KI-Schulung für Teams
Eine KI-Schulung lohnt sich, wenn Ihr Team danach an den eigenen Aufgaben sicher arbeitet. Dazu gehören gute Eingaben, klare Grenzen für Daten und die Gewohnheit, jedes Ergebnis zu prüfen.

Was ist eine KI-Schulung?
Eine KI-Schulung vermittelt Mitarbeitenden, wie sie KI-Werkzeuge wie Chat-Assistenten im Arbeitsalltag sinnvoll und sicher einsetzen. Eine gute Schulung für Unternehmen arbeitet mit den Aufgaben des eigenen Teams statt mit allgemeinen Beispielen. Sie erklärt, wo KI Fehler macht, welche Daten nicht eingegeben werden dürfen und wie Ergebnisse geprüft werden. BACS und EDÖB nennen Schulungen für Mitarbeitende ausdrücklich als Teil eines durchdachten KI-Einsatzes.
Grundlage sind die Empfehlungen von BACS und EDÖB zum Einsatz von KI im Berufsalltag (Stand 16. Oktober 2026) und die Mitteilung des EDÖB zum Datenschutzgesetz und KI (Stand 8. Mai 2025). Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Formen der KI-Weiterbildung
Wer nach KI-Weiterbildung sucht, findet sehr verschiedene Angebote. Diese Übersicht hilft bei der Wahl, je nachdem, ob eine Person oder ein ganzes Team lernen soll.
| Form | Wann sie passt |
|---|---|
| Kostenlose Onlinekurse | Für einen ersten Eindruck. Sie erklären Grundlagen, kennen aber Ihre Abläufe und Ihre Regeln nicht. |
| Offener Kurs an einem Weiterbildungszentrum | Wenn einzelne Personen ohne Vorkenntnisse einsteigen. Sie lernen mit Teilnehmenden aus anderen Firmen und Branchen. |
| Lehrgang oder CAS an einer Hochschule | Wenn jemand im Betrieb KI-Themen fachlich verantworten soll und Zeit für mehrere Wochen oder Monate hat. |
| Firmenschulung oder Workshop | Wenn ein Team gemeinsam lernen soll, an eigenen Beispielen und mit den Regeln, die im Betrieb gelten. |
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Warum Schulung dazugehört
Das BACS beschreibt zusammen mit dem EDÖB ein typisches Risiko im Alltag. Mitarbeitende kopieren ganze E-Mails, Kundendaten oder Personaldossiers in ein KI-Werkzeug, ohne die Folgen für den Datenschutz zu bedenken. Die Behörden nennen das «Oversharing».
Als Gegenmittel nennen BACS und EDÖB klare interne Richtlinien, welche Werkzeuge erlaubt sind und welche Daten nicht eingegeben werden, Schulungen für Mitarbeitende und Business-Versionen statt privater Konten. Eine Richtlinie ohne Schulung wird selten gelesen. Eine Schulung ohne Richtlinie lässt offen, was erlaubt ist.
Was das DSG verlangt
Laut EDÖB gilt das Datenschutzgesetz direkt für KI. Wer KI einsetzt, muss Zweck, Funktionsweise und Datenquellen transparent machen. Wer Kunden über einen Chatbot antwortet, muss offenlegen, dass eine Maschine schreibt.
Für Ihr Team heisst das vor allem, Personendaten nur so weit wie nötig zu verwenden und besonders schützenswerte Daten wie Gesundheitsdaten nicht in allgemeine Werkzeuge einzugeben. Welche Version eines Werkzeugs dafür geeignet ist, steht auf der Seite ChatGPT für Unternehmen.
Daten nach Ampel einteilen
Die wichtigste Regel einer KI-Schulung ist einfach. Jede Person muss vor der Eingabe wissen, welche Art von Daten sie gerade verwendet. Eine Einteilung in vier Stufen hat sich bewährt. Welche Stufe in welches Werkzeug darf, legt Ihre Firma fest.
| Stufe | Beispiele | Mögliche Regel |
|---|---|---|
| Öffentlich | Texte von der eigenen Website, Medienmitteilungen, allgemeine Fachfragen | Frei. In jedem erlaubten Werkzeug. |
| Intern | Interne Abläufe, Entwürfe ohne Namen, Preislisten | Nur Business-Version. In Werkzeugen mit Firmenvertrag, nicht in privaten Konten. |
| Vertraulich | Offerten mit Kundennamen, Verträge, E-Mails von Kunden | Nur anonymisiert oder in einem Werkzeug, das die Firma dafür ausdrücklich freigegeben hat. |
| Besonders schützenswert | Gesundheitsdaten, Personaldossiers, Daten unter Berufsgeheimnis | Nicht eingeben, ausser die Firma hat eine eigens geprüfte Lösung. |
Besonders vorsichtig müssen Berufe sein, die einem strafrechtlichen Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB unterstehen, etwa Ärztinnen, Zahnärzte, Anwältinnen und Revisoren. Für sie ist die Frage, wo eingegebene Daten landen, keine reine Datenschutzfrage.
Mögliche Themen
Diese Themen sind kein festes Programm. Wir stellen sie nach dem Erstgespräch so zusammen, dass sie zu Ihrem Team, Ihrem Vorwissen und Ihren erlaubten Werkzeugen passen.
- Grundlagen
- Wie Sprachmodelle Texte erzeugen und warum sie überzeugend falsch liegen können.
- Was Business- und Privatversionen unterscheidet, vor allem bei der Verwendung Ihrer Daten.
- Gute Eingaben
- Aufgabe, Zusammenhang, Beispiel und gewünschte Form klar beschreiben.
- Eigene Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben erstellen und im Team teilen.
- Sicherer Umgang
- Welche Daten tabu sind, wie Sie anonymisieren und was zu tun ist, wenn doch etwas eingegeben wurde.
- KI-generierte Bilder und Texte erkennen. Das BACS zeigt, wo Betrüger KI bereits einsetzen.
- Marketing
- Entwürfe für Texte, Beiträge und Briefings, die mit eigenem Fachwissen ergänzt und geprüft werden.
- Was Google zu KI-Texten sagt, mehr dazu unter KI im Marketing.
- Vertrieb
- Gespräche vorbereiten, Notizen zusammenfassen, Nachfass-Entwürfe schreiben. Mehr unter KI im Vertrieb.
- Rechtliches
- Datenschutzgesetz, Kennzeichnung von Chatbots und die Frage, wem KI-Inhalte gehören.
- Ihre Richtlinie
- Die interne KI-Richtlinie gemeinsam durchgehen oder, falls es noch keine gibt, einen ersten Entwurf erarbeiten.
Drei Grundsätze
Diese drei Grundsätze unterscheiden eine Schulung, die im Alltag ankommt, von einer Vorführung, die nach einer Woche vergessen ist.
Eigene Aufgaben statt Vorführung
Geübt wird an Offerten, Anfragen und Texten aus Ihrem Betrieb, anonymisiert. So sieht jede Person sofort, wo KI hilft und wo nicht.
Regeln vor Werkzeugen
Zuerst ist klar, was erlaubt ist. Erst dann geht es um Funktionen und Tricks. Das schützt Kundendaten und gibt dem Team Sicherheit.
Prüfen statt glauben
Jedes Ergebnis, das an Kunden geht, liest eine Person. Das BACS weist darauf hin, dass Sprachmodelle keine Wissensmodelle sind.
So läuft eine Schulung ab
Format, Dauer und Gruppengrösse klären wir im Erstgespräch. Der Ablauf bleibt in den Grundzügen gleich.
- 1 · Erstgespräch
- Wer teilnimmt, mit welchem Vorwissen, und welche Werkzeuge im Betrieb erlaubt sind oder erlaubt werden sollen.
- 2 · Beispiele sammeln
- Einige typische Aufgaben aus Ihrem Alltag, die wir vor der Schulung anonymisieren.
- 3 · Themen festlegen
- Aus den möglichen Themen oben die, die Ihr Team wirklich braucht.
- 4 · Schulung
- Kurze Erklärung, dann viel eigenes Üben an den gesammelten Beispielen.
- 5 · Unterlagen
- Die besprochenen Vorlagen und die Richtlinie, damit das Team ohne Schulungsleitung weiterarbeiten kann.
Was nach der Schulung zählt
Der Nutzen einer Schulung zeigt sich nicht am Schulungstag, sondern einige Wochen später. Dann ist sichtbar, ob die Vorlagen benutzt werden, ob die Regeln eingehalten werden und wo neue Fragen entstanden sind. Eine kurze zweite Runde nach einigen Wochen bringt oft mehr als ein längerer erster Tag.
Hilfreich ist eine Ansprechperson im Team, die Fragen sammelt und die gemeinsamen Vorlagen pflegt. Und eine einfache Messung, etwa wie lange eine typische Aufgabe vorher und nachher dauert, schafft eine ehrliche Grundlage für den nächsten Schritt.
Typische Fehler nach dem Kurs
- Private Konten bleiben
Die Firma hat eine Business-Version, im Alltag wird trotzdem das private Konto genutzt.
- Jeder für sich
Gute Vorlagen bleiben auf einzelnen Rechnern statt in einer gemeinsamen Sammlung.
- Zu viel Vertrauen
Nach den ersten guten Ergebnissen wird weniger geprüft, bis eine falsche Zahl beim Kunden landet.
