Google Ads Freelancer
Freelancer, Agentur oder jemand im eigenen Team. Wichtiger als die Form ist, dass Konto, Daten und Messung Ihnen gehören und Sie jederzeit sehen, was Ihr Geld bewirkt.

Was macht ein Freelancer?
Ein Google-Ads-Freelancer ist eine selbstständige Fachperson, die Ihre Werbekampagnen in der Google-Suche aufsetzt, betreut und auswertet. Dazu gehören Suchbegriffe, Anzeigen, Budget, Gebotsstrategie, Conversion-Tracking und ein regelmässiger Bericht. Der Vorteil ist der direkte Draht zur Person, die tatsächlich im Konto arbeitet. Der Nachteil ist die Abhängigkeit von dieser einen Person. Ob Freelancer, Agentur oder interne Stelle, gute Betreuung erkennen Sie an denselben drei Dingen, nämlich am eigenen Konto, an sauberer Messung und an offenen Berichten.
Grundlage sind die Google-Ads-Hilfe zu Zugriffsebenen, Googles Richtlinie für Drittanbieter und Googles Leitfaden für Werbetreibende, die mit Dritten arbeiten, alle abgerufen am 28. Oktober 2026. Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Freelancer, Agentur, intern
Keine Form ist grundsätzlich besser. Die Tabelle zeigt, wo die typischen Stärken und Risiken liegen. Es ist unsere Einschätzung aus der Praxis, keine Regel.
| Form | Stärken, Risiken und wann sie passt |
|---|---|
| Freelancer | Sie sprechen mit der Person, die im Konto arbeitet. Meist tief in Google Ads, bei Website, Tracking und Vertrieb unterschiedlich stark. Das Ausfallrisiko ist hoch, wenn diese eine Person ausfällt. Passt gut, wenn ein Konto mit klarer Nachfrage betreut werden soll. |
| Agentur | Mehrere Fachleute für Kanäle, Design und Technik. Im Konto arbeitet aber nicht immer die Person aus dem Verkaufsgespräch, und Ansprechpersonen können wechseln. Das Honorar ist meist höher. Passt gut, wenn mehrere Kanäle gleichzeitig laufen. |
| Intern | Kennt das Geschäft am besten, hat aber oft wenig Vergleich mit anderen Konten. Zum Lohn kommen Weiterbildung und Tools, und das Wissen geht bei einer Kündigung mit. Passt gut, wenn Werbung ein grosser, dauernder Teil des Geschäfts ist. |
Was Google selbst verlangt
Google schreibt in seinen Richtlinien klar, worauf Werbetreibende Anspruch haben, wenn ein Dritter ihr Konto betreut. Diese drei Punkte gelten für jeden Freelancer und jede Agentur.
Ein eigenes Konto für Sie
Laut Googles Leitfaden muss ein Drittanbieter für Sie ein separates Google-Ads-Konto einrichten. Ihre Daten liegen also nicht in einem Sammelkonto des Dienstleisters.
Kosten, Klicks, Impressionen
Sie haben mindestens das Recht, Klicks, Impressionen und die Gesamtkosten Ihrer Anzeigen zu kennen. Gemeldet wird der Betrag, den Google verrechnet, ohne Gebühren des Dienstleisters.
Offen und schriftlich
Wer eine Verwaltungsgebühr verlangt, muss neue Kunden vor dem ersten Verkauf schriftlich darüber informieren und die Gebühr auf der Rechnung ausweisen.
Gute Betreuung erkennen
Diese Punkte prüfen wir, wenn wir ein bestehendes Konto übernehmen oder eine Zweitmeinung abgeben. Sie können sie auch selbst prüfen.
- Zugang und Eigentum
- Sie haben selbst Administratorzugriff. Nur Administratoren können laut Google Zugriffe vergeben, ändern und Verwaltungskonten trennen.
- Das Konto läuft auf Ihre Firma und Ihre Zahlungsart.
- Der Dienstleister arbeitet über einen eigenen Zugang oder ein verknüpftes Verwaltungskonto, das Sie jederzeit trennen können.
- Conversion-Tracking
- Gemessen werden echte Anfragen, Anrufe und Käufe, nicht Seitenaufrufe oder Scrolltiefe.
- Nur die wichtigen Ereignisse zählen für die Gebote, kein Ereignis wird doppelt gezählt.
- Ein Cookie-Banner mit Consent Mode ist eingerichtet, weil Google für die Schweiz Einwilligungen verlangt, wo sie rechtlich nötig sind.
- Reporting
- Kosten, Klicks und Impressionen direkt aus Google Ads, dazu Anfragen und Neukunden.
- Markensuchen und andere Suchen getrennt, damit Sie sehen, was wirklich neu dazukommt.
- Eine klare Empfehlung, was als Nächstes geändert wird und warum.
- Schweizer Besonderheiten
- Deutsch, Französisch und Italienisch laufen in getrennten Kampagnen mit eigenen Anzeigen und Zielseiten, nicht als übersetzte Kopie.
- Das Gebiet ist auf die Regionen begrenzt, die Sie wirklich bedienen, und auf Personen, die sich dort aufhalten, nicht nur dafür interessieren.
- Bearbeitet der Dienstleister Kundendaten, etwa Listen für den Kundenabgleich, regelt ein Vertrag die Auftragsbearbeitung nach dem Datenschutzgesetz.
- Laufende Arbeit
- Suchbegriffe werden regelmässig geprüft und unpassende ausgeschlossen.
- Empfehlungen von Google werden geprüft und nicht ungesehen übernommen.
- Grosse Umbauten erst, wenn genug Daten vorliegen.
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Honorarmodelle im Vergleich
Das Modell entscheidet mit, worauf ein Dienstleister achtet. Keines ist falsch, aber jedes setzt einen anderen Anreiz. Die Einordnung ist unsere Einschätzung.
| Modell | Anreiz und worauf Sie achten sollten |
|---|---|
| Stundensatz | Transparent für einzelne Aufgaben wie ein Audit. Bei laufender Betreuung schwer planbar. Verlangen Sie eine Schätzung und eine Zeiterfassung pro Aufgabe. |
| Monatspauschale | Planbar für beide Seiten. Lassen Sie schriftlich festhalten, welche Arbeiten im Monat enthalten sind, sonst bleibt unklar, was für das Geld passiert. |
| Prozent vom Werbebudget | Das Honorar steigt mit dem Budget, nicht mit dem Ergebnis. Wer so arbeitet, hat wenig Anreiz, Ihnen ein kleineres Budget zu empfehlen. Eine Unter- und Obergrenze entschärft das. |
| Erfolgsabhängig pro Anfrage | Klingt fair, verlangt aber eine saubere Definition, was eine gültige Anfrage ist, und Zugriff auf Ihre Daten. Ohne das entsteht Streit über die Zählung. |
| Aufschlag auf Klickpreise | Vorsicht. Rechnet jemand das Werbebudget selbst ab, sehen Sie nicht, was Google tatsächlich verrechnet hat. Google verlangt, dass Sie diese Kosten erfahren können. |
Was der Partner-Status heisst
Für das Logo «Google Partner» verlangt Google drei Dinge. Das Verwaltungskonto des Dienstleisters braucht einen Optimierungsfaktor von mindestens 70 %, mindestens 10'000 US-Dollar Werbeausgaben in den letzten 90 Tagen, umgerechnet ca. CHF 8'300, und mindestens die Hälfte der zuständigen Personen muss für Google Ads zertifiziert sein.
Der Optimierungsfaktor misst, wie weit ein Konto Googles Empfehlungen folgt. Laut Google ändert er sich, wenn Empfehlungen übernommen oder abgelehnt werden. Er sagt deshalb nichts darüber, ob Ihre Anfragen günstiger werden. Viele gute Freelancer erreichen die Ausgabenschwelle allein gar nicht.
Die ersten Wochen
- Zugang statt Passwort
Sie laden den Dienstleister mit eigener Adresse ein und behalten die Administration.
- Messung vor Kampagnen
Zuerst wird geprüft, ob Anfragen und Anrufe richtig gezählt werden. Im B2B lohnt es sich, gewonnene Aufträge aus dem CRM zurückzuspielen, damit Google auf Kunden statt auf Formulare optimiert.
- Suchbegriffe lesen
Der Bericht der tatsächlichen Suchanfragen zeigt rasch, wofür bisher bezahlt wurde.
- Erst dann umbauen
Grosse Änderungen an Struktur und Geboten folgen, wenn Messung und Daten stimmen.
Fragen vor dem Auftrag
Stellen Sie diese Fragen jedem Anbieter, auch uns. Klare Antworten sind ein gutes Zeichen, ausweichende ein Warnsignal.
- Gehört das Konto mir, und behalte ich es beim Wechsel?
Die Antwort sollte ein klares Ja sein, samt Kampagnen, Daten und Tracking.
- Wer arbeitet konkret in meinem Konto?
Lassen Sie sich die Person nennen, nicht nur das Team.
- Was zählt bei Ihnen als Conversion?
Gute Anbieter fragen zuerst, was ein Kunde für Sie wert ist, und richten die Messung danach aus.
- Wie hoch ist Ihr Honorar, getrennt vom Werbebudget?
Das Werbebudget geht direkt an Google. Das Honorar sollte separat und schriftlich stehen.
- Was steht im monatlichen Bericht?
Lassen Sie sich ein Beispiel zeigen. Fehlen Anfragen und Kosten pro Anfrage, fehlt das Wichtigste.
- Welche Kündigungsfrist gilt?
Lange Mindestlaufzeiten ohne Grund sind bei einem Konto, das Ihnen gehört, schwer zu begründen.
Wie Malt Consulting arbeitet
Malt Consulting ist inhabergeführt. Konstantin Malt verantwortet Strategie, Kundenführung und die Qualität der Ergebnisse selbst, die Umsetzung erfolgt mit einem Netzwerk spezialisierter Freelancer und Partner. Google Ads ist bei uns Teil der Kundengewinnung, zusammen mit Zielseite und Anfrageprozess.
Sinnvoll ist es, mit Ihren Zahlen zu beginnen, also Auftragswert, Deckungsbeitrag und Abschlussquote, und daraus zu rechnen, was eine Anfrage kosten darf. Erst dann folgen Tracking, Kampagnen und Zielseite. Was das im Einzelnen umfasst, steht unter Google Ads Betreuung.
Was Werbung kostet
Zum Honorar kommt das Werbebudget, das Sie direkt an Google zahlen. Wie hoch Klickpreise in der Schweiz ausfallen und wie Sie ein sinnvolles Budget festlegen, erklären wir auf der Seite Google Ads Kosten in der Schweiz.
Wie Google Ads mit anderen bezahlten Kanälen zusammenspielt und welche Kennzahlen zählen, steht unter Performance Marketing.
Wann es nicht passt
Eine Einzelperson ist nicht für jede Situation die richtige Wahl, auch wir nicht. Das sollten Sie vorher wissen.
- Viele Kanäle zugleich
Laufen Google, Meta, LinkedIn, Shopping und Video gleichzeitig mit grossen Budgets, braucht es meist mehrere Fachleute.
- Werbung als Kerngeschäft
Ist bezahlte Werbung ein grosser Teil Ihres Umsatzes, lohnt sich oft eine eigene Stelle, unterstützt von externer Prüfung.
- Keine Nachfrage in der Suche
Sucht kaum jemand nach Ihrer Leistung, hilft auch die beste Betreuung wenig. Dann sind andere Wege zur Neukundengewinnung sinnvoller.
- Keine Garantie auf Ergebnisse
Niemand kann eine bestimmte Zahl an Anfragen versprechen. Wer das tut, kennt Ihr Geschäft noch nicht.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und betreut die Google-Ads-Konten seiner Kunden selbst.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Google-Quellen unten
«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
Häufige Fragen
Kurz beantwortet, mit dem Stand der Google-Dokumentation vom 28. Oktober 2026.
Was ist der Unterschied zwischen einem Google-Ads-Freelancer und einem Berater?
Die Begriffe werden oft gleich verwendet. Ein Berater prüft und empfiehlt eher, ein Freelancer setzt eher um. Für Sie zählt, ob die Person beides kann, also Ihr Geschäft versteht und im Konto sauber arbeitet.
Was kostet ein Google-Ads-Freelancer?
Das hängt von Umfang, Anzahl Kampagnen und Betreuungsrhythmus ab. Wichtig ist, dass Honorar und Werbebudget getrennt sind. Laut Google müssen Dienstleister eine Verwaltungsgebühr vor dem ersten Verkauf schriftlich offenlegen.
Muss ich dem Freelancer meine Zugangsdaten geben?
Nein. Sie laden die Person mit eigener E-Mail-Adresse in Ihr Konto ein und wählen die Zugriffsebene, etwa Standard. Den Administratorzugriff behalten Sie selbst.
Ist eine Google-Partner-Agentur besser?
Ein Partner-Status zeigt, dass bestimmte Anforderungen von Google erfüllt sind. Er sagt wenig darüber, wer in Ihrem Konto arbeitet und wie gut Ihr Tracking ist. Prüfen Sie die Punkte auf dieser Seite unabhängig vom Status.
Was mache ich, wenn jemand behauptet, von Google zu sein?
Google rät, nach dem Namen zu fragen und um eine E-Mail von einer Adresse mit @google.com zu bitten. Eine Gmail-Adresse beweist keine Verbindung zu Google.
Kann ich die Betreuung später selbst übernehmen?
Ja, wenn das Konto Ihnen gehört und das Tracking dokumentiert ist. Lassen Sie sich bei jedem Wechsel schriftlich geben, welche Conversions wofür zählen, welche Ausschlusslisten bestehen und welche Tags auf der Website laufen.
Was gilt bei einem Freelancer aus Deutschland?
Rechnet ein Anbieter ohne Schweizer Mehrwertsteuernummer aus dem Ausland ab, kann Bezugsteuer anfallen. Ist Ihre Firma nicht mehrwertsteuerpflichtig, gilt das laut Mehrwertsteuergesetz, sobald Sie im Kalenderjahr für mehr als 10'000 Franken solche Leistungen beziehen. Ist sie steuerpflichtig, deklarieren Sie solche Bezüge ohnehin. Klären Sie das mit Ihrer Treuhand.
Weiterlesen
Quellen
- Google Ads Hilfe, «About access levels in your Google Ads account», abgerufen 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/9978556
- Google Werberichtlinien, «Google third-party policy», abgerufen 28.10.2026. support.google.com/adspolicy/answer/6086450
- Google Werberichtlinien, «Advertiser guide: Working with third parties», abgerufen 28.10.2026. support.google.com/adspolicy/answer/9457109
- Google, «EU user consent policy», Geltungsbereich EWR, Vereinigtes Königreich und Schweiz, abgerufen 28.10.2026. google.com/about/company/user-consent-policy
- Google Ads Hilfe, «About consent mode», abgerufen 28.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/10000067
- Google Ads Hilfe, «Anforderungen für das Google Partner-Logo» (Optimierungsfaktor 70 %, 10'000 USD in 90 Tagen, Zertifizierung), abgerufen 29.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/9702452
- Google Ads Hilfe, «Optimierungsfaktor», abgerufen 29.10.2026. support.google.com/google-ads/answer/9061546
- Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer (MWSTG), Art. 45 Bezugsteuer, SR 641.20. fedlex.admin.ch, SR 641.20
- Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), Art. 9 Bearbeitung durch Auftragsbearbeiter, SR 235.1. fedlex.admin.ch, SR 235.1
- Europäische Zentralbank, Referenzkurs vom 28.10.2026, 1 USD = 0.8306 CHF, für die Umrechnung auf dieser Seite.
Wollen Sie wissen, wie gut Ihr Konto betreut ist?
Im Erstgespräch gehen wir die Fragen von dieser Seite gemeinsam durch, auf Wunsch direkt in Ihrem Google-Ads-Konto, und sagen offen, ob sich ein Wechsel lohnt.
Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch