Google Analytics Alternative

Nicht jede Website braucht Google Analytics. Vielen KMU reichen schlankere Werkzeuge, die mit weniger Daten auskommen. Hier steht, welche es gibt, was sie kosten und wo ihre Grenzen liegen.

Konstantin Malt
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG · geprüft am 28. Oktober 2026
Google Analytics 4 kostenlos, viele Funktionen Cookielose Tools weniger Daten, schlankes Skript Selbst gehostet Daten auf eigenem Server

Was ist eine gute Alternative?

Die beste Alternative zu Google Analytics hängt davon ab, was Sie wissen müssen. Wollen Sie vor allem sehen, wie viele Besucher kommen, woher sie kommen und welche Seiten zu Anfragen führen, reichen schlanke Tools wie Plausible, Simple Analytics oder Umami. Wer die Daten auf eigenen Servern halten will, auch in der Schweiz, kann Matomo oder Umami selbst betreiben. Schalten Sie Google Ads, bleibt das Google-Tag für die Conversion-Messung meist trotzdem nötig. Ohne Cookies heisst zudem nicht ohne Datenschutzerklärung.

Preise und Angaben zu Hosting und Cookies stammen von den Websites der Anbieter, abgerufen am 28. Oktober 2026. Sie ändern sich, bitte vor dem Entscheid neu prüfen. Rechtliche Hinweise ohne Gewähr, diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Erst klären, was Sie messen

Bevor Sie ein Tool wählen, beantworten Sie drei Fragen. Die meisten KMU-Websites brauchen danach weit weniger Daten, als sie heute sammeln.

Woher?

Woher kommen die Besucher?

Google, KI-Antworten, Werbung, LinkedIn oder Empfehlungen. Das zeigt jedes Tool im Vergleich unten.

Was?

Was führt zu Anfragen?

Formulare, Anrufe über den Telefon-Link, gebuchte Termine. Dafür brauchen Sie Ziele oder Ereignisse, die alle Tools im Vergleich anbieten.

Wofür?

Steuern Sie damit Werbung?

Wenn Google Ads oder Meta mit Conversions optimieren sollen, brauchen Sie deren eigene Tags. Eine Statistik allein reicht dann nicht.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im Erstgespräch schauen wir Ihre Ausgangslage an und sagen offen, was wir sehen und ob wir helfen können. Über 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023.

Die Alternativen im Vergleich

Eine Auswahl verbreiteter Tools, keine vollständige Marktübersicht. Alle Angaben laut Anbieter, Preise für den kleinsten bezahlten Plan, Franken als Umrechnung.

ToolHosting laut AnbieterCookies laut AnbieterPreis ab
Google Analytics 4Google. IP-Adressen von Nutzern aus der Schweiz werden laut Google weder protokolliert noch gespeichert.Nutzt CookiesKostenlos
MatomoCloud in Frankfurt oder selbst gehostet auf einem Server Ihrer Wahl, auch in der SchweizMit Cookies oder cookielos einstellbarCloud EUR 29 pro Monat (ca. CHF 26.80) exkl. Steuern für 50'000 Hits, selbst gehostet kostenlos
PlausibleEU, auf Infrastruktur europäischer Firmen, Open Source zum SelbsthostenKeine CookiesUSD 9 pro Monat (ca. CHF 7.50) für bis 10'000 Seitenaufrufe
Simple AnalyticsEU, hauptsächlich in den NiederlandenKeine CookiesGratis-Plan mit einem Monat Verlauf, bezahlt ab EUR 20 pro Monat (ca. CHF 18.50)
UmamiCloud in den USA und der EU oder selbst gehostet, Open SourceKeine CookiesCloud gratis bis 100'000 Ereignisse, dann USD 20 pro Monat (ca. CHF 16.60)

Umrechnung zum EZB-Referenzkurs vom 28.10.2026 (1 EUR = 0.9247 CHF, 1 USD = 0.8306 CHF), gerundet. Plausible zeigt die Währung je nach Standort an, der USD-Preis ist der von uns abgerufene.

Worauf es bei der Wahl ankommt

Preis und Cookies sind nur zwei Kriterien. Diese Punkte entscheiden in der Praxis, ob ein Tool nach einem Jahr noch genutzt wird.

  • Daten und Vertrag
    • Wo die Daten liegen und ob der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung anbietet.
    • Ob Sie die Rohdaten exportieren können, falls Sie später wechseln.
  • Anfragen messen
    • Ob sich Formulare, Klicks auf Telefon und E-Mail und Terminbuchungen als Ziel erfassen lassen.
    • Ob UTM-Parameter ausgewertet werden, damit Sie Newsletter, LinkedIn und Werbung unterscheiden.
  • Werbeblocker
    • Manche Werbeblocker sperren auch schlanke Statistik-Skripte. Einige Anbieter erlauben, das Skript über die eigene Domain auszuliefern, damit weniger Besuche fehlen.
  • Aufwand im Alltag
    • Wer schaut die Zahlen an, und wie oft? Ein Bericht, den niemand öffnet, ist kein Gewinn.
    • Bei selbst gehosteten Tools, wer Updates und Sicherungen übernimmt.

Was Tracking ohne Cookies heisst

Cookielose Tools speichern keine Kennung im Browser der Besucher. Sie zählen Besuche über andere Wege. Plausible etwa leitet laut eigener Datenrichtlinie Browser, Betriebssystem und ungefähren Standort aus den Anfragedaten ab und speichert weder die IP-Adresse noch die vollständigen Browserangaben. Dafür sehen Sie keine Besucher, die über Wochen wiederkommen, und keine Wege über mehrere Geräte.

Rechtlich gilt in der Schweiz für Cookies und ähnliche Technologien Art. 45c des Fernmeldegesetzes, dazu das Datenschutzgesetz. Wann Sie eine Ablehnmöglichkeit oder eine Einwilligung brauchen, steht auf der Seite Cookie Banner Schweiz.

Was trotzdem nötig bleibt

  • Datenschutzerklärung

    Laut EDÖB gehören eingebundene Analysetools in die Erklärung, mit Anbieter, Zweck und Land, siehe Datenschutzerklärung Schweiz.

  • Vertrag mit dem Anbieter

    Das Tool bearbeitet Daten in Ihrem Auftrag. Das regelt ein Vertrag zur Auftragsbearbeitung.

  • Eigene Prüfung

    «Kein Banner nötig» ist eine Aussage des Anbieters, meist mit Blick auf EU-Recht. Sie ersetzt keine Prüfung Ihrer Website.

Wenn Sie Google Ads schalten

Google setzt laut eigener Dokumentation Cookies unter anderem für Google Analytics und für die Messung von Conversions in Google Ads ein. Gebotsstrategien in Google Ads lernen aus diesen Conversions. Eine cookielose Statistik liefert diese Daten nicht an Google.

Dazu kommt eine vertragliche Pflicht, die viele übersehen. Die Richtlinie von Google zur Einwilligung der Nutzer gilt ausdrücklich auch für Nutzer in der Schweiz. Wer Google-Produkte für personalisierte Werbung nutzt, muss danach eine Einwilligung einholen, auch wenn das Schweizer Recht allein das nicht immer verlangt.

Eine sinnvolle Aufteilung ist deshalb oft eine schlanke Statistik für die Übersicht und das Google-Tag nur dort, wo Werbung gesteuert wird. Wie Ads sauber gemessen werden, steht unter Google-Ads-Betreuung.

Kostenlose Ergänzungen

Die Google Search Console zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint und wie oft sie angeklickt wird. Sie braucht kein Skript auf der Website und keine Cookies, weil die Daten aus der Google-Suche selbst stammen. Mehr dazu unter Search Console.

Dazu kommen die Anfragen selbst. Fragen Sie im Formular oder am Telefon, wie jemand auf Sie gekommen ist. Diese Antwort ist oft aufschlussreicher als jede Statistik, gerade wenn Kunden Sie in einer KI-Antwort gefunden haben.

Wechsel in fünf Schritten

So wechseln Sie, ohne die Übersicht zu verlieren. Rechnen Sie damit, dass zwei Tools nie genau die gleichen Zahlen zeigen, weil sie unterschiedlich zählen.

  • 1. Ziele festlegen
    • Welche drei bis fünf Zahlen schauen Sie wirklich an?
    • Welche Ereignisse zählen als Anfrage?
  • 2. Verlauf sichern
    • Die wichtigsten Berichte aus Google Analytics exportieren, bevor Sie das Konto stilllegen. Die Daten lassen sich nicht in jedes neue Tool übernehmen.
    • Wer Matomo selbst betreibt, kann mit einem kostenlosen Plugin Berichte aus Google Analytics importieren.
    • Beachten Sie, dass Google Analytics 4 Daten für explorative Analysen je nach Einstellung nur 2 oder 14 Monate aufbewahrt. Die Standardberichte sind davon nicht betroffen.
  • 3. Parallel messen
    • Das neue Tool einige Wochen neben dem alten laufen lassen.
    • Abweichungen verstehen, statt sie wegzuerklären.
  • 4. Erklärung anpassen
    • Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis auf das neue Tool umstellen.
  • 5. Aufräumen
    • Alte Skripte und nicht mehr genutzte Tags entfernen, auch im Google Tag Manager.
    • Prüfen, ob die Website dadurch schneller lädt.

Grenzen der Alternativen

Weniger Daten ist oft ein Vorteil. Manchmal fehlt dadurch aber etwas, das Sie brauchen. Das sollten Sie vorher wissen.

  • Keine Zielgruppen für Werbung

    Remarketing-Listen für Google oder Meta lassen sich mit cookielosen Tools nicht aufbauen.

  • Kurze Sicht auf Besucher

    Ohne dauerhafte Kennung lässt sich nicht sicher erkennen, wer nach Tagen oder Wochen wiederkommt.

  • Weniger Auswertungen

    Trichter, Kohorten und Verknüpfungen mit anderen Google-Produkten sind eingeschränkt oder fehlen.

  • Selbst hosten heisst warten

    Wer Matomo oder Umami selbst betreibt, ist für Updates und Sicherheit selbst zuständig.

Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting

Wer diese Seite geschrieben hat

Konstantin Malt hat Malt Consulting 2023 gegründet, damals unter dem Namen Digitalwahl. Er begleitet inhabergeführte Schweizer Unternehmen bei Positionierung, Website und Kundengewinnung und betreut Google-Ads-Konten.

  • AusbildungBachelor in Betriebswirtschaft, Universität St. Gallen (HSG)
  • ErfahrungÜber 120 Schweizer Unternehmen betreut seit 2023
  • Geprüft28. Oktober 2026, gegen die Preisseiten der Anbieter und die Google-Hilfe

Häufige Fragen

Kurz beantwortet, mit dem Stand der Anbieterseiten vom Oktober 2026.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu Google Analytics?

Ja. Matomo und Umami lassen sich kostenlos selbst betreiben, Sie zahlen dann nur den Server und Ihre Zeit. Simple Analytics und Umami bieten ausserdem Gratis-Pläne mit Einschränkungen in der Cloud.

Ist Google Analytics in der Schweiz verboten?

Nein. Sie müssen aber informieren, je nach Einsatz eine Ablehnmöglichkeit oder eine Einwilligung anbieten und die USA als mögliches Empfängerland in der Datenschutzerklärung nennen. Laut Google werden IP-Adressen von Nutzern aus der Schweiz in Google Analytics 4 weder protokolliert noch gespeichert.

Brauche ich mit einem cookielosen Tool keinen Cookie Banner?

Das sagen viele Anbieter, meist mit Blick auf EU-Recht. In der Schweiz kommt es darauf an, was das Tool im Browser speichert oder ausliest und wie es Daten bearbeitet. Prüfen Sie das für Ihre Website, die Grundlagen stehen unter Cookie Banner Schweiz. Eine Datenschutzerklärung brauchen Sie in jedem Fall.

Kann ich Matomo in der Schweiz hosten?

Ja, wenn Sie Matomo selbst betreiben. Den Serverstandort wählen Sie dann selbst. Die Cloud-Version von Matomo speichert die Daten laut Anbieter in Frankfurt.

Warum zeigen zwei Tools unterschiedliche Besucherzahlen?

Weil sie unterschiedlich zählen. Cookielose Tools erkennen wiederkehrende Besucher nur kurz, Tools mit Cookies verlieren Besucher, die ablehnen, und Werbeblocker sperren manche Skripte. Vergleichen Sie Trends über Wochen, nicht einzelne Zahlen.

Weiterlesen

Quellen

  1. Google Analytics-Hilfe, «Daten und Datenschutz in der EU, der Schweiz oder im Vereinigten Königreich», abgerufen am 28.10.2026. support.google.com/analytics/answer/12017362
  2. Google Tag Platform, «Cookies», Stand 21.8.2023, abgerufen am 28.10.2026. developers.google.com/tag-platform/security/concepts/cookies
  3. Google Search Central, «Erste Schritte mit der Search Console», Stand 18.12.2025. developers.google.com/search/docs/monitor-debug/search-console-start
  4. Google, «Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU», abgerufen am 29.10.2026. google.com/about/company/user-consent-policy
  5. Google Analytics-Hilfe, «Datenaufbewahrung», abgerufen am 29.10.2026. support.google.com/analytics/answer/7667196
  6. Matomo, Plugin «Google Analytics Importer», abgerufen am 29.10.2026. plugins.matomo.org/GoogleAnalyticsImporter
  7. Matomo, Preisseite und FAQ «How do I go cookieless», abgerufen am 28.10.2026. matomo.org/pricing, matomo.org/faq/general/faq_157
  8. Plausible Analytics, Startseite mit Preisen und «Data policy», abgerufen am 28.10.2026. plausible.io, plausible.io/data-policy
  9. Simple Analytics, Preisseite, abgerufen am 28.10.2026. simpleanalytics.com/pricing
  10. Umami, Preisseite, abgerufen am 28.10.2026. umami.is/pricing
  11. EDÖB, «Datenschutzerklärungen im Internet», abgerufen am 28.10.2026. edoeb.admin.ch/de/datenschutzerklaerungen-im-internet
  12. Fernmeldegesetz (FMG), SR 784.10, Art. 45c, Fedlex, abgerufen am 28.10.2026. fedlex.admin.ch/eli/cc/1997/2187_2187_2187/de
  13. Europäische Zentralbank, Euro-Referenzkurse vom 28.10.2026 (1 EUR = 0.9247 CHF, 1 USD = 0.8306 CHF). ecb.europa.eu

Was müssen Sie wirklich messen?

Im Erstgespräch klären wir, welche Zahlen Sie für Ihre Entscheidungen brauchen, ob Werbung im Spiel ist und welches Werkzeug dazu passt. Oft ist die Antwort einfacher als gedacht.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Zuletzt geprüft am 28. Oktober 2026 von Konstantin Malt · Malt Consulting, Winterthur