Google Ads Audit

Ein Audit zeigt, ob Ihr Google-Ads-Konto Anfragen zu Kosten bringt, die Ihr Geschäft trägt. Es beginnt bei Ihren Zahlen, nicht bei den Einstellungen.

Konstantin Malt
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG · geprüft am 28. Oktober 2026
1 Geschäft und Zahlen 2 Messung 3 Kontostruktur 4 Suchbegriffe 5 Anzeigen und Zielseite 6 Wirtschaftlichkeit 7 Wachstum

Was ist ein Ads Audit?

Ein Google Ads Audit ist eine strukturierte Prüfung Ihres Werbekontos. Ein gutes Audit beantwortet zuerst die Frage, welches Geschäftsergebnis das Konto bringt und wie zuverlässig das gemessen wird. Erst danach folgen Struktur, Suchbegriffe, Anzeigen und Zielseiten. Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste mit Befunden, Belegen aus dem Konto und dem nächsten Schritt. Eine Liste von Warnungen aus dem Konto selbst ist noch kein Audit.

Die Prüfreihenfolge ist unsere Empfehlung. Die Fakten zu Funktionen wie Änderungsverlauf, Zugriffsebenen, Optimierungsfaktor und Qualitätsfaktor stammen aus der Google-Ads-Hilfe, abgerufen am 28. Oktober 2026. Die Quellen stehen am Ende der Seite.

Wann sich ein Audit lohnt

Ein Audit lohnt sich, wenn Sie Geld in Google Ads investieren und nicht sicher sind, was es bringt. Das gilt für Konten, die Sie selbst betreuen, genauso wie für Konten, die eine Agentur oder ein Freelancer führt.

Wenn Sie vor allem wissen wollen, wer Ihr Konto künftig betreuen soll, finden Sie die passenden Fragen unter Google Ads Freelancer.

  • Kosten steigen

    Das Budget wächst, die Zahl der Anfragen nicht.

  • Anfragen passen nicht

    Es kommen Kontakte, aber selten Aufträge.

  • Plötzlicher Einbruch

    Von einer Woche auf die andere kommen deutlich weniger Anfragen.

  • Wechsel der Betreuung

    Vor dem Wechsel wissen, was gut läuft und was nicht.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.

Die sieben Ebenen

In dieser Reihenfolge sollte ein Konto geprüft werden. Die oberen Ebenen entscheiden, ob die unteren überhaupt richtig beurteilt werden können.

EbeneLeitfrage und was geprüft wird
1. Geschäft und ZahlenWas verkaufen Sie, zu welchem Auftragswert und Deckungsbeitrag, mit welcher Abschlussquote? Daraus folgt, was eine Anfrage höchstens kosten darf.
2. MessungZählt das Konto echte Anfragen? Primäre und sekundäre Conversions, Doppelzählungen, Telefonklicks als Conversion, Abgleich mit den Anfragen, die tatsächlich bei Ihnen ankommen.
3. KontostrukturSind Kampagnen nach Leistungen und Regionen sinnvoll getrennt? Suchen nach Ihrem Firmennamen getrennt von allen anderen, passende Gebotsstrategien, keine Überschneidungen.
4. SuchbegriffeWofür zahlen Sie wirklich? Bericht zu Suchbegriffen, ausgeschlossene Keywords, Standortoptionen, Geräte und Suchpartner.
5. Anzeigen und ZielseitePasst die Anzeige zur Suche und die Zielseite zur Anzeige? Klarheit des Angebots, Ladezeit auf dem Handy, Formular und Telefon. Mehr dazu unter Landingpage.
6. WirtschaftlichkeitWas kostet eine Anfrage, eine qualifizierte Anfrage und ein neuer Kunde? Wie viel davon kommt über Ihren Firmennamen, also von Kunden, die Sie ohnehin gefunden hätten?
7. WachstumWo verlieren Sie Reichweite wegen Budget oder Rang, welche Leistungen und Regionen fehlen, welche Tests lohnen sich?

Was ein Audit liefert

Ein brauchbares Audit lässt sich an drei Dingen erkennen. Fehlt eines davon, haben Sie eher eine Meinung als eine Prüfung.

Befund.

Was genau ist das Problem?

Konkret benannt, etwa welche Suchbegriffe Geld kosten, ohne Anfragen zu bringen, und nicht nur «Konto nicht optimal».

Beleg.

Woran sieht man es?

Zahlen aus Ihrem Konto mit Zeitraum, Bildschirmfotos aus den Berichten und der Abgleich mit Ihren echten Anfragen.

Folge.

Was zuerst, was später?

Eine Reihenfolge nach Wirkung und Aufwand. Messfehler kommen vor jeder Optimierung, weil sonst auf falsche Zahlen hin optimiert wird.

Checkliste zum Selbstprüfen

Diese Punkte können Sie in Ihrem Konto selbst nachsehen. Sie ersetzen kein vollständiges Audit, zeigen aber schnell, ob es grobe Lücken gibt.

  • Zugriff
    • Unter Zugriff und Sicherheit sehen Sie alle Personen mit Zugang. Mindestens eine Person Ihrer Firma sollte Administrator sein.
    • Für eine Prüfung durch Dritte bietet Google die Zugriffsebene «Schreibgeschützt». Damit lassen sich Kampagnen ansehen, aber nicht ändern.
  • Conversions
    • Prüfen Sie, welche Aktionen als primär markiert sind. Nur primäre Aktionen zählen laut Google für die Gebote.
    • Vergleichen Sie die Conversions eines Monats mit den Anfragen, die in diesem Monat wirklich bei Ihnen eingegangen sind.
  • Suchbegriffe
    • Im Bericht zu Suchbegriffen sehen Sie, bei welchen Suchen Ihre Anzeigen erschienen sind. Begriffe mit wenig Suchanfragen blendet Google aus Datenschutzgründen aus.
    • Notieren Sie Begriffe, für die Sie nie bezahlen wollen, etwa Jobs, Gratis oder Selbermachen.
  • Standort
    • In den erweiterten Standortoptionen wählen Sie zwischen «Präsenz» und «Präsenz oder Interesse». Standard ist laut Google beides, also auch Menschen, die sich nur für Ihre Region interessieren.
    • Für einen lokalen Betrieb ist nach unserer Einschätzung meist «Präsenz» passender.
  • Firmenname
    • Laufen Suchen nach Ihrem Firmennamen in einer eigenen Kampagne? Sonst wirkt das Konto besser, als es bei neuen Kunden ist.
  • Änderungsverlauf
    • Der Änderungsverlauf zeigt alle Änderungen der letzten zwei Jahre, wer sie wann gemacht hat. Bei einem Einbruch ist das der erste Blick.
  • Reichweite
    • Der Anteil an möglichen Impressionen zeigt, wie oft Ihre Anzeige hätte erscheinen können. Er beruht laut Google auf einer Schätzung, kleine Schwankungen sind kein Grund zum Handeln.

Befunde, die oft vorkommen

Diese Einstellungen sehen im Konto unauffällig aus, verzerren aber Zahlen oder Gebote. Sie sind der Grund, warum die Messung vor jeder Optimierung geprüft wird.

BefundWarum er zähltWas zu tun ist
Anfragen werden mit «Jede Conversion» gezähltSchickt jemand zwei Formulare, zählt das Konto zwei Anfragen. Google empfiehlt für Leads die Zählung «Eine Conversion», weil pro Klick in der Regel nur ein Lead zählt.Zählung bei Lead-Aktionen auf «Eine» stellen und die Vormonate mit dieser Brille neu lesen.
Telefonklick oder Seitenaufruf als primäre ConversionDie Gebotsstrategie optimiert auf das, was primär markiert ist. Zählt schon ein Klick auf die Nummer, kauft das Konto Klicks statt Gespräche.Nur echte Anfragen primär markieren, alles andere sekundär beobachten.
Empfehlungen werden automatisch angewendetGoogle übernimmt ausgewählte Empfehlungen dann regelmässig selbst, auf Kontoebene. Änderungen passieren, ohne dass jemand sie bewusst entschieden hat.In den Einstellungen zur automatischen Anwendung prüfen, was aktiv ist, und nur bewusst Gewähltes zulassen.
Suchkampagne läuft auch im Display-NetzwerkAnzeigen erscheinen dann auch auf Websites und in Apps, wo niemand aktiv sucht. Die Kennzahlen der Suche werden verwässert.In den Netzwerkeinstellungen der Kampagne prüfen und Ergebnisse nach Netzwerk getrennt ansehen.
Kein Abgleich mit AufträgenDas Konto kennt nur Anfragen, nicht, welche davon zu Aufträgen wurden. Es optimiert deshalb auf Menge statt auf Qualität.Abschlüsse aus dem CRM als Offline-Conversions zurückspielen, sobald genug Daten vorhanden sind. Mehr dazu unter CRM für KMU.
Zu kurzer PrüfzeitraumAnfragen kommen oft Tage nach dem Klick. Wer nur die letzten zwei Wochen ansieht, unterschätzt die jüngste Zeit und überschätzt kurzfristige Änderungen.Mehrere Monate vergleichen und Saisonalität mitdenken, etwa Ferienzeiten.

Was eine Anfrage kosten darf

Ohne diese Zahl lässt sich kein Konto beurteilen. Ein Rechenbeispiel zeigt, warum. Bei einem Klickpreis von CHF 6 und 4 Prozent Anfragen pro Klick kostet eine Anfrage CHF 150. Wird jede zehnte Anfrage zum Auftrag, kostet ein neuer Kunde CHF 1'500 an Werbung.

Ein Auftrag mit CHF 8'000 Deckungsbeitrag trägt das gut, einer mit CHF 300 nicht. Dieselben Kennzahlen im Konto bedeuten also für zwei Firmen das Gegenteil. Echte Klickpreise aus der Schweiz stehen unter Google Ads Kosten Schweiz.

Kein Audit, nur ein Hinweis

Der Optimierungsfaktor in Google Ads ist laut Google ein Schätzwert zwischen 0 und 100 Prozent. Er steigt, wenn Sie Empfehlungen übernehmen, aber auch, wenn Sie sie ablehnen. Er sagt nichts darüber, ob Ihre Werbung Gewinn bringt.

Auch der Qualitätsfaktor von 1 bis 10 ist laut Google ein Diagnosewerkzeug und wird in der Anzeigenauktion nicht berücksichtigt. Beide Werte sind nützliche Hinweise, ersetzen aber keinen Blick auf Anfragen und Aufträge.

Wie Malt Consulting prüft

Malt Consulting beginnt bei Ihrem Geschäft und nicht beim Konto. Zuerst klären wir, was Sie verkaufen, an wen und was ein neuer Kunde wert ist. Erst dann schauen wir, was das Konto dazu beiträgt, und welche Hebel zuerst zählen.

Umfang, Form der Ergebnisse und Zeitrahmen hängen von Ihrem Konto ab. Das klären wir im Erstgespräch. Soll das Konto danach laufend betreut werden, steht unter Google Ads Betreuung, was dazugehört.

Alternativen zum Audit

Mit der Checkliste oben finden Sie grobe Lücken selbst. Google bietet zudem kostenlosen persönlichen Support durch Google-Ads-Spezialisten an. Deren Empfehlungen kennen aber Ihre Marge, Ihre Kapazität und Ihren Vertrieb nicht.

Laufen viele Kampagnentypen gleichzeitig, etwa auch Performance Max, lohnt sich eher ein tieferes Audit als eine schnelle Selbstprüfung.

Wann ein Audit nicht passt

Ein Audit ist nicht immer der richtige erste Schritt. In diesen Fällen sagen wir das offen.

  • Zu wenig Daten

    Läuft ein Konto erst seit kurzem oder mit sehr kleinem Budget, gibt es wenig, das sich belastbar auswerten lässt.

  • Das Problem liegt im Vertrieb

    Kommen genug passende Anfragen, aber zu wenige Aufträge, liegt der Hebel im Angebot oder im Nachfassen, nicht im Konto.

  • Keine Nachfrage in der Suche

    Sucht kaum jemand nach Ihrer Leistung, hilft auch das beste Konto wenig. Dann sind andere Wege zur Neukundengewinnung sinnvoller.

  • Keine Garantie

    Ein Audit zeigt Ursachen und Prioritäten. Wie viele Anfragen danach kommen, kann niemand zusichern.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting

Wer diese Seite geschrieben hat

Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung, auch mit Google Ads, und beurteilt Kampagnen nach Anfragen und Aufträgen statt nach Klicks.

  • AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
  • ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
  • Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Google-Ads-Hilfe unten

«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»

Kundenstimme auf maltconsulting.ch

«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»

Kundenstimme auf maltconsulting.ch

Häufige Fragen zum Audit

Kurz beantwortet. Die Angaben zu Google Ads entsprechen dem Stand der Google-Hilfe vom 28. Oktober 2026.

Welchen Zugriff braucht es für ein Audit?

Zum Ansehen genügt die Zugriffsebene «Schreibgeschützt». Damit sind Kampagnen und Berichte sichtbar, Änderungen sind nicht möglich. Den Administratorzugriff behalten Sie.

Was kostet ein Google Ads Audit?

Das hängt von Grösse und Zustand des Kontos ab. Den Umfang klären wir im Erstgespräch.

Lohnt sich ein Audit, wenn eine Agentur das Konto betreut?

Ja, gerade dann. Ein unabhängiger Blick zeigt, ob die Berichte mit dem übereinstimmen, was im Konto und bei Ihren Anfragen tatsächlich passiert.

Ist der Optimierungsfaktor nicht schon ein Audit?

Nein. Er ist laut Google ein Schätzwert, der steigt, wenn Sie Empfehlungen übernehmen oder ablehnen. Ihre Marge, Ihre Abschlussquote und Ihre Kapazität kennt er nicht.

Welchen Zeitraum sollte ein Audit ansehen?

Mehrere Monate, damit Anfragen, die erst Tage nach dem Klick kommen, mitgezählt sind und Saisonschwankungen sichtbar werden. Für einen plötzlichen Einbruch kommt zusätzlich der Änderungsverlauf rund um das Datum dazu.

Was ist der Unterschied zur laufenden Betreuung?

Ein Audit ist eine Bestandsaufnahme mit Prioritäten. Die Betreuung setzt diese laufend um und prüft die Wirkung. Was dazugehört, steht unter Google Ads Betreuung.

Weiterlesen

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe, «Zugriffsebenen in Google Ads-Konten», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/9978556
  2. Google Ads-Hilfe, «Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/11461796
  3. Google Ads-Hilfe, «Conversion-Zählung», Empfehlung «Eine Conversion» für Leads, abgerufen am 29.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/3438531
  4. Google Ads-Hilfe, «Automatisch angewendete Empfehlungen», abgerufen am 29.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/10279006
  5. Google Ads-Hilfe, «Bericht zu Suchbegriffen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/2472708
  6. Google Ads-Hilfe, «Erweiterte Standortoptionen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/1722038
  7. Google Ads-Hilfe, «Änderungsverlauf», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/19888
  8. Google Ads-Hilfe, «Anteil an möglichen Impressionen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/2497703
  9. Google Ads-Hilfe, «Optimierungsfaktor», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/9061546
  10. Google Ads-Hilfe, «Qualitätsfaktor für Suchkampagnen», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/6167118
  11. Google Ads-Hilfe, «Performance Max-Kampagnen», Hinweis auf kostenlosen persönlichen Support, abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/10724817

Was bringt Ihr Konto wirklich?

Im Erstgespräch klären wir, was Sie verkaufen, was eine Anfrage kosten darf und wo Ihr Konto heute steht. Danach sagen wir offen, ob sich ein Audit für Sie lohnt.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Zuletzt geprüft am 28. Oktober 2026 von Konstantin Malt · Malt Consulting, Winterthur