ChatGPT für Unternehmen
ChatGPT spart im Büro viel Zeit, wenn das Team die richtige Version nutzt und klare Regeln hat. Ohne Regeln landen schnell Kundendaten in privaten Konten.

Was ist ChatGPT für Unternehmen?
ChatGPT für Unternehmen meint die Firmenversionen von ChatGPT, die OpenAI für Teams und für grössere Organisationen anbietet. Der wichtigste Unterschied zu privaten Konten liegt beim Vertrag. Die Firma verwaltet die Konten zentral, und im Vertrag lässt sich regeln, ob Eingaben zum Training verwendet werden. Das BACS empfiehlt im Beruf ausdrücklich Business- oder Enterprise-Versionen statt privater Konten. Das Schweizer Datenschutzgesetz gilt trotzdem, und welche Daten ins Tool dürfen, muss jedes Unternehmen selbst regeln.
Grundlage sind die Empfehlungen von BACS und EDÖB zu KI am Arbeitsplatz (Stand 16. Oktober 2026) und die Hinweise des EDÖB zu KI und Datenschutz. Plannamen, Preise und Vertragsbedingungen von OpenAI ändern sich oft. Prüfen Sie sie vor dem Kauf auf openai.com und im Vertrag. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.
Die Versionen im Vergleich
Vereinfacht nach dem, was für ein Unternehmen zählt. Die genauen Plannamen, Preise und Bedingungen stehen auf openai.com und ändern sich laufend.
| Version | Gedacht für | Training mit Eingaben | Verwaltung |
|---|---|---|---|
| Private Konten, kostenlos oder bezahlt | Einzelpersonen | Möglich, Opt-out in den Einstellungen prüfen | Jede Person selbst, die Firma hat keinen Zugriff |
| Firmenversion für Teams | Kleine und mittlere Teams | Im Vertrag und in den Datenschutzangaben von OpenAI prüfen | Zentral durch die Firma |
| Firmenversion für grosse Organisationen | Höhere Anforderungen an Sicherheit, Verwaltung und Support | Im Vertrag prüfen, das BACS empfiehlt eine vertraglich zugesicherte Nicht-Verwendung | Zentral, mit erweiterten Kontrollen |
Unsere Empfehlung für Schweizer KMU lautet, sobald mehr als eine Person ChatGPT beruflich nutzt, eine Firmenversion einzuführen. Das entspricht der Empfehlung von BACS und EDÖB, im Beruf Business- oder Enterprise-Versionen statt privater Konten zu verwenden.
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Sieben Punkte im Vertrag
Der Name des Plans sagt wenig. Entscheidend ist, was im Vertrag und in den Einstellungen steht. Diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf schriftlich geklärt haben.
- Training
- Ist vertraglich ausgeschlossen, dass Eingaben und Dateien zum Training der Modelle verwendet werden?
- Auftragsbearbeitung
- Gibt es einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung nach Art. 9 DSG, der auch Unterauftragsbearbeiter nennt?
- Datenstandort
- Wo werden die Daten gespeichert und bearbeitet? Ist der Anbieter unter dem Swiss-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert, oder gelten Standardvertragsklauseln?
- Aufbewahrung und Löschung
- Wie lange bleiben Chats und Dateien gespeichert, und kann die Firma sie zentral löschen, etwa wenn jemand austritt?
- Verbindungen zu Ihren Ablagen
- Wer Laufwerke, Postfächer oder das CRM anbindet, gibt dem Werkzeug Zugriff auf alles, was der Nutzer dort sehen darf. Prüfen Sie vorher die Berechtigungen in diesen Ablagen.
- Geteilte Inhalte
- Wer darf eigene Assistenten, Vorlagen und Chats innerhalb oder ausserhalb der Firma teilen? Das lässt sich in Firmenversionen meist zentral einschränken.
- Auswertung der Nutzung
- Protokolle über die Nutzung sind auch Daten über Ihre Mitarbeitenden. Überwachung ihres Verhaltens am Arbeitsplatz ist nach Art. 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz unzulässig. Legen Sie fest und informieren Sie, wofür Protokolle ausgewertet werden.
Wofür KMU ChatGPT nutzen
Typische Aufgaben aus Marketing, Vertrieb und Administration, mit dem Punkt, an dem Sie aufpassen sollten.
| Aufgabe | Beispiel | Darauf achten |
|---|---|---|
| Offerten und Briefe | Aus Stichworten einen ersten Entwurf erstellen | Preise, Fristen und Zusagen selbst festlegen |
| E-Mails beantworten | Eine freundliche, klare Antwort auf eine Reklamation entwerfen | Namen und Details des Kunden nur so weit wie nötig eingeben |
| Protokolle | Notizen einer Sitzung in Beschlüsse und Aufgaben gliedern | Aufnahmen nur mit Einwilligung aller Beteiligten |
| Übersetzungen | Eine Produktbeschreibung auf Französisch vorbereiten | Vor Veröffentlichung von jemandem mit Muttersprache lesen lassen |
| Recherche | Mitbewerber oder ein neues Thema mit Quellen zusammenfassen | Jede Quelle selbst öffnen, Antworten können falsch sein |
| Tabellen auswerten | Umsätze nach Kunden oder Regionen gruppieren und erklären lassen | Ergebnis mit einer eigenen Stichprobe prüfen |
| Marketingtexte | Varianten für Anzeigen oder einen LinkedIn-Beitrag | Eigene Erfahrung und echte Beispiele ergänzen |
Was das DSG verlangt
Das Datenschutzgesetz ist laut EDÖB direkt auf KI anwendbar. Für die Arbeit mit ChatGPT heisst das vor allem drei Dinge. Personendaten dürfen nur für einen erkennbaren Zweck und nur so weit wie nötig bearbeitet werden (Art. 6 DSG). Werden Daten in die USA übermittelt, braucht es einen angemessenen Schutz, etwa über die Zertifizierung des Anbieters unter dem Swiss-U.S. Data Privacy Framework oder über vertragliche Garantien (Art. 16 DSG).
Und wer mit Kunden über einen Chatbot kommuniziert, muss offenlegen, dass eine Maschine antwortet. Für Ärztinnen, Anwälte und andere Berufsgeheimnisträger gilt zusätzlich das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB. Patientendaten gehören deshalb nicht in ein allgemeines KI-Tool.
Interne Regeln auf einer Seite
- Erlaubt
- Nur das Firmenkonto, keine privaten Konten für Firmenarbeit.
- Verboten
- Gesundheitsdaten, Personaldossiers, Passwörter, vertrauliche Unterlagen von Kunden.
- Anonymisieren
- Namen und Kontaktdaten durch Platzhalter ersetzen, wo der Inhalt sie nicht braucht.
- Prüfen
- Jeder Text an Kunden wird von einer Person gelesen und verantwortet.
- Melden
- Wer versehentlich heikle Daten eingegeben hat, meldet es sofort intern.
Einführung in fünf Schritten
So vermeiden Sie, dass jeder im Team ChatGPT anders und mit eigenen Konten nutzt.
| Schritt | Was passiert | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Bestand aufnehmen | Wer nutzt ChatGPT heute schon, mit welchem Konto und wofür? | Überblick über private Konten und heikle Nutzungen |
| 2. Version wählen | Firmenversion nach Teamgrösse und Anforderungen, Vertrag nach den sieben Punkten oben prüfen | Vertrag und Kosten pro Nutzer und Jahr |
| 3. Regeln festlegen | Die interne Richtlinie oben, angepasst an Ihre Branche | Eine Seite, die alle kennen und unterschreiben |
| 4. Team schulen | Zwei Stunden mit echten Beispielen aus Ihrem Alltag | Jede Person kennt drei Aufgaben, bei denen ChatGPT hilft |
| 5. Nach drei Monaten prüfen | Was wird genutzt, wo gab es Fehler, lohnen sich die Lizenzen? | Entscheid zu Ausbau, Anpassung oder Kündigung einzelner Lizenzen |
Drei Themen, oft verwechselt
«ChatGPT für Unternehmen» wird für drei verschiedene Fragen gesucht. Diese Seite behandelt die erste.
Ihr Team arbeitet mit ChatGPT
Versionen, Datenschutz und Einführung. Das ist Thema dieser Seite.
ChatGPT empfiehlt Ihre Firma
Wenn Kunden ChatGPT nach Anbietern fragen. Mehr unter GEO-SEO und LLMO.
Anzeigen in ChatGPT
Bezahlte Werbung innerhalb von ChatGPT. Mehr unter ChatGPT-Werbung in der Schweiz.
Alternativen zu ChatGPT
ChatGPT ist nicht die einzige Wahl. Wer mit Microsoft 365 arbeitet, prüft Microsoft 365 Copilot, wer mit Google Workspace arbeitet, Gemini. Claude von Anthropic ist eine weitere verbreitete Option. Mit Apertus gibt es zudem ein offenes Sprachmodell von EPFL, ETH Zürich und CSCS, das sich selbst betreiben lässt.
Eine Übersicht nach Aufgaben steht unter KI-Tools für Unternehmen.
Wo wir helfen
Malt Consulting ist kein IT-Dienstleister und richtet keine Firmenkonten ein. Wir helfen dort, wo ChatGPT Teil von Marketing und Vertrieb wird, etwa bei Vorlagen für Offerten und Nachfass-Mails, bei der Recherche von Zielkunden und beim Lead-Prozess im CRM.
Wie das im Verkauf konkret aussieht, steht unter KI im Vertrieb.
Wo ChatGPT an Grenzen stösst
Diese Grenzen sollten alle im Team kennen, bevor sie Ergebnisse weitergeben.
- Es kann Fakten erfinden
Sprachmodelle sind laut BACS keine Wissensmodelle. Zahlen, Namen und Quellen müssen geprüft werden.
- Es kennt Ihre Firma nicht
Was ChatGPT nicht mitgegeben wird, kann es nicht wissen. Ohne Ihr Wissen entstehen austauschbare Texte.
- Es ersetzt keine Fachberatung
Bei Steuer-, Rechts- oder Gesundheitsfragen bleibt die Verantwortung bei Fachpersonen.
- Es ändert sich laufend
Modelle, Funktionen und Preise wechseln oft. Was heute gilt, kann in drei Monaten anders sein.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und nutzt KI-Assistenten täglich für Recherche und Entwürfe.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Quellen unten
Häufige Fragen zu ChatGPT
Kurz beantwortet, mit dem Stand Oktober 2026.
Ist ChatGPT im Unternehmen erlaubt?
Ja. Ein Verbot gibt es nicht. Sie müssen aber das Datenschutzgesetz einhalten, also nur so viele Personendaten eingeben wie nötig, einen angemessenen Schutz bei der Übermittlung ins Ausland sicherstellen und Ihr Team über die Regeln informieren.
Welche Firmenversion passt für ein KMU?
Für die meisten KMU reicht die Version für Teams. Die Version für grosse Organisationen lohnt sich vor allem bei hohen Anforderungen an Sicherheit, Anbindung an die eigene Anmeldung und Support. Entscheidend ist in beiden Fällen, was der Vertrag zu Training, Datenstandort und Löschung regelt.
Was kostet ChatGPT für Unternehmen?
Die Preise der Firmenversionen ändern sich und sind hier bewusst nicht genannt. Massgeblich ist die offizielle Preisseite von OpenAI. Preise in US-Dollar sollten Sie für das Budget in Franken umrechnen. Rechnen Sie zum Lizenzpreis die Zeit für Regeln und Schulung dazu.
Werden meine Daten zum Training verwendet?
Bei privaten Konten ist das möglich. Prüfen Sie die Opt-out-Möglichkeit in den Einstellungen. Bei Firmenversionen regeln der Vertrag und die Datenschutzangaben von OpenAI, ob Eingaben verwendet werden. Das BACS weist darauf hin, dass viele KI-Tools eingegebene Daten zum Training verwenden können, und empfiehlt Lösungen mit vertraglich zugesicherter Nicht-Verwendung.
Darf ein Arzt oder Anwalt ChatGPT nutzen?
Für allgemeine Texte ohne Bezug zu Patienten oder Klienten ja. Daten, die unter das Berufsgeheimnis fallen, gehören nicht in ein allgemeines KI-Tool. Für solche Fälle braucht es eine sorgfältige rechtliche Prüfung, und für die Werbung gelten zusätzlich die Regeln der jeweiligen Berufsordnung.
Weiterlesen
Quellen
- Bundesamt für Cybersicherheit BACS mit EDÖB, «KI im Berufsalltag. Chancen nutzen, Daten schützen», Stand 16.10.2026. bacs.admin.ch/de/csm26-s3-de
- EDÖB, «Update. Geltendes Datenschutzgesetz ist auf KI direkt anwendbar», Stand 8.5.2025. edoeb.admin.ch/de/update-geltendes-datenschutzgesetz-ist-auf-ki-direkt-anwendbar
- EDÖB, «Neuer Datenschutzrahmen zwischen der Schweiz und den USA», Stand 15.8.2024. edoeb.admin.ch/de/20240815-swiss-us-dpf
- OpenAI, offizielle Preisseite für ChatGPT, zum Nachprüfen von Plannamen und Preisen vor dem Kauf. openai.com/chatgpt/pricing
- OpenAI, Datenschutzangaben für Firmenkunden, zum Nachprüfen der Datenverwendung vor dem Kauf. openai.com/enterprise-privacy
- Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (ArGV 3), SR 822.113, Art. 26 zur Überwachung der Arbeitnehmenden. fedlex.admin.ch, SR 822.113
- Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), SR 235.1, Art. 6 und Art. 16, sowie Art. 9 zur Auftragsbearbeitung, und Strafgesetzbuch (StGB), SR 311.0, Art. 321. fedlex.admin.ch, SR 235.1
Wie nutzt Ihr Team ChatGPT?
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