Unternehmensberatung Kosten
Was eine Beratung kostet, hängt weniger vom Tagessatz ab als vom Umfang. Hier sehen Sie die üblichen Honorarmodelle, belegte Marktzahlen und wie Sie Angebote sauber vergleichen.

Was kostet eine Beratung?
Die Kosten einer Unternehmensberatung ergeben sich aus dem Honorar mal dem Umfang, dazu Spesen und Mehrwertsteuer. Öffentlich zugängliche Erhebungen zu Schweizer Tagessätzen gibt es kaum. Eine jährlich veröffentlichte Honorarstudie stammt vom deutschen Branchenverband BDU. Sie nennt für 2025 einen durchschnittlich verrechneten Tagessatz von 1'000 Euro (ca. CHF 925). Entscheidend für Sie ist aber nicht der Tagessatz, sondern was das ganze Vorhaben kostet und ob der Umfang schriftlich begrenzt ist.
Grundlage sind die Medienmitteilung des BDU zur Studie «Honorare im Consulting 2025» vom 16. Dezember 2025, das Obligationenrecht und das KMU-Portal des Bundes. Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Die üblichen Honorarmodelle
Jedes Modell verteilt das Risiko anders zwischen Ihnen und dem Berater. Fragen Sie deshalb nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach dem Modell.
| Modell | So funktioniert es | Passt, wenn | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Tagessatz | Ein fester Betrag pro Beratertag, abgerechnet nach Aufwand. | Der Umfang noch nicht klar ist oder sich unterwegs ändert. | Ein Kostendach vereinbaren, sonst ist das Budget offen. |
| Stundensatz | Abrechnung pro Stunde, oft bei kleinen oder punktuellen Aufträgen. | Sie nur einzelne Fragen klären oder einen Sparringspartner brauchen. | Regelmässige Aufstellung der Stunden verlangen. |
| Festpreis | Ein fixer Betrag für ein klar beschriebenes Paket mit Ergebnissen. | Ziel und Ergebnis vorab klar beschrieben werden können. | Was genau enthalten ist und was bei Änderungen passiert. |
| Monatspauschale | Ein fester Betrag pro Monat für laufende Begleitung. | Nach der Strategie eine Umsetzung über mehrere Monate folgt. | Leistungen pro Monat, Kündigungsfrist und Berichte. |
| Erfolgshonorar | Ein Teil des Honorars hängt von einem vereinbarten Ergebnis ab. | Das Ergebnis messbar ist und der Berater es wirklich beeinflussen kann. | Wie das Ergebnis gemessen wird und was ausserhalb seiner Kontrolle liegt. |
Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?
Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.
Was die Branchenstudie zeigt
Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) erhebt jedes Jahr die Honorare seiner Branche. Laut der Studie «Honorare im Consulting 2025» lag der durchschnittlich verrechnete Tagessatz bei 1'000 Euro (ca. CHF 925). Für Geschäftsführer oder Partner waren es im Schnitt 1'600 Euro (ca. CHF 1'480), für Analysten 700 Euro (ca. CHF 647). Der durchschnittlich kalkulierte Tagessatz ging gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zurück, und 47 Prozent der Beratungen haben ihre Honorare nicht verändert.
Diese Zahlen stammen aus Deutschland und lassen sich nicht direkt auf die Schweiz übertragen. Löhne, Mieten und Preisniveau sind hier anders. Eine vergleichbare öffentliche Erhebung für Schweizer Beratungshonorare ist uns nicht bekannt.
BDU, «Honorare im Consulting 2025», Medienmitteilung vom 16.12.2025. 54 % der Beratungen rechnen Reisezeiten im Tagessatz ab, 57 % bilden auch die Nebenkosten darin ab.
Was im Tagessatz steckt
Ein Tagessatz ist kein Tageslohn. Er deckt auch Akquise, Weiterbildung, Vorbereitung, Verwaltung und die Tage, an denen ein Berater nichts verrechnen kann. Deshalb liegt er deutlich über dem, was man aus einem Monatslohn ableiten würde.
Bei grösseren Beratungen zählt zudem der Mischsatz. Im Erstgespräch sitzt oft eine Partnerin, die Arbeit machen danach Teams mit jüngeren Beratern zu tieferen Sätzen. Fragen Sie deshalb, wie viele Tage welche Person leistet. Bei kleinen Beratungen arbeitet meist die Person selbst, die Sie im Erstgespräch kennenlernen.
Den Wert gegenrechnen
Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen zeigt die Logik. Kostet ein Vertriebsprojekt CHF 20'000 und bringt ein Neukunde im ersten Jahr CHF 8'000 Deckungsbeitrag, ist das Projekt nach drei zusätzlichen Kunden bezahlt. Ob das realistisch ist, hängt von Ihrem Markt ab und lässt sich nicht garantieren.
Rechnen Sie diese Schwelle vor dem Entscheid selbst aus. Wirkt sie unerreichbar, ist entweder das Vorhaben zu gross oder das Problem für eine Beratung zu klein.
So rechnen Sie die Gesamtkosten
Ein tiefer Tagessatz kann am Ende teurer sein, wenn mehr Tage nötig werden. Rechnen Sie deshalb immer mit dem ganzen Vorhaben.
Honorar
Anzahl Beratertage mal Tagessatz oder der Festpreis des Pakets. Fragen Sie, welche Seniorität an welchen Tagen arbeitet.
Spesen und MWST
Reisezeit, Reisekosten und Nebenkosten, sofern nicht im Tagessatz enthalten. Ist der Berater mehrwertsteuerpflichtig, kommen 8,1 % Normalsatz dazu.
Eigene Zeit
Workshops, Interviews und Freigaben binden Geschäftsleitung und Team. Diese Zeit taucht auf keiner Rechnung auf, kostet aber trotzdem.
Angebote richtig vergleichen
Diese Punkte sollte jedes seriöse Angebot schriftlich beantworten. Fehlt etwas, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
- Umfang
- Welche Frage wird geklärt und welche ausdrücklich nicht.
- Welche Ergebnisse Sie am Ende in der Hand haben, zum Beispiel Analyse, Plan oder umgesetzte Massnahmen.
- Preis
- Festpreis oder Tagessatz mit Kostendach.
- Ob Spesen, Reisezeit und Mehrwertsteuer enthalten sind.
- Team
- Wer tatsächlich arbeitet und mit welcher Erfahrung.
- Ob die Person aus dem Erstgespräch auch das Projekt führt.
- Ablauf
- Etappen mit eigener Freigabe, damit Sie nach jeder Etappe neu entscheiden können.
- Was bei Änderungen am Umfang passiert und wie sie verrechnet werden.
- Vertrag
- Kündigung, Zahlungsplan und wem die Ergebnisse gehören.
- Keine Versprechen auf Umsatz oder Platzierungen, die niemand garantieren kann.
- Nachweise
- Vergleichbare Projekte und Referenzen, die Sie anrufen können.
Was das Recht dazu sagt
Ein Beratungsvertrag ist in der Schweiz meist ein einfacher Auftrag nach Artikel 394 ff. des Obligationenrechts. Eine Vergütung ist laut Gesetz geschuldet, wenn sie verabredet oder üblich ist. Klare schriftliche Abmachungen zu Honorar und Umfang schützen deshalb beide Seiten.
Nach Artikel 404 OR kann ein Auftrag von beiden Seiten jederzeit widerrufen oder gekündigt werden. Erfolgt das zur Unzeit, schuldet die kündigende Seite Ersatz für den verursachten Schaden. Wird ein fertiges Werk geschuldet, etwa eine Website, kann ein Werkvertrag vorliegen. Wird dort ein ungefährer Kostenansatz ohne Verschulden des Bestellers unverhältnismässig überschritten, kann dieser nach Artikel 375 OR zurücktreten oder eine Herabsetzung verlangen. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.
Gibt es Förderbeiträge?
Viele Ratgeber zu Beratungskosten stammen aus Deutschland und verweisen auf deutsche Förderprogramme. Diese gelten in der Schweiz nicht. Ein allgemeines Bundesprogramm, das Unternehmensberatung für KMU bezuschusst, ist uns in der Schweiz nicht bekannt.
Laut dem KMU-Portal des Bundes hat jeder Kanton eine Anlaufstelle für Wirtschaftsförderung, und einige kantonale Stellen bieten Finanzhilfen für technologische Innovation, gerade im Bereich Digitalisierung. Fragen Sie dort nach, bevor Sie ein Projekt starten.
Wie wir Preise bilden
Bei Malt Consulting nennen wir keinen Preis, bevor wir die Frage verstanden haben. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit klar umrissenem Umfang. Die Analyse und die Strategie verrechnen wir als Paket zu einem festen Preis. Eine anschliessende Umsetzung über mehrere Monate vereinbaren wir als monatliche Begleitung mit festgelegten Leistungen.
So wissen Sie vor jeder Etappe, womit Sie rechnen können.
Die häufigsten Kostenfallen
- Offener Tagessatz ohne Dach
Der Aufwand wächst, und niemand hat eine Grenze vereinbart.
- Unklarer Umfang
Was nicht beschrieben ist, wird später als Zusatz verrechnet.
- Strategie ohne Umsetzung
Ein guter Bericht bringt nichts, wenn intern niemand Zeit hat, ihn umzusetzen.
- Spesen im Kleingedruckten
Reisezeit und Nebenkosten summieren sich über viele Termine.
Wann sich Beratung nicht lohnt
Nicht jedes Problem braucht einen externen Berater. In diesen Fällen sparen Sie sich das Honorar besser.
- Die Frage ist noch unklar
Wer nicht sagen kann, was sich ändern soll, bezahlt den Berater dafür, die Frage zu finden. Ein kurzes Erstgespräch reicht dafür oft aus.
- Niemand setzt um
Fehlt intern die Zeit und ist keine Umsetzung eingeplant, bleibt die Empfehlung liegen.
- Es geht um Fachfragen anderer Stellen
Steuern, Recht und Finanzierung klären Treuhand, Anwalt und Bank meist günstiger und besser.
- Das Budget passt nicht zum Vorhaben
Dann ist ein klar begrenzter erster Schritt sinnvoller als ein grosses Mandat, das mittendrin abbricht.
Wer diese Seite geschrieben hat
Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und erstellt dafür regelmässig Angebote mit festem Umfang.
- AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
- ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
- Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Quellen unten
Häufige Fragen zu den Kosten
Kurz beantwortet, mit Stand Oktober 2026.
Was kostet ein Unternehmensberater pro Tag?
Für die Schweiz gibt es keine uns bekannte öffentliche Erhebung. In Deutschland lag der durchschnittlich verrechnete Tagessatz laut BDU 2025 bei 1'000 Euro (ca. CHF 925), bei Partnern bei 1'600 Euro (ca. CHF 1'480) und bei Analysten bei 700 Euro (ca. CHF 647). Fragen Sie jeden Anbieter nach seinem Tagessatz und nach dem voraussichtlichen Gesamtaufwand.
Ist ein Festpreis besser als ein Tagessatz?
Für Sie ist ein Festpreis planbarer, wenn das Ergebnis klar beschrieben werden kann. Ist der Umfang noch offen, ist ein Tagessatz mit Kostendach fairer, weil niemand einen Risikozuschlag für Unbekanntes einrechnen muss.
Muss ein Berater Mehrwertsteuer verrechnen?
Ist der Berater mehrwertsteuerpflichtig, verrechnet er seit dem 1. Januar 2024 den Normalsatz von 8,1 %. Ob Sie die Steuer als Vorsteuer abziehen können, hängt davon ab, ob Ihre Firma selbst mehrwertsteuerpflichtig ist. Klären Sie das mit Ihrer Treuhand.
Sind Erfolgshonorare seriös?
Sie können sinnvoll sein, wenn das Ergebnis klar messbar ist und der Berater es wirklich steuert. Bei Zielen wie Umsatz oder Anfragen hängt vieles von Markt, Angebot und Ihrem Team ab. Achten Sie dann genau darauf, wie gemessen wird.
Kann ich Beratungskosten von den Steuern abziehen?
Beratungskosten, die geschäftlich begründet sind, gelten bei Firmen in der Regel als Aufwand und mindern so den steuerbaren Gewinn. Wie sie im Einzelfall verbucht werden, etwa wenn ein Projekt zu einer aktivierbaren Leistung führt, klären Sie mit Ihrer Treuhand.
Kann ich einen Beratungsvertrag vorzeitig beenden?
Ein einfacher Auftrag kann nach Artikel 404 OR von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden. Bei einer Kündigung zur Unzeit kann Schadenersatz geschuldet sein. Was im Einzelfall gilt, hängt vom Vertrag ab und ist eine Rechtsfrage.
Was passiert nach dem Erstgespräch?
Das Erstgespräch ist unverbindlich. Passt Ihre Frage zu unserem Angebot, erhalten Sie danach ein schriftliches Angebot mit festem Umfang und entscheiden in Ruhe. Passt sie nicht, sagen wir Ihnen, wer Ihnen besser helfen kann.
Weiterlesen
Quellen
- BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen, «Studie "Honorare im Consulting 2025": Tagessätze leicht rückläufig», Medienmitteilung vom 16.12.2025, abgerufen am 28.10.2026. presseportal.de/pm/9562/6180557
- Obligationenrecht (OR), SR 220, Art. 375 (Überschreitung des Kostenansatzes), Art. 394 (einfacher Auftrag, Vergütung) und Art. 404 (Widerruf und Kündigung), Fassung abgerufen am 28.10.2026. fedlex.admin.ch/eli/cc/27/317_321_377/de
- KMU-Portal des Bundes (SECO), «Erhöhung der Mehrwertsteuer per 1. Januar 2024», Normalsatz 8,1 %, Stand 20.12.2023. kmu.admin.ch/de/erhoehung-der-mehrwertsteuer-per-1-januar-2024
- KMU-Portal des Bundes (SECO), «Unterstützung bei der Digitalisierung der KMU», Abschnitt Wirtschaftsförderung der Kantone, abgerufen am 28.10.2026. kmu.admin.ch/de/unterstuetzung-bei-der-digitalisierung-der-kmu
- Malt Consulting, Erfahrung aus der Arbeit mit über 120 Schweizer Unternehmen seit 2023.
- Europäische Zentralbank, Euro-Referenzkurse vom 28.10.2026 (1 EUR = 0.9247 CHF, 1 USD = 0.8306 CHF), für die Richtwerte in Franken. ecb.europa.eu
Vorher wissen, was es kostet
Im Erstgespräch klären wir Ihre Frage und den sinnvollen Umfang. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit festem Umfang, damit Sie vor dem Entscheid wissen, womit Sie rechnen.
Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch