Scaled Content Abuse

Google stuft viele Seiten als Spam ein, wenn sie vor allem für das Ranking erzeugt wurden und Lesern nichts bringen. Ob ein Mensch oder eine KI sie geschrieben hat, spielt dabei keine Rolle.

Konstantin Malt
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG · geprüft am 28. Oktober 2026
HilfreichScaled Content Eine Seitemit eigenem Mehrwert KopieKopieKopieKopieKopieKopieKopieKopieKopie Zweck ist der LeserZweck ist das Ranking erlaubtVerstoss gegen Spam-Regeln

Was ist Scaled Content Abuse?

Scaled Content Abuse ist eine Spam-Richtlinie von Google. Sie liegt vor, wenn viele Seiten vor allem erzeugt werden, um Rankings zu manipulieren, und nicht, um Nutzern zu helfen. Typisch sind grosse Mengen an Inhalten ohne eigenen Wert, egal ob sie von Menschen, mit KI oder automatisch entstanden sind. Google hat die Richtlinie am 5. März 2024 eingeführt. Betroffene Seiten können laut Google schlechter ranken oder ganz aus den Ergebnissen verschwinden.

Grundlage sind Googles Spam-Richtlinien (Stand 28. August 2026), der Leitfaden zu generativer KI (Stand 1. Oktober 2026) und der Blogbeitrag vom 5. März 2024. Die Quellen stehen am Ende der Seite.

Die Beispiele von Google

Google nennt in den Spam-Richtlinien fünf Beispiele. Die Liste ist ausdrücklich nicht abschliessend.

1 Viele Seiten per KI
Mit generativer KI oder ähnlichen Werkzeugen viele Seiten erzeugen, ohne dass sie Nutzern etwas bringen.
2 Fremdes umformen
Feeds, Suchergebnisse oder andere Inhalte auslesen und daraus viele Seiten bauen, auch durch automatisches Umschreiben mit Synonymen oder Übersetzen.
3 Zusammenkleben
Inhalte verschiedener Websites zusammenfügen, ohne etwas Eigenes hinzuzufügen.
4 Masse verstecken
Mehrere Websites aufbauen, damit nicht auffällt, wie viele gleichartige Inhalte dahinterstehen.
5 Suchwörter ohne Sinn
Viele Seiten erstellen, die für Leser kaum Sinn ergeben, aber Suchbegriffe enthalten.
! Was Google dann rät
Wer solche Inhalte auf seiner Website hat, soll sie laut Google von der Suche ausschliessen, etwa mit noindex, oder sie so überarbeiten, dass sie Lesern wirklich helfen.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

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Was darunter fällt und was nicht

Die Einordnung folgt Googles Richtlinien. Wo Google keine ausdrückliche Aussage macht, ist das als unsere Einschätzung gekennzeichnet.

VorgehenEinordnung
KI hilft bei Recherche und Gliederung, eine Fachperson schreibt, prüft und ergänzt eigene ErfahrungErlaubt. Google schreibt, dass generative KI bei der Recherche und beim Strukturieren eigener Inhalte nützlich sein kann.
Hunderte Ortsseiten mit gleichem Text, nur der Ortsname wechseltVerstoss. Das fällt unter Scaled Content Abuse und zusätzlich unter die Regel gegen Doorway-Seiten für einzelne Regionen oder Städte.
Für jede Variante einer Suchfrage eine eigene SeiteVerstoss, wenn es vor allem darum geht, Rankings oder KI-Antworten zu beeinflussen. So steht es in Googles Leitfaden für generative KI in der Suche.
Fremde Artikel automatisch umschreiben oder übersetzen und veröffentlichenVerstoss. Google nennt das ausdrücklich als Beispiel, wenn kaum Mehrwert entsteht.
Viele Produktseiten aus echten Produktdaten eines ShopsEinschätzung. Nicht automatisch ein Verstoss. Entscheidend ist, ob jede Seite eine echte Leistung oder ein echtes Produkt mit eigenen Angaben zeigt.
Einige Standortseiten für echte Filialen mit eigenem Team, eigener Adresse und eigenen AngabenEinschätzung. In der Regel unproblematisch, weil jede Seite eine echte, unterschiedliche Information enthält.

Drei Fragen vor jeder Seite

Google gibt keine Seitenzahl und keine Formel vor. Diese drei Fragen leiten wir aus Googles Fragen zu hilfreichen Inhalten ab. Sie zeigen schnell, ob eine Seite Lesern dient.

Für wen?

Gibt es echte Leser dafür?

Google fragt, ob Ihre bestehenden oder künftigen Kunden die Seite nützlich fänden, wenn sie direkt zu Ihnen kämen. Gibt es diese Leser nicht, ist die Seite vor allem für Suchmaschinen gemacht.

Was neu?

Steht etwas Eigenes drin?

Google fragt, ob Sie vor allem zusammenfassen, was andere schreiben. Eigene Erfahrung, eigene Zahlen und echte Beispiele machen den Unterschied.

Geprüft?

Hat ein Mensch es gelesen?

Google hält es für entscheidend, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung von Hand auf Fakten zu prüfen, auch Titel, Beschreibung, strukturierte Daten und Bildtexte.

Warum das für GEO zählt

Am 15. Mai 2026 hat Google klargestellt, dass die Spam-Richtlinien auch für KI-Antworten in der Google-Suche gelten. In der Definition von Spam nennt Google heute auch ausdrücklich den Versuch, generative KI-Antworten in der Suche zu manipulieren.

Unsere Einschätzung, die keine Regel von Google ist, lautet so. Wer für jede denkbare KI-Frage eine eigene Seite erzeugt, geht ein echtes Risiko ein. Wenige starke Seiten, die eine ganze Kundenfrage beantworten, sind sicherer und nach Googles Leitfaden auch wirksamer. Mehr dazu unter GEO-SEO und LLMO.

Typische Warnzeichen

  • Seiten unterscheiden sich kaum

    Nur Ortsname, Branche oder Suchwort wechseln, der Rest bleibt gleich.

  • Niemand steht dahinter

    Kein Autor, keine Quelle, kein Datum, keine eigene Erfahrung.

  • Masse vor Nutzen

    Der Plan zählt Seiten pro Monat statt beantworteter Kundenfragen.

  • Ungelesen veröffentlicht

    Texte gehen online, ohne dass sie jemand in der Firma geprüft hat.

Verwandte Spam-Regeln

Scaled Content Abuse steht in Googles Richtlinien nicht allein. Diese Regeln werden oft verwechselt oder kommen zusammen vor.

A Doorway Abuse
Seiten oder Websites, die für sehr ähnliche Suchanfragen gebaut werden und Nutzer auf Zwischenseiten führen, etwa viele Seiten für einzelne Städte, die alle zur gleichen Seite leiten.
B Scraping
Inhalte anderer Websites übernehmen und leicht verändert veröffentlichen, ohne eigenen Mehrwert und teils ohne Quellenangabe.
C Site Reputation Abuse
Fremde Inhalte auf einer angesehenen Website veröffentlichen, damit sie von deren Ruf profitieren. Fremde Inhalte allein sind kein Verstoss.
D Expired Domain Abuse
Eine abgelaufene Domain kaufen und mit Inhalten ohne Wert füllen, um von ihrem früheren Ruf zu profitieren.

Selbsttest für KI-Inhalte

Diese Punkte stammen aus Googles Leitfaden zu generativer KI. Sie gelten für jede Seite, an der KI mitgeschrieben hat.

  • Fakten
    • Jede Zahl, jeden Namen und jedes Zitat von Hand prüfen. Google weist darauf hin, dass KI-Modelle keine Fakten abrufen, sondern wahrscheinliche Wortfolgen bilden.
  • Metadaten
    • Seitentitel, Beschreibung, strukturierte Daten und Bild-Alternativtexte genauso prüfen wie den Text, weil sie in den Suchergebnissen erscheinen können.
  • Eigene Substanz
    • Erfahrung aus eigenen Projekten, eigene Fotos, Preisrahmen oder Messwerte ergänzen.
    • Fehlt das, eher keine Seite veröffentlichen als eine austauschbare.
  • Transparenz
    • Wo Leser es erwarten, offenlegen, wie ein Inhalt entstanden ist und welche Rolle Automatisierung gespielt hat.
  • Verantwortung
    • Eine benannte Person steht für den Inhalt ein, mit Name und Qualifikation. Mehr dazu unter E-E-A-T.

Wenn es Sie trifft

Hat ein Mitarbeiter von Google einen Verstoss festgestellt, steht das im Bericht «Manuelle Massnahmen» der Search Console. Nach der Behebung können Sie dort eine erneute Überprüfung beantragen.

Häufiger wirken automatische Systeme ohne Nachricht, besonders bei einem Spam Update. Laut Google kann eine Website sich dann erholen, wenn die Systeme über Monate lernen, dass sie die Richtlinien einhält. Wann die letzten Spam Updates liefen, steht unter Google Core Update.

Was Google nicht sagt

  • Keine Grenze

    Google nennt keine Zahl von Seiten, ab der es heikel wird. Entscheidend ist der Zweck.

  • Kein KI-Detektor

    In den Richtlinien beschreibt Google kein Verfahren, das KI-Texte als solche erkennt und abwertet. Es geht um Wert und Absicht.

  • Keine Vorwarnung

    Automatische Abwertungen kommen ohne Nachricht in der Search Console.

  • Keine Garantie

    Auch wer alles richtig macht, hat keinen Anspruch auf gute Rankings.

Betroffene Seiten bereinigen

Google rät, solche Inhalte von der Suche auszuschliessen oder so zu überarbeiten, dass sie Lesern helfen. In der Praxis haben Sie vier Wege. Welcher passt, hängt davon ab, ob die Seite Besucher, Links oder einen echten Zweck hat.

WegWann er passtWorauf Sie achten
ÜberarbeitenDie Seite beantwortet eine echte Kundenfrage, die sonst nirgends auf Ihrer Website beantwortet wird.Eigene Erfahrung, Beispiele und Angaben ergänzen. Nur das Umformulieren von Sätzen reicht nicht.
ZusammenführenMehrere Seiten behandeln dieselbe Frage mit anderen Worten.Den besten Inhalt auf eine Seite bringen und die übrigen Adressen dauerhaft mit 301 auf diese Seite umleiten.
Mit noindex ausschliessenDie Seite ist für Besucher auf der Website nützlich, etwa als Filter oder Übersicht, bringt in der Suche aber nichts Eigenes.Die Seite darf nicht per robots.txt gesperrt sein, sonst sieht Google das noindex nicht.
LöschenDie Seite hat weder Besucher noch Links noch einen Zweck.Mit Statuscode 404 oder 410 entfernen und interne Links auf diese Adressen ebenfalls entfernen.

Prüfen Sie vor jedem Schritt in der Search Console, welche dieser Seiten überhaupt Klicks erhalten. Ein frühes Warnzeichen im Bericht zur Seitenindexierung ist, wenn auffallend viele Seiten einer Vorlage als gecrawlt, aber zurzeit nicht indexiert erscheinen. Google entscheidet dann oft selbst, dass diese Seiten keinen Platz im Index verdienen.

Ortsseiten in der Schweiz

Die Schweiz zählt über 2'000 Gemeinden. Für Handwerk und Dienstleister ist es verlockend, für jede Gemeinde im Einzugsgebiet eine Seite mit gleichem Text anzulegen. Genau das beschreibt Google als Doorway-Seiten für einzelne Regionen oder Städte.

Unsere Einschätzung lautet so. Eine Seite für eine Region lohnt sich, wenn Sie dort tatsächlich etwas Eigenes zeigen können, etwa Projekte vor Ort, einen Standort, ein Team oder regionale Vorschriften. Fehlt das, ist eine gute Leistungsseite mit klar genanntem Einzugsgebiet die bessere Wahl. Mehr dazu unter Google-Unternehmensprofil.

Mehrsprachige Websites

Google nennt das automatische Übersetzen fremder Inhalte ohne Mehrwert ausdrücklich als Beispiel für Scaled Content Abuse. Ihre eigenen Seiten auf Französisch oder Italienisch anzubieten, ist davon nicht gemeint.

Unsere Einschätzung, die keine Regel von Google ist, lautet so. Maschinell übersetzte Seiten sollte eine Person mit Sprachkenntnis gelesen und angepasst haben, bevor sie online gehen, mit Fachbegriffen, Ortsnamen und Beispielen aus der jeweiligen Sprachregion. Die Sprachversionen verknüpfen Sie mit hreflang, damit Google sie als zusammengehörig erkennt.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting

Wer diese Seite geschrieben hat

Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und prüft für Kunden, wie sie in Google und in KI-Antworten erscheinen.

  • AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
  • ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
  • Geprüft28. Oktober 2026, gegen Googles Spam-Richtlinien und die Quellen unten

Häufige Fragen

Kurz beantwortet, mit dem Stand von Googles Dokumentation vom 28. Oktober 2026.

Ist KI-generierter Inhalt automatisch Spam?

Nein. Google verbietet KI nicht. Gegen die Richtlinie verstösst, wer viele Seiten ohne Mehrwert vor allem für das Ranking erzeugt. Das gilt genauso für Texte, die Menschen in Masse schreiben.

Ab wie vielen Seiten wird es kritisch?

Google nennt keine Zahl. Zehn fast gleiche Seiten zu Synonymen können problematischer sein als hundert echte Produktseiten. Es zählt, ob jede Seite Lesern etwas Eigenes bietet.

Was ist der Unterschied zu Doorway-Seiten?

Doorway-Seiten zielen auf sehr ähnliche Suchanfragen und leiten Nutzer weiter, etwa viele Städteseiten, die zur gleichen Seite führen. Scaled Content Abuse ist breiter und betrifft jede Massenproduktion ohne Wert. Oft trifft beides zu.

Gilt die Regel auch für KI-Übersichten?

Ja. Seit dem 15. Mai 2026 stellt Google klar, dass die Spam-Richtlinien auch für generative KI-Antworten in der Google-Suche gelten.

Wie merke ich, ob meine Website betroffen ist?

Eine manuelle Massnahme sehen Sie in der Search Console. Automatische Abwertungen zeigen sich nur als Rückgang, oft im Zeitraum eines Spam Updates. Ein Vergleich mit den Daten im Search Status Dashboard hilft bei der Einordnung.

Was sagen die Richtlinien für Qualitätsprüfer dazu?

Googles Leitfaden zu generativer KI verweist auf zwei Abschnitte der Richtlinien für Qualitätsprüfer, 4.6.5 zu Scaled Content Abuse und 4.6.6 zu Inhalten mit wenig Aufwand und wenig Eigenständigkeit. Die Bewertungen der Prüfer fliessen laut Google nicht direkt in das Ranking ein, zeigen aber, wonach Google sucht.

Darf ich Seiten mit Hilfe von Daten automatisch erstellen?

Ja, wenn jede Seite echte, eigene Daten zeigt, die Leser suchen, etwa ein Produkt mit eigenen Angaben oder einen Standort mit eigenem Team. Heikel wird es, wenn die Daten nur einen Ortsnamen oder ein Suchwort austauschen und der Rest gleich bleibt.

Was hat sich 2024 geändert?

Am 5. März 2024 hat Google die Richtlinie eingeführt. Sie baut auf der älteren Regel zu automatisch erstellten Inhalten auf, gilt aber unabhängig davon, wie die Inhalte entstehen.

Weiterlesen

Quellen

  1. Google Search Central, «Spam policies for Google web search», Abschnitte Scaled content abuse, Doorway abuse, Scraping, Site reputation und Expired domain abuse, Stand 28.8.2026. developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies
  2. Google Search Central Blog, «What web creators should know about our March 2024 core update and new spam policies», 5.3.2024. developers.google.com/search/blog/2024/03/core-update-spam-policies
  3. Google Search Central, «Google Search's guidance on using generative AI content on your website», Stand 1.10.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/using-gen-ai-content
  4. Google Search Central, «Optimizing your website for generative AI features on Google Search», Stand 10.7.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/ai-optimization-guide
  5. Google Search Central, «Latest Google Search Documentation Updates», Eintrag vom 15.5.2026, Stand 26.10.2026. developers.google.com/search/updates
  6. Google Search Central, «Creating helpful, reliable, people-first content», Stand 5.10.2026. developers.google.com/search/docs/fundamentals/creating-helpful-content
  7. Google Search Central, «Redirects and Google Search» und «Block Search indexing with noindex», abgerufen am 29.10.2026. developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/301-redirects
  8. Bundesamt für Statistik, Amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz, abgerufen am 29.10.2026. bfs.admin.ch/bfs/de/home/grundlagen/agvch.html
  9. Google Search Central, «Google Search spam updates and your site», Stand 10.12.2025. developers.google.com/search/docs/appearance/spam-updates

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Zuletzt geprüft am 28. Oktober 2026 von Konstantin Malt · Malt Consulting, Winterthur