- Richtlinie veraltet
Neue Werkzeuge kommen dazu, die Regeln werden nicht nachgeführt.
Für wen es sich lohnt
Eine Firmenschulung lohnt sich vor allem für kleine und mittlere Teams, in denen schon einzelne Personen mit KI arbeiten, aber jede auf ihre Art. Typisch sind Büros im Handwerk, Treuhand- und Beratungsfirmen, Praxen mit Verwaltung und B2B-Dienstleister mit Verkaufsteam.
Realistisch ist, dass Ihr Team danach einige Aufgaben schneller vorbereitet, dieselben Regeln kennt und Fehler der KI häufiger erkennt. Wie viel Zeit das spart, hängt davon ab, wie oft die Vorlagen danach genutzt werden.
Wann es nicht passt
- Sie suchen ein Diplom
Für einen anerkannten Abschluss sind Lehrgänge an Hochschulen die richtige Wahl.
- Es geht um Programmierung
Wer KI-Modelle entwickeln will, braucht eine technische Weiterbildung.
- Niemand nutzt KI
Dann reicht oft ein offener Einsteigerkurs für eine Person, bevor das ganze Team lernt.
- Die Werkzeuge sind ungeklärt
Steht nicht fest, welche Werkzeuge erlaubt sind, kommt zuerst eine KI-Beratung.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung. KI nutzt er in der eigenen Arbeit als Werkzeug, um Annahmen zu prüfen und Strategien zu schärfen, nicht als Textmaschine.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Quellen unten
«Malt Consulting hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein grosses Dankeschön an Konstantin und sein Team – aufmerksam, präzise und mit echtem Verständnis für unsere Bedürfnisse.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
«Konstantin hat uns von Anfang an super beraten und die Ergebnisse die er am Anfang angedeutet hat, hat er um ein vielfaches übertroffen.»
Kundenstimme auf maltconsulting.ch
Häufige Fragen zur KI-Schulung
Auch die Fragen, die Geschäftsleitungen vor einer Entscheidung oft stellen.
Was kostet eine KI-Schulung?
Das hängt von Teilnehmenden, Umfang und Vorbereitung ab, vor allem davon, wie viele eigene Beispiele wir aufbereiten. Einen Preis ohne diese Angaben nennen wir nicht. Das klären wir im Erstgespräch.
Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?
Nein. Wichtig ist nur, dass wir das Vorwissen vorher kennen. Wenn einige schon täglich mit KI arbeiten und andere noch nie, planen wir die Übungen entsprechend.
Welche KI-Werkzeuge werden geschult?
Die, die in Ihrem Betrieb erlaubt sind oder erlaubt werden sollen. Ist das noch offen, gibt unsere Übersicht KI-Tools einen ersten Überblick, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Ist eine KI-Schulung Pflicht?
In der Schweiz gibt es keine allgemeine Pflicht. BACS und EDÖB empfehlen Unternehmen aber Schulungen für Mitarbeitende. Wer KI-Systeme in der EU anbietet oder dort Ergebnisse verwendet, sollte zusätzlich prüfen lassen, ob der AI Act der EU Massnahmen zur KI-Kompetenz verlangt.
Reicht nicht ein kostenloser Onlinekurs?
Für die Grundlagen oft schon. Ein Onlinekurs kennt aber weder Ihre Abläufe noch Ihre Regeln. Genau dort entstehen die meisten Fehler, etwa wenn Kundendaten in ein privates Konto kopiert werden.
Was bleibt nach der Schulung?
Die besprochenen Vorlagen, die interne Richtlinie und das Wissen, wie man Ergebnisse prüft. Ob das Team die Vorlagen danach nutzt, entscheidet über den Nutzen mehr als die Schulung selbst.
Weiterlesen
Quellen
- Bundesamt für Cybersicherheit BACS mit EDÖB, «KI im Berufsalltag. Chancen nutzen, Daten schützen», Stand 16.10.2026. bacs.admin.ch/de/csm26-s3-de
- EDÖB, «Update. Geltendes Datenschutzgesetz ist auf KI direkt anwendbar», Stand 8.5.2025. edoeb.admin.ch/de/update-geltendes-datenschutzgesetz-ist-auf-ki-direkt-anwendbar
- Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), SR 235.1, Art. 5 und Art. 6. fedlex.admin.ch, SR 235.1
- Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB), SR 311.0, Art. 321 Verletzung des Berufsgeheimnisses. fedlex.admin.ch, SR 311.0
- Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz (AI Act), Art. 2 und Art. 4, abgerufen am 29.10.2026. eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj
Was soll Ihr Team können?
Im Erstgespräch klären wir, wer im Team mit KI arbeitet, welche Aufgaben im Vordergrund stehen und welche Regeln gelten sollen. Daraus stellen wir die passenden Themen zusammen.
Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch