LinkedIn Werbung Kosten

LinkedIn verkauft Anzeigen in einer Auktion. Was Sie bezahlen, hängt von Zielgruppe, Ziel und Gebotsstrategie ab, und in der Schweiz zusätzlich davon, wie klein Ihre Zielgruppe ist.

Konstantin Malt
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG · geprüft am 28. Oktober 2026
300Minimum 50'000allgemeine Empfehlung 300'000Empfehlung für Sponsored Content Mitglieder pro Zielgruppe laut LinkedIn

Was kostet LinkedIn-Werbung?

LinkedIn-Werbung hat keinen festen Preis. Bei jeder freien Anzeigenfläche läuft eine Auktion, und die Kosten hängen laut LinkedIn von der Zielgruppe, der Gebotsstrategie, dem Werbeziel und der Relevanz Ihrer Anzeige ab. Wofür Sie bezahlen, bestimmen Optimierungsziel und Gebotsstrategie, etwa Einblendungen, Klicks, Videoaufrufe oder versendete Nachrichten. Mit der Strategie «Maximale Auslieferung» wird immer nach Einblendungen abgerechnet. Das Budget legen Sie pro Kampagne oder Anzeigengruppe als Tages- oder Laufzeitbudget fest.

Grundlage sind die Hilfeseiten von LinkedIn Marketing Solutions zu Kosten, Gebotsstrategien, zielbasierter Abrechnung, Budgets und Zielgruppengrösse, abgerufen am 28. Oktober 2026. Die Quellen stehen am Ende der Seite.

Wovon der Preis abhängt

LinkedIn nennt vier Faktoren. Die ersten drei legen Sie fest, der vierte ergibt sich aus der Qualität Ihrer Anzeige.

1 Die Zielgruppe
Sie bieten gegen andere Werbetreibende, die dieselben Mitglieder erreichen wollen. Je gefragter die Zielgruppe, desto teurer wird es. Geschäftsführer in der Industrie sind begehrter als eine breite Zielgruppe.
2 Die Gebotsstrategie
Maximale Auslieferung, Kostenobergrenze oder manuelles Gebot. Die Strategie entscheidet mit, was Sie pro Ergebnis zahlen und wofür abgerechnet wird.
3 Das Werbeziel
Das Ziel bestimmt, welche Formate, Optimierungsziele und Gebotsstrategien zur Verfügung stehen, und damit auch die Abrechnung.
4 Die Relevanz
LinkedIn vergibt Relevanzwerte nach Klickrate, Kommentaren, Likes und Shares. Je relevanter die Anzeige, desto tiefer laut LinkedIn der Preis. Den früheren Qualitätswert für Anzeigengruppen hat LinkedIn im August 2024 abgeschafft.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.

Die drei Gebotsstrategien

Bei Kostenobergrenze und manuellem Gebot zeigt der Campaign Manager eine Spanne, was andere Werbetreibende für dieselbe Zielgruppe bieten. Das ist der beste Anhaltspunkt für Ihren Preis.

StrategieWie sie arbeitet und wie abgerechnet wird
Maximale AuslieferungLinkedIn bietet automatisch und versucht, das ganze Budget mit möglichst vielen Ergebnissen auszugeben. Abgerechnet wird nach Einblendungen. Ein Gebot oder eine Obergrenze lässt sich nicht setzen.
KostenobergrenzeSie nennen einen durchschnittlichen Höchstbetrag pro Ergebnis, etwa pro Lead. LinkedIn versucht, darunter zu bleiben. Abgerechnet wird nach Einblendungen. Ob das Budget ausgegeben wird, hängt von der Obergrenze ab.
Manuelles GebotSie bestimmen das Gebot selbst. Je nach Ziel und Format zahlen Sie pro Klick, pro tausend Einblendungen, pro Videoaufruf oder pro versendeter Nachricht. Am meisten Kontrolle, aber laut LinkedIn nicht unbedingt gleich viele Ergebnisse.

Ein Videoaufruf zählt laut LinkedIn ab zwei Sekunden Wiedergabe, wenn mindestens die Hälfte des Videos sichtbar ist. Neue Anzeigengruppen mit maximaler Auslieferung durchlaufen eine Lernphase, in der die Ergebnisse schwanken.

Wie das Budget läuft

Ein Tagesbudget ist laut LinkedIn ein Durchschnitt. An einem Tag kann die Ausgabe bis zu 100 % höher liegen. Bei einem fortlaufenden Zeitplan gibt LinkedIn pro Woche von Montag bis Sonntag aber nie mehr als das Siebenfache aus. Bei einem festen Zeitraum ist die Obergrenze das Tagesbudget mal die Zahl der Tage.

Beim Laufzeitbudget schwankt die Ausgabe von Tag zu Tag stärker, das Gesamtbudget wird aber nie überschritten. Ist ein Laufzeitbudget für die gewählte Dauer zu klein, zeigt der Campaign Manager den Mindestbetrag an. Anzeigengruppen starten um Mitternacht nach UTC, also im Winter um 1 Uhr Schweizer Zeit.

Was man vorher wissen muss

  • Währung ist fix

    Währung und verknüpfte Unternehmensseite lassen sich nach dem Anlegen des Werbekontos laut LinkedIn nicht mehr ändern.

  • Budgetvorschlag

    Der Campaign Manager schlägt für neue Anzeigengruppen ein Tagesbudget vor, laut LinkedIn derzeit nur in US-Dollar und Euro.

  • Kein kurzfristiger Start

    Ein gesetzter Starttermin lässt sich nicht auf die nächsten 24 Stunden vorziehen.

  • Kampagnenbudget

    Mit der Budgetoptimierung auf Kampagnenebene verteilt LinkedIn das Budget selbst auf die Anzeigengruppen.

Mindestbudget und Testbudget

LinkedIn nennt auf seiner Werbeseite ein Mindest-Tagesbudget ab 10 US-Dollar, umgerechnet ca. CHF 8.30. Das ist die technische Untergrenze. Was ein aussagekräftiger Test kostet, hängt dagegen davon ab, wie viele Ergebnisse Sie für eine Entscheidung brauchen.

GrösseWoher sie kommtWie Sie damit rechnen
Mindest-TagesbudgetAb 10 US-Dollar laut LinkedIn, ca. CHF 8.30Reicht zum Starten, aber selten für genug Leads in einer Schweizer Zielgruppe.
Zulässige Kosten pro LeadIhr Auftragswert und Ihre Abschlussquoten, siehe das Rechenbeispiel untenDie Obergrenze, ab der sich der Kanal nicht mehr rechnet.
Anzahl Leads für eine AussageIhre eigene EntscheidungsregelWenige Leads sagen kaum etwas über Qualität. Legen Sie vor dem Start fest, wie viele es für einen Entscheid braucht.
TestbudgetKosten pro Lead mal benötigte LeadsBeispiel mit Annahmen, CHF 150 pro Lead mal 20 Leads ergibt CHF 3'000 Werbebudget.
Weitere KostenBilder, Videos, Texte, Formular, BetreuungFallen zusätzlich zum Werbebudget an und werden in Rechnungen oft vergessen.

Die Schweizer Besonderheit

LinkedIn nennt Zahlen zur Grösse von Zielgruppen. In einem kleinen Land wie der Schweiz entscheidet diese Grenze oft darüber, ob eine Kampagne überhaupt sinnvoll ausgeliefert werden kann.

300

Mitglieder als Minimum

Darunter lässt sich eine Anzeigengruppe laut LinkedIn nicht starten. LinkedIn empfiehlt allgemein mindestens 50'000 Mitglieder.

300'000

für Sponsored Content

Für Beiträge im Feed und Nachrichten-Anzeigen empfiehlt LinkedIn mindestens 300'000 Mitglieder. Eine Nische in der Deutschschweiz erreicht das selten.

Opt-in

Eigene Listen

Matched Audiences, also hochgeladene Firmen- und Kontaktlisten, sind im EWR und in der Schweiz laut LinkedIn nur mit Mitgliedern möglich, die dem zugestimmt haben.

Unsere Einschätzung aus der Praxis, keine Angabe von LinkedIn, lautet so. Eine sehr enge Schweizer Zielgruppe wird schnell teuer pro Kontakt und sieht dieselbe Anzeige oft. Wer gezielt wenige Firmen erreichen will, kombiniert Werbung besser mit direkter Ansprache, wie unter Account-Based Marketing beschrieben.

Wofür Sie je nach Ziel zahlen

Ein Auszug aus der zielbasierten Abrechnung von LinkedIn. Mit maximaler Auslieferung und Kostenobergrenze wird bei Sponsored Content immer nach Einblendungen abgerechnet, die Unterschiede liegen beim manuellen Gebot.

WerbezielAbrechnung mit manuellem Gebot
MarkenbekanntheitEinblendungen. Bei Nachrichten-Anzeigen pro versendeter Nachricht.
WebsitebesucheKlicks auf die Zielseite oder Einblendungen.
InteraktionKlicks auf Interaktionen, etwa auf die Zielseite, die Unternehmensseite oder «Folgen», oder Einblendungen.
VideoaufrufeVideoaufrufe oder Einblendungen.
Lead-GenerierungKlicks auf das Formular, die Unternehmensseite oder Interaktionen, oder Einblendungen. Bei Nachrichten-Anzeigen pro Versand.
Website-ConversionsKlicks auf die Zielseite oder Einblendungen.

Ein Rechenbeispiel

Rechnen Sie vom Auftrag aus rückwärts. Angenommen, ein Neukunde bringt Ihnen über die erste Zusammenarbeit CHF 12'000 Deckungsbeitrag, und Sie wollen höchstens ein Viertel davon, also CHF 3'000, für die Gewinnung einsetzen.

Wird angenommen jedes fünfte Erstgespräch zum Auftrag, darf ein Gespräch höchstens CHF 600 kosten. Wird angenommen jeder vierte Lead zu einem Gespräch, darf ein Lead höchstens CHF 150 kosten. Diese Zahl vergleichen Sie mit den Kosten pro Lead aus einem ersten Test.

Was die Annahmen bedeuten

Alle Werte sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Durchschnittswerte und keine Prognose. Klickpreise aus Blogartikeln stammen meist aus dem US-Markt und sagen wenig über eine Schweizer Zielgruppe aus.

Die verlässlichste Zahl für Ihr Konto ist die Gebotsspanne, die der Campaign Manager für Ihre Zielgruppe anzeigt, und danach die gemessenen Kosten pro Lead. Was LinkedIn für B2B leisten kann und welche Formate es gibt, steht unter LinkedIn Ads.

Wo Budget verloren geht

Die meisten teuren Konten haben kein Problem mit dem Klickpreis, sondern mit Einstellungen, die Geld an die falschen Personen verteilen. Diese Punkte prüfen wir vor jedem Start.

  • Reichweite ausserhalb von LinkedIn
    • Prüfen, ob das LinkedIn Audience Network aktiv ist. Es spielt Anzeigen auf Partnerseiten aus, was bei Entscheider-Zielgruppen oft wenig bringt.
    • Prüfen, ob die Zielgruppenerweiterung eingeschaltet ist. Sie vergrössert die Zielgruppe über Ihre Kriterien hinaus.
  • Sprache
    • LinkedIn richtet die Sprache nach der Profilsprache. Viele Schweizer Entscheider nutzen LinkedIn auf Englisch. Wer nur Deutsch auswählt, verliert sie.
    • Eine eigene Anzeigengruppe pro Sprache statt einer gemischten.
  • Häufigkeit
    • In kleinen Schweizer Zielgruppen sehen dieselben Personen die Anzeige schnell sehr oft. Die Häufigkeit im Campaign Manager beobachten und Anzeigen rechtzeitig wechseln.
  • Messung
    • Insight Tag oder Conversions API einrichten, bevor Budget fliesst.
    • Leads im CRM bis zum Gespräch verfolgen, nicht nur bis zum Formular. Nur so sehen Sie die echten Kosten pro Gespräch.
  • Lead-Formular
    • Vorausgefüllte Formulare liefern günstige Leads, aber auch viele, die nie antworten. Eine Qualifizierungsfrage hilft, die Qualität zu halten.

Wann es nicht passt

LinkedIn ist der genaueste Kanal für Entscheider. Für viele Angebote ist er trotzdem zu teuer.

  • Kleiner Auftragswert

    Wenn ein Auftrag wenige hundert Franken bringt, tragen die Kosten pro Kontakt auf LinkedIn kaum.

  • Privatkunden

    Wer an Privatpersonen verkauft, erreicht sie über Google, Facebook oder Instagram meist günstiger.

  • Zu kleine Zielgruppe

    Liegt Ihre Zielgruppe in der Schweiz nahe am Minimum von 300 Mitgliedern, ist persönliche Ansprache oft wirksamer als Werbung.

  • Kein Einstiegsangebot

    Kalte Entscheider fragen selten sofort eine Offerte an. Ohne Leitfaden, Analyse oder Veranstaltung als Einstieg bleiben die Kosten pro Lead hoch.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting

Wer diese Seite geschrieben hat

Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und plant für B2B-Kunden, wie LinkedIn, Werbung und direkte Ansprache zusammenspielen.

  • AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
  • ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
  • Geprüft28. Oktober 2026, gegen die LinkedIn-Quellen unten

Häufige Fragen

Kurz beantwortet, mit dem Stand der LinkedIn-Hilfe vom 28. Oktober 2026.

Wie viel kostet ein Klick auf LinkedIn?

Einen festen Klickpreis gibt es nicht. Er entsteht in der Auktion und hängt von Zielgruppe, Ziel, Gebotsstrategie und Relevanz ab. Den besten Anhaltspunkt gibt die Gebotsspanne, die der Campaign Manager bei Kostenobergrenze oder manuellem Gebot für Ihre Zielgruppe anzeigt.

Was ist das Mindestbudget für LinkedIn-Werbung?

LinkedIn nennt ein Mindest-Tagesbudget ab 10 US-Dollar, umgerechnet ca. CHF 8.30. Für eine Aussage, ob der Kanal sich für Sie lohnt, brauchen Sie meist deutlich mehr, weil Sie genug Leads für einen Vergleich sammeln müssen.

Kann LinkedIn mehr als mein Tagesbudget ausgeben?

An einzelnen Tagen ja, bis zu 100 % mehr. Über eine Woche von Montag bis Sonntag bleibt es bei einem fortlaufenden Zeitplan laut LinkedIn aber beim Siebenfachen des Tagesbudgets.

Ist LinkedIn teurer als Facebook?

Pro Klick oder pro tausend Einblendungen oft ja, weil die Zielgruppe nach Beruf ausgewählt wird. Entscheidend ist aber, was ein qualifiziertes Gespräch kostet. Im B2B mit hohem Auftragswert kann der teurere Kontakt der günstigere Kunde sein. Mehr zu Facebook unter Facebook Werbung Kosten.

Welche Gebotsstrategie ist für den Start richtig?

Maximale Auslieferung ist am einfachsten und gibt das Budget sicher aus. Wer die Kosten pro Lead begrenzen will, nutzt die Kostenobergrenze. Mit kleiner Schweizer Zielgruppe lohnt es sich, die Gebotsspanne vor dem Start anzusehen.

Kann ich Kontaktlisten hochladen?

Ja, als Matched Audiences. In der Schweiz und im EWR erreicht LinkedIn aber laut eigener Angabe nur Mitglieder, die dieser Funktion zugestimmt haben. Die Liste wird deshalb kleiner, als Sie erwarten. Zudem gilt das Datenschutzgesetz für die hochgeladenen Daten.

Weiterlesen

Quellen

  1. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «LinkedIn’s advertising cost and pricing», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a420561
  2. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Campaign and ad set bidding strategies», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a421112
  3. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Objective-based pricing for LinkedIn advertising», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a427513
  4. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Campaign and ad set budgets» und «Set a budget, schedule, and bid for your ad set», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a422101, linkedin.com/help/lms/answer/a427572
  5. LinkedIn Business, «Advertise on LinkedIn», Abschnitt «Launch an ad with any budget», abgerufen 29.10.2026. business.linkedin.com/advertise
  6. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Target audience size best practices», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a423690
  7. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Ad Set Quality Scores for Sponsored Content is no longer available», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a420170
  8. LinkedIn Marketing Solutions Hilfe, «Create an ad account in Campaign Manager as a new advertiser», abgerufen 28.10.2026. linkedin.com/help/lms/answer/a426102
  9. Umrechnung zum EZB-Referenzkurs vom 28.10.2026, 1 USD = 0.8306 CHF, gerundet. ecb.europa.eu

Rechnet sich LinkedIn für Sie?

Im Erstgespräch grenzen wir Ihre Zielgruppe ein, prüfen, ob sie in der Schweiz gross genug ist, und rechnen mit Ihren Auftragswerten, was ein Gespräch kosten darf.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Zuletzt geprüft am 28. Oktober 2026 von Konstantin Malt · Malt Consulting, Winterthur