Bewertungen. |
| Verlinkt | Erscheint die eigene Website als Quelle? | Andere Seiten beantworten die Teilfrage besser. Dann die eigene Seite vertiefen, nicht vervielfachen. |
| Besuche | Kommen Menschen aus KI-Diensten auf die Website? | In der Webanalyse als Verweise von Diensten wie chatgpt.com oder perplexity.ai sichtbar, oft aber auch als direkter Aufruf verbucht. |
Besonderheiten der Schweiz
In unserer Studie nannten 17 Prozent der ChatGPT-Antworten local.ch oder search.ch als Quelle. Schweizer Verzeichnisse sind also mehr als Pflicht. Was dort über Sie steht, kann direkt in eine Antwort einfliessen, und ein veralteter Eintrag wird mitzitiert.
Dazu kommt die Mehrsprachigkeit. Die Modelle greifen je nach Sprache der Frage auf die Quellen zurück, die es in dieser Sprache gibt. Wer Kunden in der Romandie gewinnen will, braucht eigene, gut übersetzte Seiten und sollte auch auf Französisch messen.
Falsche Angaben korrigieren
Erfindet ein Sprachmodell ein falsches Angebot oder eine alte Adresse, lässt sich das nicht beim Anbieter melden und sofort beheben. In der Live-Suche hilft, die Quelle des Fehlers zu finden. Oft ist es ein alter Verzeichniseintrag, eine frühere Version der eigenen Website oder ein Handelsregistereintrag, der nicht mehr zum Auftritt passt.
Korrigieren Sie zuerst diese Quellen und machen Sie die richtige Angabe auf der eigenen Website eindeutig. Was im Trainingswissen steckt, ändert sich erst mit späteren Modellversionen.
Warum ein Test nicht reicht
Sprachmodelle antworten nicht jedes Mal gleich. In unserer Studie haben wir 1'071 ChatGPT-Antworten auf 55 Fragen aus der Schweiz ausgewertet, im Schnitt 16,4 Durchgänge pro Frage. 90 Prozent der Antworten nannten Quellen, im Schnitt 4,2 Websites pro Antwort.
Zwei Antworten auf dieselbe Frage teilten im Schnitt nur 32 Prozent ihrer Quellen. Wer seine LLMO-Arbeit mit einem einzelnen Screenshot belegt, zeigt einen Zufall. Methode und Grenzen stehen in der Studie zur KI-Sichtbarkeit.
Eigene Messung von Malt Consulting, 2026. Die Werte gelten für unseren Testsatz unter den dokumentierten Bedingungen.
Was LLMO nicht leisten kann
Diese Grenzen sollten Sie kennen, bevor Sie Zeit oder Geld investieren.
- Keine Garantie
Niemand kontrolliert die Antworten eines Sprachmodells. Laut Google haben Drittanbieter keinen Zugriff auf interne Ranking-Daten.
- Kein schneller Einfluss aufs Training
Was ein Modell aus dem Training weiss, ändert sich erst mit neuen Modellversionen und nicht auf Bestellung.
- Keine gleiche Antwort für alle
Antworten unterscheiden sich nach Ort, Sprache, Konto und Verlauf. Darum braucht es viele Durchgänge.
- Kein Ersatz für Nachfrage
Fragt niemand nach Ihrer Leistung, bringt auch die beste Optimierung keine Anfragen.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und misst für Kunden, wie sie in Google und in KI-Antworten erscheinen.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Dokumentation von Google, OpenAI und Anthropic
Häufige Fragen zu LLMO
Kurz beantwortet, mit Stand der offiziellen Dokumentation.
Ist LLMO dasselbe wie GEO?
Weitgehend ja. Beide Begriffe meinen die Sichtbarkeit in Antworten von KI-Systemen. GEO betont die KI-Suche mit Quellen, LLMO das Sprachmodell selbst. In der Praxis sind die Massnahmen dieselben.
Was ist LLM SEO?
Ein weiterer Name für dasselbe Ziel. Gemeint ist SEO, das auch die Antworten von Sprachmodellen im Blick hat. Eine eigene Methode steht nicht dahinter.
Ist SEO durch LLMO überflüssig?
Nein. Google schreibt, dass seine KI-Funktionen den Suchindex und die bestehenden Ranking-Systeme nutzen. Auch ChatGPT und Claude durchsuchen für ihre Antworten das Netz. Eine Seite, die nicht gefunden wird, kann auch nicht zitiert werden.
Kann ich das Training sperren und trotzdem in der KI-Suche erscheinen?
Ja. OpenAI schreibt, dass OAI-SearchBot und GPTBot unabhängig voneinander gesteuert werden. Anthropic trennt ClaudeBot für das Training von Claude-SearchBot für die Suche. Bei Google beeinflusst eine Sperre über Google-Extended die Google-Suche laut Google nicht.
Brauche ich eine llms.txt?
Für die Google-Suche nein, Google schreibt das ausdrücklich. Ob andere Dienste die Datei nutzen, ist nicht verlässlich dokumentiert. Sie schadet nicht, ersetzt aber keine guten Inhalte.
Wie messe ich, ob LLMO wirkt?
Mit festgelegten Kundenfragen, die Sie vorher und nachher mehrfach stellen, und mit dem Search-Console-Bericht für generative KI. Berichten Sie Ergebnisse als «x von N» mit Datum und Bedingungen und vergleichen Sie nur gleiche Testaufbauten.
Weiterlesen
Quellen
- Google Search Central, «Optimizing your website for generative AI features on Google Search», Stand 10.7.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/ai-optimization-guide
- Google Search Central, «Google Search's guidance on using third-party SEO tools, services, and advice», Stand 5.6.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/third-party-seo
- Google Search Central, «AI features and your website», Abschnitt zu Query Fan-out, Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features
- Google for Developers, «Google's common crawlers», Abschnitt Google-Extended, Stand 15.10.2026. developers.google.com/crawling/docs/crawlers-fetchers/google-common-crawlers
- OpenAI, «Overview of OpenAI Crawlers», abgerufen am 28.10.2026. platform.openai.com/docs/bots
- Anthropic, «Does Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?», abgerufen am 28.10.2026. support.claude.com/en/articles/8896518
- Aggarwal et al., «GEO: Generative Engine Optimization», Forschungsarbeit, erstmals veröffentlicht November 2023. arxiv.org/abs/2311.09735
- Malt Consulting, Studie zur KI-Sichtbarkeit Schweiz, eigene Messung 2026. maltconsulting.ch/ki-sichtbarkeit-studie-schweiz
Was sagt die KI über Ihre Firma?
Im Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie wir die wichtigsten Fragen Ihrer Kunden messen, und sagen offen, welche Massnahmen bei Ihnen Sinn ergeben und welche nicht.
Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch