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HubSpot CRM einführen, Ablauf, Kosten und typische Fehler im KMU

HubSpot CRM ist schnell eröffnet. Die eigentliche Arbeit beginnt danach. Welche Phasen hat Ihre Pipeline, welche Daten werden übernommen, wer pflegt das System? Diese Seite zeigt, welche Edition für ein Schweizer KMU meist reicht, was HubSpot laut eigener Preisseite kostet, wie die Einführung in acht Schritten abläuft und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Kurz erklärtHubSpot besteht aus einem kostenlosen CRM als Basis und kostenpflichtigen Modulen für Vertrieb, Marketing und Service in den Stufen Starter, Professional und Enterprise. Für Professional und Enterprise verlangt HubSpot eine einmalige Onboarding-Gebühr. Eine gute Einführung beginnt nicht mit dem Import, sondern mit dem Verkaufsprozess. Erst Ziele und Pipeline festlegen, dann Daten bereinigen, dann übernehmen, schulen und eine verantwortliche Person bestimmen.
Konstantin Malt, Gründer von Malt Consulting
Konstantin MaltGründer Malt Consulting, BWL HSG, über 120 Projekte mit Schweizer KMU seit 2023. Stand 27. Oktober 2026.
Editionen

Welche Edition für ein KMU passt

StufeTypischer EinsatzWorauf achten
Kostenloses CRMErste Schritte, eine oder zwei Personen, einfache PipelineBegrenzte Vorlagen, Automatisierung und Berichte
StarterKleines Verkaufsteam mit mehreren Pipelines und einfachen AbläufenAutomatisierung nur eingeschränkt, laut HubSpot bis 50 Workflows mit begrenzten Auslösern
ProfessionalTeams, die Abläufe automatisieren, Verkaufsprozesse steuern und genauer auswerten wollenDeutlich höherer Preis pro Platz und Pflicht-Onboarding
EnterpriseGrössere Organisationen mit vielen Teams, Rechten und DatenanforderungenFür die meisten KMU überdimensioniert

Für viele Schweizer KMU ist der sinnvolle Weg, mit dem kostenlosen CRM oder Starter zu beginnen und erst aufzurüsten, wenn ein konkreter Bedarf da ist. Ein Plan, der nur wegen einzelner Funktionen gekauft wird, die niemand nutzt, ist teuer.

Kosten

Was HubSpot laut eigener Preisseite kostet

Sales HubPreis pro Platz und MonatEinmalige Onboarding-Gebühr
Kostenloses CRMUSD 0, bis zwei NutzerKeine
StarterUSD 20 bei monatlicher Zahlung, günstiger bei jährlicher ZahlungKeine angegeben
ProfessionalUSD 90 bis 100, je nach ZahlungsweiseUSD 1'500, Pflicht
EnterpriseUSD 150USD 3'500, Pflicht

Angaben von hubspot.com, geprüft am 27. Oktober 2026, ohne Mehrwertsteuer. HubSpot zeigt je nach Land und Zeitpunkt unterschiedliche Preise und Aktionen an, und die Module für Marketing und Service haben eigene Preise. Massgebend ist das Angebot in Ihrem Konto.

Zur Lizenz kommen die Kosten für Einrichtung, Datenübernahme und Schulung, ob intern oder extern. Dazu interne Zeit für die Person, die das System betreut. Wie Sie die Gesamtkosten eines CRM abschätzen, steht im Ratgeber CRM für KMU in der Schweiz.

Ablauf

HubSpot CRM in acht Schritten einführen

  1. 01

    Ziele festlegen

    Was soll nach der Einführung anders sein? Zum Beispiel, dass jede Offerte nachgefasst wird, dass die Pipeline auf Knopfdruck sichtbar ist oder dass Website-Anfragen innert einem Tag bearbeitet werden.

  2. 02

    Verkaufsprozess abbilden

    Phasen der Pipeline mit klaren Kriterien, wann ein Deal in die nächste Phase wechselt. Dazu die Lebenszyklusphasen von Kontakten, etwa Interessent, qualifiziert, Kunde.

  3. 03

    Datenmodell festlegen

    Welche Eigenschaften brauchen Firmen, Kontakte und Deals wirklich? Branche, Grösse, Region, Quelle. Wenige Pflichtfelder, eindeutige Namen.

  4. 04

    Daten bereinigen und übernehmen

    Dubletten entfernen, Formate vereinheitlichen, Felder zuordnen, zuerst einen kleinen Testimport machen. Alte Listen erst abschalten, wenn alles geprüft ist.

  5. 05

    E-Mail, Kalender und Website verbinden

    Postfächer von Outlook oder Gmail anbinden, Meeting-Links einrichten, Formulare der Website mit dem CRM verbinden.

  6. 06

    Domain und Zustellbarkeit

    Wenn HubSpot in Ihrem Namen Mails verschickt, gehört HubSpot in Ihren SPF-Eintrag und DKIM muss mit Ihrer Domain eingerichtet sein. Sonst landen Mails im Spam. Anleitung unter DMARC, SPF und DKIM einrichten.

  7. 07

    Rechte, Schulung und Regeln

    Wer sieht was, wer darf was ändern? Kurze Schulung mit echten Fällen und eine einfache Regel, was ins CRM gehört. HubSpot bietet mit der Academy zudem kostenlose Kurse an.

  8. 08

    Start und Überprüfung

    Nach dem Start wöchentlich kurz prüfen, ob die Daten stimmen und das Team das System nutzt. Nach einigen Monaten entscheiden, was erweitert wird.

Datenschutz

Datenschutz für Schweizer Firmen

  • Rechenzentrum. Laut HubSpot werden neue zahlende Kunden anhand des Standorts bei der Anmeldung einem Rechenzentrum zugewiesen. Es gibt eines in der Europäischen Union. Konten, die nur kostenlose Funktionen nutzen, landen im US-Rechenzentrum. Bestehende zahlende Kunden können laut HubSpot ohne Kosten umziehen. Prüfen Sie den Standort in den Kontoeinstellungen.
  • Vertrag zur Auftragsbearbeitung. HubSpot bearbeitet Personendaten in Ihrem Auftrag. Das Schweizer Datenschutzgesetz verlangt dafür eine vertragliche Grundlage (Art. 9 DSG), und bei Bekanntgabe ins Ausland gelten die Regeln von Art. 16 DSG.
  • Tracking auf der Website. Wer den HubSpot-Code auf der Website einbaut, setzt Cookies und verfolgt Besuche. Wie Sie das in der Schweiz sauber lösen, steht unter Cookie-Banner in der Schweiz.
  • Datensparsamkeit. Nur Daten erfassen, die Sie für den Zweck brauchen, und Abmeldungen konsequent sperren.

Diese Hinweise sind keine Rechtsberatung. Bei besonders schützenswerten Daten, etwa im Gesundheitswesen, gelten strengere Anforderungen.

Fehler

Typische Fehler bei der HubSpot-Einführung

01

Import vor Prozess

Alte Excel-Listen werden ungefiltert importiert. Danach sind Tausende Kontakte im System, aber niemand weiss, welche relevant sind.

02

Zu gross geplant

Marketing, Vertrieb, Service und alle Automatisierungen gleichzeitig. Besser mit der Pipeline beginnen und schrittweise erweitern.

03

Zu viele Felder

Jedes Team wünscht sich eigene Felder. Nach einem Jahr gibt es hundert Eigenschaften, die keiner pflegt.

04

Keine Verantwortung

Ohne eine Person, die das System betreut, verwildert es. Das ist der häufigste Grund, warum CRM-Projekte versanden.

05

Team nicht abgeholt

Verkäufer sehen das CRM als Kontrolle statt als Hilfe. Zeigen Sie, welche Arbeit es ihnen abnimmt.

06

Mails ohne Authentifizierung

HubSpot verschickt Mails mit Ihrer Absenderadresse, aber ohne passende Einträge in der Domain. Die Folge ist schlechte Zustellung.

Unterstützung

Selbst einführen, mit Partner oder mit Berater

WegPasst, wennGrenzen
SelbstKleines Team, einfacher Prozess, jemand mit Zeit und Freude an SystemenFehler im Datenmodell fallen oft erst Monate später auf
HubSpot Solutions PartnerGrössere Einführung, Professional oder Enterprise, viele IntegrationenQualität und Branchenkenntnis unterscheiden sich stark
Berater für Vertrieb und ProzessDer Verkaufsprozess selbst ist noch unklar, und das CRM soll die Kundengewinnung tragenTechnische Spezialintegrationen brauchen eventuell zusätzliche Entwickler

HubSpot führt ein offizielles Verzeichnis seiner Solutions Partner mit Stufen, Bewertungen und Filtern nach Land und Leistung. Ob ein Anbieter dort gelistet ist, lässt sich in wenigen Minuten prüfen. Fragen Sie jeden Anbieter, ob er Partner ist, wer die Einrichtung konkret macht und wer danach Ansprechperson bleibt.

Unsere Sicht

HubSpot als Teil der Kundengewinnung

Wir arbeiten selbst mit HubSpot. Der grösste Nutzen entsteht für uns nicht durch möglichst viele Funktionen, sondern wenn das CRM die Kundengewinnung abbildet. Woher kommt eine Anfrage, welche Firmen wurden aus welchem Anlass angesprochen, wer hat geantwortet, welche Offerte ist offen. Erst dann lässt sich sagen, welcher Kanal sich lohnt.

Darum beginnen wir mit dem Verkaufsprozess und einer schlanken Pipeline und verbinden danach Website, E-Mail und aktive Ansprache. Mehr dazu unter Revenue Operations, Signal-based Outreach und B2B-Leadgenerierung.

Häufige Fragen

Fragen zur HubSpot-Einführung

Ist HubSpot CRM wirklich kostenlos?

Die Grundversion ist laut HubSpot für bis zu zwei Nutzer kostenlos. Sie umfasst Kontakte, Firmen, Deals und einfache Vertriebswerkzeuge mit Einschränkungen. Mehr Nutzer, Automatisierung und Berichte kosten in den bezahlten Stufen.

Brauche ich einen HubSpot-Partner?

Nein. Ein kleines Team kann HubSpot selbst einrichten. Ein Partner oder Berater lohnt sich, wenn viele Daten übernommen werden, Integrationen nötig sind oder der Verkaufsprozess erst geklärt werden muss.

Wie lange dauert die Einführung?

Für ein kleines Team mit klarem Prozess oft einige Wochen. Mit Datenübernahme aus mehreren Systemen, Integrationen und mehreren Abteilungen eher einige Monate.

HubSpot oder Pipedrive?

Pipedrive konzentriert sich auf die Vertriebspipeline und ist schnell eingerichtet. HubSpot verbindet Vertrieb, Marketing und Service in einer Plattform. Wer vor allem Verkaufschancen steuern will, ist mit einem schlanken Vertriebs-CRM oft gut bedient. Wer Website, Marketing und Vertrieb zusammenführen will, profitiert eher von einer Plattform.

Kann ich HubSpot-Daten in der Schweiz speichern?

HubSpot nennt auf seiner Seite zur Datenhaltung ein Rechenzentrum in der EU, aber keines in der Schweiz. Für die meisten KMU ist eine Speicherung in der EU nach Schweizer Datenschutzrecht zulässig.

Quellen

Quellen, geprüft am 27. Oktober 2026

HubSpot einführen, ohne dass es verwildert?

Im Erstgespräch schauen wir auf Ihren Verkaufsprozess und Ihre Daten. Danach wissen Sie, welche Edition reicht, was Sie selbst machen können und wo Hilfe sinnvoll ist.

Lieber direkt? +41 78 814 14 58 oder info@maltconsulting.ch

Stand: 27. Oktober 2026 · Malt Consulting, Winterthur